Varromed Erfahrungen

  • Ich bin bei meinen Völkern (je nach Größe) zwischen 15 und 20 ml geblieben. Das Ergebnis stimmt bis jetzt.. viele tote Milben und keine toten Bienen.

  • Ich habe jetzt mitunter auch nach der 4. Behandlung massiven Milbenfall gesehen. Sieht so aus, als wenn die Behandlung erst mit der Zeit so richtig Wirkung zeigt. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Zahl der jungen Tochtermilben auf der Windel zunimmt. Vielleicht spricht das dafür, dass immer mehr Brut ausläuft, in der sich abgestorbene Jungmilben befinden.


    Ich frage mich derzeit, was zu tun ist, wenn auch nach der 5. Behandlung der Milbenfall so anhält - wobei es mich mitunter wirklich (negativ) überrascht, wie viele Milben aus TBE Völker fallen können, 2 Monate nach eben jener TBE.

  • Einfach erst mal warten? Nach gesprühter OS warte ich mindestens zwei Wochen, eher drei, bis sich der Milbenfall halbwegs stabilisiert hat und ich ggf. ein weiteres Mal behandle. Relative Verträglichkeit hin oder her, sowas muss doch nicht öfter als notwendig sein.

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!

  • Relative Verträglichkeit hin oder her, sowas muss doch nicht öfter als notwendig sein.

    Das habe ich vielleicht nicht klar genug zum Ausdruck gebracht: Ich werden kein 6. Mal behandeln. Ich halte mich da an die Vorgaben des Herstellers und unterlasse jede eigenen Experimente. Die einzige (möglicherweise entscheidende) Abweichung, die ich vorgenommen habe, war eine niedrigere Dosierung.

    Das kann jetzt natürlich alles konterkarieren - mal abwarten.



  • Ich frage mich derzeit, was zu tun ist, wenn auch nach der 5. Behandlung der Milbenfall so anhält - wobei es mich mitunter wirklich (negativ) überrascht, wie viele Milben aus TBE Völker fallen können, 2 Monate nach eben jener TBE.

    Deckt sich aber mit meinen Beobachtungen. Die Milbenzahl ist erstaunlich hoch. Besonders bei Völkern, die bereits früh (Anfang/Mitte Juli) behandelt wurden.

    Nach der 3 Behandlung hält der Milbenfall meist noch an. Mit den dann verbleibenden Restmilben müssen sie bis OS im Winter klar kommen.

  • wobei es mich mitunter wirklich (negativ) überrascht, wie viele Milben aus TBE Völker fallen können, 2 Monate nach eben jener TBE.

    Bei mit ist das nur bei den Brutsammlern der TBE so. Ich habe bei den "normalen" Völkern, die Mittels TBE oder Scalvini und dann gesprühter OX behandelt wurden, einen natürlichen Totenfall von 0-7 Milben pro Tag.


    Die Sammler wurden auch auf neue MW gesetzt und mit OX besprüht. Da habe ich mittlerweile einen Totenfall von 13+ pro Tag, so dass ich irgendwie noch mal ran muss.

  • Deckt sich aber mit meinen Beobachtungen. Die Milbenzahl ist erstaunlich hoch.

    Ich hatte auch das Gefühl, dass die Zahl der jungen Tochtermilben auf der Windel zunimmt.

    Ich hoffe für Euch und alle, die in Zukunft dieses Mittel auch mal ausprobieren wollen, dass diese hohe Milbenzahl nicht daher kommt, dass das Mittel unzureichend wirkt und sich daher die Milbenpopulation trotzdem laufend vergrößert hat und ihr nur überwiegend den natürlichen Totenfall beobachtet...die hellen oder womöglich noch lebende Milben würden mich da jetzt alarmieren.


    Bitte berichtet weiter, damit wir auch hier ein Gegengewicht zu den vollmundigen Versprechen der Hersteller erhalten. So manches vielversprechende Mittelchen hat in der Vergangenheit nicht das gehalten, was versprochen wurde oder es sind unerwartete Nebenwirkungen aufgetreten.


    Was mich bei diesem ganzen Faden jedoch immer wieder irritiert ist, dass doch einige von euch erheblich von den empfohlenen Anwendungsmengen abweichen. Obwohl das Mittel noch ganz neu ist und damit eigentlich noch gar keine Erfahrungen vorliegen, die eine eigenmächtige Dosierungsänderungen nahelegen würden!


    Macht ihr das bei Human-Medikamenten auch? Der Doktor sagt 3x1 Tablette am Tag und ihr nehmt stattdessen einfach nur eine oder gleich 6, weil's gut schmeckt oder wie? Über abweichende Wirkungserfahrungen braucht man sich dann aber nicht wundern!

  • Deckt sich aber mit meinen Beobachtungen. Die Milbenzahl ist erstaunlich hoch.

    Ich hatte auch das Gefühl, dass die Zahl der jungen Tochtermilben auf der Windel zunimmt.

    Ich hoffe für Euch und alle, die in Zukunft dieses Mittel auch mal ausprobieren wollen, dass diese hohe Milbenzahl nicht daher kommt, dass das Mittel unzureichend wirkt und sich daher die Milbenpopulation trotzdem laufend vergrößert hat und ihr nur überwiegend den natürlichen Totenfall beobachtet...die hellen oder womöglich noch lebende Milben würden mich da jetzt alarmieren....

    Deine Bedenken sind angebracht. Allerdings meine ich, dass die Kollegen mit "hohem Abfall" o.ä. nicht den üblichen Totenfall zu dieser Zeit meinen. Das werden sie schon zu unterscheiden wissen.
    Ausserdem, wenn ich in wöchentlichem Abstand behandle kann die Population nicht so massiv anwachsen, dass bei der 4. Behandlung immer noch sehr viele abfallen. Eher erwischt es die dann schlüpfenden Milben radikal. Das finde ich gut, bis zu dem Gedanken, dass die Brut dann hackedicht mit Milben sein muss =O

  • Es gibt einen nicht zu verwechselnden Unterschied zwischen natürlichen Milbenfall und Milbenfall nach VarroMed Behandlung.

    Was meinst du damit genau?

    Natürlich, wenn jedesmal am Tag nach der Behandlung ein Haufen rumliegt und sonst nicht, dann ist die Zuordnung wohl klar. Aber sonst?Außer, dass die Milben bei AS/OX-Behandlung in der Regel tot sind, kenne ich keinen Unterschied. Auch natürlicher Milbenfall kann fast nur aus toten Milben bestehen.

  • Ok, machen wir es mal konkret, an einem Beispiel:

    Volk 2 hatte am 30.7. einen CO2 Test mit 0,4 Prozent.

    Auf der Windel war so gut wie nichts zu finden, keine Milben auf den Bienen, kein DWV oder ähnliches.

    Am 24.8. dann eine erste VarroMed Behandlung. 48 Stunden nach Behandlung 63 Milben, 2 Tage später 47 Milben, 6 Tage nach der Behandlung 16 Milben.

    2. Behandlung 7 Tage nach der ersten. 3 Tage nach dieser zweiten Behandlung 251 Milben, drei Tage später 46.

    Zwei Tage nach der dritten Behandlung liegen 483 Milben unten, drei weitere Tage 39.

    vierte Behandlung, zwei Tage später 438 Milben.

    Insgesamt sind seit Behandlungsbeginn rund 1500 Milben gefallen, während vorher die Windel wie auch der CO2 Test unauffällig waren.


    Insofern bin ich relativ selbstbewusst, was die Unterscheidung zwischen natürlichem und behandlungsbedingtem Totenfall betrifft.


    Was den Behandlungserfolg betrifft, bin ich aber vorsichtig.

  • Deckt sich aber mit meinen Beobachtungen. Die Milbenzahl ist erstaunlich hoch.

    Ich hoffe für Euch und alle, die in Zukunft dieses Mittel auch mal ausprobieren wollen, dass diese hohe Milbenzahl nicht daher kommt, dass das Mittel unzureichend wirkt und sich daher die Milbenpopulation trotzdem laufend vergrößert hat und ihr nur überwiegend den natürlichen Totenfall beobachtet...die hellen oder womöglich noch lebende Milben würden mich da jetzt alarmieren.

    Zum besseren Verständnis, ich wende das Mittel nur an, wenn es im Herbst zu einem erhöhten Aufkommen von Milbenfall kommt, der weit über den normalen Totenfall hinausgeht. Ein, zwei andere Faktoren spielen auch noch rein.

    Es betrifft nicht alle Völker, sondern sehr früh bereits behandelte WV (AS 60% Nassenheider). Den erhöhten Milbenabfall beobachte ich, in der Form, jetzt das zweite Mal nach Herbst 2017.


    Die Dosierungsänderung nach unten habe ich bewusst vorgenommen, nach dem ich eine entsprechende Wirkung, auch bei geringeren Mengen festgestellt habe und es mich bei einer testweisen Anwendung im Frühjahr mal zwei Königinnen gekostet hat. Rein subjektive Erfahrung, aber im Frühjahr würde ich es nicht mehr anwenden, der Hersteller schon. ;-)

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  • Volk 2 hatte am 30.7. einen CO2 Test mit 0,4 Prozent.

    Auf der Windel war so gut wie nichts zu finden...

    Am 24.8. dann eine erste VarroMed Behandlung.

    Ok, bei diesen Zahlen wäre ich dann ähnlich selbstbewusst... ;-)

    Allerdings wäre jetzt schon interessant gewesen, wie viele Milben kurz vor der ersten Varromed-Behandlung natürlicherweise gefallen sind, etwa über einen Zeitraum von 1-2 Wochen, alle 3-4 Tage gezählt.


    Denn zwischen 30.07. und 24.08. liegt nicht nur fast ein Monat, sondern auch die Phase, in der viele Völker zumindest bei mir zeitweilig massiv mit der Brut zurück gehen und dabei Milbenmassen freisetzen, die bisher immer in der Brut versteckt waren. Eigentlich müsste das ja egal sein, weil wenn die Biene schlüpft, werden auch die toten Milben rausgeräumt, bei großen Brutflächen ebenso wie bei kleinen. Aber bei mir fallen die vielen Milben immer erst auffällig, wenn der Brutumfang deutlich zurück geht, warum auch immer.


    Auch heuer wieder waren bei mir die Milbenzahlen bis Ende Juli meist sehr moderat und stiegen dann schlagartig an, bis ich den Langzeitverdunster aufgesetzt habe, da ich noch ein altmodischer AS-Langzeitbehandler bin.


    Und heuer war die Behandlung zwar etwas zu spät (erste Augusthälfte, weil es mir zuvor zu heiß war und die Zeit fehlte), aber sie ist optimal verlaufen, d.h. korrekte Säuremengen/Tag und auch sonst sehr gute Bedingungen.


    Trotzdem ist etwa ein Viertel meines Bestandes seit etwas über einer Woche wieder auffällig und grenzwertig. Die anderen bleiben niedrig. Die auffälligen Völker dagegen wären jetzt vielleicht optimale Kandidaten für das Varromed, gewesen, genau wie bei Rainfarn .


    Wobei die meisten der auffälligen Völker Jungvölker sind, die ich im August bewusst noch nicht behandelt habe.

    Habe diesmal bei allen den Langzeitverdunster aufgesetzt, bei den Jungvölkern ganz regulär zum 1. Mal heuer, bei einigen war es dagegen schon das 2. Mal, was ich bisher noch nie machen musste (2x im Jahr AS Langzeit meine ich). Das geht mir schon sehr gegen den Strich, da werde ich nächstes Jahr wohl auch mal mit Varromed experimentieren, wenn die Erfahrungen weiterhin gut sind.