Varromed Erfahrungen

  • wenn man WV auf 2 Zargen führt, würdest du nur von oben behandeln oder auch was in den unteren BR träufeln?

    Ich habe den unteren und oberen BR gleichermaßen behandelt: Jeweils in die Wabengassen träufeln.

    Ich finde diesbezüglich die Anweisungen des Herstellers zu unpräzise.

    Da ich aber fast nur große, einzargige Bruträume habe, betrifft das aktuell auch nur 1 Volk.

    Aber die bekommen dann tatsächlich etwas mehr Milliliter ab.

  • Nach mehr Milben-zählen bei VarroMed behandelten Völkern, verfestigt sich folgende Annahme:


    Die Handlungsempfehlung des Herstellers, wenn bei einem Vollvolk nach der ersten Behandlung <150 Milben in 6 Tagen fallen, muss nicht weiter behandelt werden (<90 bei Ablegern), würde ich so nicht unterschreiben.

    Tatsächlich beobachte ich eine Zunahme des Milbenfalls über die Behandlungsdauer:

    Ein WV hat nach der ersten Behandlung rund 100 Milben verloren. Laut Hersteller also kein weiterer Handlungsbedarf.

    Nach der zweiten Behandlung fallen in sechs Tagen allerdings schon 300 Milben (doppelt so viel, wie als Behandlungsindikator vorgeschlagen), nach der dritten Behandlung fallen in 48 Stunden 480 Milben, also mehr als drei mal so viele, wie als Grenzwert beschrieben.


    Das ist jetzt bisher der deutlichste Befund.


    Aber nahezu alle Völker zeigen noch mal deutlich höheren Milbenabfall auch nach einer dritten Behandlung. Anders ausgedrückt: Der durchschnittliche Milbenabfall steigt über die Zeit. Nach einer ersten Behandlung kann man m.E. noch nicht abschätzen, wie lange die Behandlung fortgeführt werden sollte.

    Der Hersteller spricht im Herbst von bis zu 5 Behandlungen. Ich würde sagen, man kann erst nach der dritten Behandlung abschätzen, ob die Behandlung beendet werden kann.


    Die meisten Milben pro Behandlung fallen in den ersten 48 Stunden. Es können danach aber noch signifikant Milben fallen, wenngleich nicht so viele wie zu Beginn.


    Was auch auffällt, im Vergleich zu OXS: Es finden sich immer wieder unreife Tochtermilben auf der Windel. Ich vermute, dass unterstützt die Angabe des Herstellers, dass VarroMed auch in die Brut hinein wirkt.

    Deshalb frage ich mich, ob der über die Zeit zunehmende Milbenfall auch damit zu erklären ist, dass immer mehr tote Milben aus den schlüpfenden Brutzellen fallen.


    Worüber ich keinerlei Aussage treffen kann, ist über den aktuellen Befall der behandelten Völker.

  • Moin,


    rall0r Sehr interessant! meine vorherige Aussage will ich kassieren, und Varromed nächstes Jahr testweise an einigen Völkern an Stelle des Schwammtuches im Sommer einsetzen (meine Spätsommerbehandlung mit Thymovar an allen Völkern behalte ich aus verschiedenen Gründen bei).


    Gibt es eine empfehlenswerte Bezugsquelle?


    Beste Grüße


    Peter

  • @rallor: ist es möglich, dass du dich verlesen hast? In meinem Beipackzettel steht:


    „die Behandlung sollte zwei weitere Male wiederholt werden [...] wenn innerhalb von 6 Tagen nach der dritten Behandlung ....“


    Also genau so, wie du es auch für sinnvoll hältst.

  • Was Erfahrung angeht: ich als Anfängerin habe zum ersten Mal überhaupt behandelt und habe Varromed gewählt weil die Luftfeuchtigkeit bei uns permanent zu hoch für Ameisensäure war.

    Meine beiden Warré-Völker haben nach Packungsanleitung je 30ml aufgeteilt auf beide Zargen bekommen. Eines hat das super weggesteckt, das andere hatte nach der dritten Behandlung kurzfristig ein wenig Durchfall und ist aus der Brut gegangen. 7 Tage später aber wieder flächig Stifte und kein Durchfall mehr.

    Möglicherweise Dosisproblem.