Varromed Erfahrungen

  • Bienenvölker sind robust und vertragen alles mögliche. Die sublethalen Wirkungen von OX-Sirup- bzw. OX-Glycerinformulierungen hat Dr. Saskia Schneider untersucht in ihrer Dissertation (Zusammenfassung an S. 145):

    https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/5556

    Diese subletalen Wirkungen lassen sich nur durch wissenschaftliche Versuche verifizieren. Imkerliche Erfahrungen sind da viel zu ungenau, weil sie eben durch das Reproduktionsvermögen des Bien zum großen Teil verdeckt werden.

  • ja, aber diese Nebenwirkungen hat man immer bei Oxalsäure+Zucker, auch bei der herkömmlichen Winterträufelbehandlung oder bei dem altbekannten Bienenwohl. Immerhin beträfen sie JETZT aber vorwiegend "nur" die Sommerbienen.


    Mir ging es auch mehr um das, was der Imker selber erkennen kann, z.b. ob so eine Behandlung auch wirklich "wirkt", also z.B. ein der Ameisensäure vergleichbarer Totenfall an Milben eintritt (in Summe der drei mindestens empfohlenen Durchgänge bei der Sommerbehandlung).


    Ich hatte vor Jahren mal testweise Bienenwohl probiert, da hat sich irgendwie nicht viel getan, weshalb ich skeptisch bin.

  • Hallo,

    also ich habe es dieses Jahr zum ersten Mal im Einsatz. Die erste Wiederholung am 25.7.

    Bin überrascht über den doch hohen Milbenfall. Etwa 300 im Durchschnitt vom 19.7.- 25.7

    Wollte es nur an einige wenige testen.

    Habe jetzt aber alle, bis auf die, welche ich Mai-Juni nicht durch die Schwärmerei brutfrei mit OX besprühen konnte., ebenso begonnen mit Varromed zu behandeln.

    Grüße

    Uwe

  • Moin,

    ich war gerade auf der Suche nach einem Artikel oder Erfahrungsbericht zum Thema VarroMed.

    Hatte gerade gestern ein Gespräch mit einem Kollegen aus dem Züchterring, der sich sehr positiv zu VarroMed geäußert hat.

    Einfache Anwendung (halt ein bis mehrmalige Träufelanwendung auf die Bienen bzw. die Oberträger) und hoher Effekt.

    Gibt es weitere neue Erkenntnisse dazu?

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hallo zusammen,

    nach 10 Jahren mit AS und MS, benutze ich dieses Jahr erstmals Varromed zur Sommer/Herbst Behandlung.

    Nachdem in meinem Imkerverein ein Vertreter von Beevital einen Vortrag zu Varromed gehalten hatte, schien mir dieses Mittel vertrauenswürdig.

    Ich habe Anfang August meine Völker pro Zarge mit je 15 ml Varromed beträufelt.

    Wichtig ist, dass man den Wachsüberbau zwischen den Wabengassen entfernt, da ja die Bienen und nicht das Wachs oder die Oberträger beträufelt werden sollten.

    Sehr positiv empfand ich, dass die Bienen nicht so wie bei AS Behandlung flüchten.

    Der Geruch des Mittels ist angenehm. Ich kontrollierte den Milbenfall erstmals nach einem Tag und auch vor der zweiten Behandlung. Ich bin von der Wirkung überzeugt was sich am Milbenfall zeigte. Nächste Woche folgt noch die dritte Behandlung. Was eher negativ ist, dass man die Skala auf der Flasche nicht sehr gut erkennen kann.

    LG Alexbee


    10 Völker, Zander

  • Moin,


    bist du lieb und berichtest von deinen Erfahrungen? Das wäre super, jede alternative Behandlungsmethode ist wichtig, da man bei der Sommer- und Spätsommerbehandlung oft abhängig vom Wetter ist.


    Merci :)


    Beste Grüße


    Peter

  • Alexbee :

    danke für deinen Bericht. Bitte gelegentlich noch weiter berichten.


    Ein echter Haken an diesem Zeug - neben der in der breiten Praxis noch unerprobten Wirkung - wäre der Preis und die erhebliche Menge, die man braucht. Weil man müsste ja richtig oft ran damit und das summiert sich, wenn man mehr als nur ein paar Völker hat.


    Selbst bei deinen nur 10 Völkern braucht man ja bei mittel großen Völkern ca. 40ml pro Volk, macht dann fast eine Flasche pro Durchgang und das bei 5 bis 9 Durchgängen pro Jahr...

  • und dazu nich der Bienenschaden, das ganze ist nichts anderes als normale Ox Lösung mit ein wenig AS und Oxlösung ist für Bienen doch recht schädlich, v.a. bei mehefachanwendung

    ist das so?

    Ich würde dem zustimmen. Solche Produkte nennt man "line extensions" schon erprobter, etablierter Produkte. Käme bei mir nicht in die Völker...

  • Wenn ich das so in die Völker träufle wie beschrieben, kommen bei einer Behandlung keine 40ml in die Völker. Auch bei einer Restentmilbung im Winter muss das nicht sein. Das ist auch nach den Erfahrungen mit Bienenwohl bei einer Blockbehandlung entschieden zu viel. Eine Flasche reichte neulich für dreißig Völker plus 8 Minis. 10-12 ml reichen nach der Erfahrung vieler Anwender je Behandlung im Block aus.

  • Verwendest du Varromed schon länger, oder testest du erst?


    Verwendest du es anstelle von Ameisensäure ohne weitere vorherige Varroabekämpfungsmaßnahmen wie z.B. Totale Brutentnahme?

    Bist du zufrieden mit der Wirkung über's Jahr gesehen?


    Die 40ml habe ich einfach mal aus der Produktbeschreibung entnommen, wie sie zum Download angeboten wird. Da werden bei Völkern zwischen 12.000 und 30.000 Bienen 30-45ml empfohlen.

  • Wie sollte ich es schon "länger" testen? Es ist ja erst seit letzter Saison zugelassen.

    AS gibt's bei mir schon ewig nimmer. Es spielt doch auch keine Rolle, was ich früher verwendete, oder? Heuer verwende ich Varromed als Blockbehandlung, wie beschrieben, jedoch mit der Dosis des sehr ähnlichen Bienenwohl, das ich seit der Einführung kenne. Bei Altvölkern, Kunstschwärmen und Ablegern. So wie sie sind.

    Wie die Wirkung tatsächlich ist, kann ich erst am 03. Oktober sagen, wenn die Befallskontrolle ansteht.

    Wegen: "Es wird jedoch angenommen, dass die Ameisensäure in der fixen Kombination von VarroMed die Dauer der Wirkung der Oxalsäure verlängert und die Verträglichkeit des Tierarzneimittels verbessert."

    Gehe ich davon aus, dass keine höhere Dosis als bei Apioxal, Bienenwohl & Co. nötig ist.


    Aufgefallen ist mir neulich am Tag nach der Behandlung ein deutlich erhöhter Flugbetrieb an einem Stand.