Resümee Ablegerbildung über Kunstschwärme 2018

  • Hallo,


    wieder einmal ein verrücktes Jahr. Ich bilde meine Ableger über Kunstschwärme nach der Honigernte und konnte so immer starke Völker in den Winter schicken. Nun dieses Jahr, wie jedes Jahr alles anders. Da werden teilweise Königinnen nicht angenommen, obwohl über KS mit Bienen aus Honigräumen. Mittelwände unter Zugabe von Zuckerwasser 1x1 nur zögerlich ausgebaut, Futter schlecht angenommen (Schwache Volkstärke) bis hin zu Brutpausen im September. Teilweise befindet sich bei weiten nicht das Futter in den Beuten wie um diese Zeit gewünscht. Das hatte ich so noch nie. Von meinen 10 Kunstschwärmen sind noch 8 geblieben und nun stehe vor diesen Haufen und werde wohl einige zusammenlegen (müssen) da sie sonst nicht das Frühjahr erleben werden. Interessant ist dabei die unterschiedliche Entwicklung an den Standorten. An einem Platz an dem es wenigstens hin und wieder mal geregnet hatte, entwickelten sich die Ableger gut. Am Platz mit größerer Dürre dagegen eher zögerlich. Ich suche nun nach Erklärungen. Ein Grund sehe ich eventuell in der Pollenversorgung. Später ist man(n) ja immer schlauer, durch die 4 Wochen vorgezogene Natur hätte ich wohl schon im Juni Kunstschwärme bilden sollen.



    Viele grüße Stefan

  • Hatte mich schon gewundert, warum das Kunstschwarmverfahren so gelobt wird. Bei mir auch: Schwache Völker, zögernd ausgebaut, Zusammenlegungen.


    Wenn es an der verrückten Saison lag, werde ich dem Verfahren noch mal eine Chance geben – nächstes Jahr dann.


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Ich habe bisher nur wenig Erfahrung, da ich dieses Jahr meine ersten beiden Ableger bekommen habe, und das waren keine KS. Aber ich kann die Beschreibungen auch auf meine Völker anwenden. (erstellt wurden die im Mai)


    Von den gegebenen MW sind 7 bzw. 8 noch nicht angerührt.

    Im September auch sehr wenig Brut. Und das obwohl ich viel gefüttert habe. Ich hab gestern kurz gerechnet:


    Ich habe in meine 2 Völker, seit sich sie habe 12,5kg Futtersirup (1:1 verdünnt) und gut 15 kg Zucker (1:1) gegossen, dann habe ich in den letzten 2 Wochen eingefüttert in Summe 2x12,5kg und laut Wage sind nur 8-9 kg drin.

    Ich habe wohl die nötige Menge an Bienen, damit sie durch den Winter kommen könnten, aber erwartet habe ich etwas mehr.


    Es scheint also kein reines KS Phänomen zu sein.

  • Meine Kunstschwärme haben sich gut entwickelt, mußten aber auch nicht viel bauen. Die bekommen bei mir immer gleich mindestens 4 ausgebaute Waben., den Rest Mittelwände und eine schmale Futtertasche. Wenn jetzt im September noch ein paar Waben unausgebaut sind oder leer, tausche ich sie gleich gegen volle Futterwaben, ebenso die Futtertasche, und schon sind sie fertig für den Winter. Die Futterwaben habe ich extra mit Überschuß gleich nach der letzten Tracht bei den stärksten Völkern ausbauen lassen.

  • Kann ich so gar nicht bestätigen. Meine KS sind wie jedes Jahr und entwickeln sich sehr gut. Es ist auch kein Unterschied von zeitigen zu späten zu merken in der Entwicklung. Ich füttere meine KS nur mit den 2,5 kg Futterteigpäckchen. Bilde mir ein das Verhältnis Wabenbau, Brutnestaufbau und Futtereinlagerung ist da am besten und sehr konstant.


    MfG Frank


    Meine KS setze ich auf diagonal geteilte MW seit 2 Jahren .

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  • Auch meine Ableger haben schon anfang August die Handbremse gezogen, kein Vergleich zu den Vorjahren. Und das nicht bei einem Teil der Ableger, sondern bei allen synchron mit den Wirtschaftsvölkern. Die letzten Jahre wurde ich in die andere Richtung überrascht.

    Vereinen werde ich trotzdem nicht, wenn dann im Frühjahr.


    Gruß Jakob

  • Ich habe in meine 2 Völker, seit sich sie habe 12,5kg Futtersirup (1:1 verdünnt) und gut 15 kg Zucker (1:1) gegossen, dann habe ich in den letzten 2 Wochen eingefüttert in Summe 2x12,5kg und laut Wage sind nur 8-9 kg drin.

    Ich weiß nicht ob es stimmt aber das verdünnen von Futtersirup wurde hier mal mit ,,Der wird dann steinhart" kommentiert.

    Vielleicht weiß einer was genaueres.

  • Hatte mich schon gewundert, warum das Kunstschwarmverfahren so gelobt wird. Bei mir auch: Schwache Völker, zögernd ausgebaut, Zusammenlegungen.


    Wenn es an der verrückten Saison lag, werde ich dem Verfahren noch mal eine Chance geben – nächstes Jahr dann.

    Hallo Hans,


    tatsächlich, sind das die Völker die im Frühjahr richtig losmarschieren.

  • Ich weiß nicht ob es stimmt aber das verdünnen von Futtersirup wurde hier mal mit ,,Der wird dann steinhart" kommentiert.


    Vielleicht weiß einer was genaueres.

    Den habe ich zur Reizfütterung genommen, davon ist nix mehr da. Selbst von den 12,5kg je Volk in den letzten 2 Wochen sind nur noch 9kg da. Alles andere scheinen sie verbrütet zu haben.

  • hätte ich wohl schon im Juni Kunstschwärme bildensollen

    Beruhige Dich... Auch die Völker aus Juni zeigen bei mir die gleichen Symptome wie bei Dir und Jörg

    Schon im Mai war es mau, später und trotz dünner Fütterung noch schlechter.

    Dabei sind sie gar nicht so schwach aus dem Winter gekommen. Trotzdem alles geblüht hat und ich dieses Jahr einen Teil sogar in den Raps gestellt hatte kamen die Damen nicht richtig in die Puschen.

    kein Vergleich zu den Vorjahren. Und das nicht bei einem Teil der Ableger, sondern bei allen synchron mit den Wirtschaftsvölkern

    dito

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Bei mir sind alle Kunstschwärme gut geworden, v.a. aber die spät erstellten haben am besten gebaut. Selbst der letzte den ich eig nur gedacht hatte, hier sind ein paar Begattungskästen und ein paar Löst du dieses Jahr noch auf, die kommen dann da mit rein. Gestartet als mit etwa 1 kg Anfang-Mitter Juli, sitzt jetzt auf 10 Waben Langstroth und hat nur noch 3 Kieler dazubekommen. Noch bessaer haben die Völker in DD gebaut, mini Plus, haben sich aber einigermaßen geweigert. Aber insgesammt eine Volksentwicklung dieses Jahr, wie selten.