Rasse: Buckfast - Schweden

  • Hallo,
    Ich habe heute den Katalog von Honig Mehler bekommen. Die bieten Buckfast Königinnen an.
    Alls Rassenbeschreibung steht dieses im Katalog: Zur Kreuzung eingesetzt wurde "Monticular". Diese Biene schlüpft einen Tag früher als die andere Millifera-Rassen. Dies hat den Effekt, dass die neue schlüpfenden Varroa Weibchen nach den schlupf dieser Bienen nicht mehr begattet werden und somit nicht mehr vermehren können. Des weiteren wurde die "Saharensis" eingekreuzt. Diese Biene hat die Fähigkeit, die Varroamilben mit den Mandibeln zu zerquetschen.


    Nun meine Frage: Hat einer von euch diese Rasse schon bezogen und habt ihr Erfolg gehabt?


    Gruß
    Markus

  • Hallo,


    also ich stehe dieser "Buckfast" sehr kritisch gegenüber. Ich hatte in 2000 vier Exemplare und war damit ganz und gar nicht zufrieden. Die Vitalität und Winterfestigkeit lies sehr zu wünschen übrig. Heute ist keine mehr übrig.


    Die Herkunft des Zuchtmaterials sollte auch mal kritisch hinterfragt werden. Die Monticola-Kreuzung (sog. Elgon-Biene) wurde seinerzeit von Erik Österlund in Schweden erstellt. Bei einem mit Erik Österlung befreundetem Imker (er bekommt sein Material direkt von ihm) habe ich Erkundigungen eingezogen. Von Österlund und seinen Kollegen ging jedoch nie Material zu Mehler. Die Sahariensis wurde schon von Bruder Adam in den Buckfaststamm eingefügt und eine weitere Einkreuzung ist mit sehr viel Aufwand verbunden wie man ja weiss. Adam kreuzte die Sahariensis übrigens nicht wegen einer etwaigen Varroatoleranz ein, sondern um die überragende Vitalität dieser Biene einzufügen.


    Von der Elgon-Biene ist bekannt, dass sie eine gewisse Varroatoleranz hat. Allerdings zeigt sich diese Toleranz am besten auf Wabenmaterial mit kleiner Zellgröße (4,9 mm) und nicht auf herkömmlichen Mittelwänden (> 5,4 mm).


    Die Hoffnung, dass sich die Varroa bei Bienen mit kürzerer Verdeckelungszeit weniger vermehrt war leider eine falsche. Wie Erfahrungen aus Südafrika zeige passt sich die Varroa auf apis mellifera sehr schnell dem neuen Brutrhythmus an. Bei apis cerana, dem ursprünglichen Wirt der Varroa, liegt die verdeckelungszeit zwar deutlich unter der bei apis mellifera, aber das scheint nicht der ausschlaggebende Parameter für die Resistenz zu sein.



    _________________
    Volle Honigtöpfe wünscht...


    Reiner Schwarz
    auch Systemweisel bei buckfast.de


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Reiner Schwarz am 2002-05-10 17:38 ]</font>

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  • Hallo Reiner,
    Ich hab nicht schlecht gestaunt,als ich Deinen Beitrag zur "Mehler-Buckfast" gelesen habe.Ich bekam das Prospekt schon vor ca.3 Wochen und habe seit 1 Woche eine "Mehler-Buckfast" im Ablegerkasten.Werde nächste Woche mal schauen,was die Königin macht.
    Kannst Du bitte nähere Angaben darüber machen,warum Du mit den Königinnen nicht zufrieden warst?Würde mich schon interessieren.
    Was mir an der Königin,welche ich bekommen habe aufgefallen ist,sie war meiner Meinung nach klein.
    Heute sind meine Königinnen (Nachzucht einer Buckfast F1 der Imkerei Wagner)geschlüpft und ich muß sagen,meine Königinnen waren nach dem Schlupf schon wesentlich größer als die begattete "Mehler-Königin" Ich möchte die "Mehler-Buckfast"hier (noch)nicht schlecht reden,denn ich weiß im Moment noch nichts über sie,da ich wie gesagt erst nächste Woche nachschaue.Außerdem kann ich mir wahrscheinlich eh kein Urteil erlauben,da ich mir nur eine einzelne Königin gekauft habe.
    Jetzt habe ich ja meine eigene Buckfast-Nachzucht und bin schon ganz gespannt,wie sich die Königinnen welche ich in 3-5 Wabenablegern habe entwickeln.
    Ich bin vor einer Woche bei Buckfast-Süd eingetreten und werde mir bei Bedarf künftig die Königinnen oder den Zuchtstoff von denen besorgen.Naja,mal wieder "leicht" vom Thema abgekommen,aber meine Frage weißt Du ja sicherlich noch.
    Über eine Antwort würde ich mich freuen.
    Mit imkerlichem
    Gruß
    "Dein Buckfastkollege"
    Dieter

  • Hallo Dieter,


    es ist natürlich immer so eine Sache, Herkünfte zu beurteilen. Ich kann ja hier nur über MEINE Erfarhungen berichten und das ist natürlich subjektiv. Dennoch habe ich noch einige Anmerkungen. Die Königinnen, die ich erhielt waren aus der Abstammung LH9346 (ich habe nochmal nachgeschaut). Jetzt bietet Mehler LH 9710 an. Das mag schon ein Unterschied sein. Diese Notierung entstammt dem skandinavischen System und benennt mit den Buchstaben den Züchter, dann das Geburtsjahr und dann eine züchterspezifische Kennnummer. Also wer ist LH? Ich habs nicht herausbekommen. Ich hab noch was zu mosern, welche Belegstelle nutzt Mehler? Warum läßt er sich nicht in der Buckfastzuchtregistratur eintragen? Ausserdem sind die Aussagen von Herrn Mehler über die Buckfast und deren Vererbung schlicht falsch (keine Nachzucht möglich, weil Aufspaltung usw. bla bla bla).


    Über die Größe der Königin würde ich mir keine Gedanken machen, so lange sie noch wie eine Könign ausieht :smile:. Die Cyprierköniginnen sind die kleinsten, aber mit hoher Legeleistung. Was mich an der Qualität störte war die absolut mangelhafte Entwickllung nach der Einweiselung in Ableger (Mitte Juni). Eine Königin ging gar nicht in Eillage, die anderen legten derart kleine Brutnester an, dass ich die Ableger im August noch mal verstärken musste um eine ausreichende Überwinterungsstärke zu bekommen. Nach dem WInter schaute es noch schlechter aus nur eine hatte überlebt und das nur im Miniformat. Alle Bemühungen die Königin zu aktivieren schlugen fehl. Also weg damit.


    In der Mehler Anzeige heisst es "durchlaufen strengste Qualitätsprüfungen". Welche denn? Eine Jungkönigin kann man doch erst so richtig im nächsten Jahr auf die Qualität prüfen.


    Du hast sicher den richtigen Weg gewählt, indem du der Buckfastgruppe Süd beigetreten bist. Dort erhälst du bestes, registriertes, echtes Buckfastmaterial. Versuch doch mal Zuchstoff vom Neuhauser zu bekommen, da wirst du Augen machen!!


    Meine ersten Buckis waren zufälligerweise auch vom Wagner. Und die haben mich überzeugt mit der Buckfast weiterzumachen. Auch die Nachzuchten waren sehr gut (siehe auch http://www.imkereischwarz.de ). Ich kann jedem nur empfehlen, Buckfast-Königinnen ausschließlich bei Züchtern zu kaufen, die sich registrieren lassen, sei es bei einer Züchtergruppe oder in der GdeB, denn da wird nur durchgezüchtetes Material abgegeben. In der Züchtergruppe Bayern organisieren wir demnächst auch einen Ringtausch zur anonymen Prüfung von Königinnen.


    So jetzt aber genug gemosert, sonst werde ich noch wegen Geschäftsschädigung angezeigt :smile:

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  • Hallo Reiner,
    vielen Dank für Deine Erläuterungen.Ich werd mich mal wieder auf das Thema "Mehler-Buckfast":o melden,wenn ich mehr weiß.
    Mit imkerlichem Gruß
    Dieter

  • Hallo, Reiner,
    ich hab letzte Woche drei Kunstschwärme von Mehler gekriegt, und bin auf den ersten Blick sehr zufrieden damit.
    Sie sind zwar kleiner als meine Carnica, aber tatsächlich ganz erheblich sanfter.
    Wenn ich versucht hätte, Carnica so aus diesen Kisten rauszukriegen, hätte sich die Hälfte an meiner "Ritterrüstung" totgestochen. So aber: kein einziger Stich! :wink:
    Über die Qualität der Königin kann ich noch nichts sagen, aber sie bauen ihre Mittelwände aus wie die Teufel+ fliegen auch recht gut, trotz des besch... Wetters.
    Mal sehen, wie's wird.
    Von Mehler hab ich sie übrigens, weil ich im Dezember weder dieses Forum noch einen Bucki-Züchter kannte... :sad:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo zusammen
    im April 2001 habe ich mir eine LH9346 samt Kunstschwarm kommen lassen.
    Ich habe sie in einer Dadantbeute einlogiert und nur die ersten zwei Wochen gefüttert. Nach den 14 Tagen waren alle 11 Mittelwände und ein Baurahmen ausgebaut.
    Das Brutnest umfaßte schon 6 1/2 Waben.
    Die Königin und ihre Arbeiterinnen sind in der Tat sehr klein und haben eine wunderschöne Goldgelbe Färbung. Die Brutzellen der A. und D.- Brut im Baurahmen sind bedeutend kleiner als bei unseren normalen Bienen. Eigentlich plante ich, sie in diesem Jahr nach der Auswinterung in eine neue Beute einzuschlagen, mit Rähmchen ohne Mittelwand damit sie die Beute komplett mit Naturbau füllen, dazu kam es aber leider nicht mehr.
    Sie entwickelten sich sehr gut und ich habe sie auf 10 Dadantwaben eingewintert. Als Futter bekamen sie 25 Kg Zucker bei geschätzten 15 Kilo Eigenvorrat.
    Der natürliche Varroafall lag im September bei 1-2 Milben pro Woche. Eine Behandlung wäre eigentlich nicht nötig gewesen, trotzdem führte ich wie bei allen Völkern eine AS-Langzeitbehandlung nach Liebig durch.
    Anfang Februar wollte ich das Bodenbrett reinigen.





    Für eine genaue Durchsicht war es noch zu kalt, aber ich ahnte schlimmes.
    Ein paar Wochen später bestätigte sich mein Verdacht. Bis auf eine Handvoll Weiselloser Bienen war alles weg. :???:
    Das Futter war verbraucht und ich vermute mal, das sie einfach verhungert sind, und das bei rund 40 Kg Winterfutter.
    Sie ist extrem Sanftmütig und außerordentlich fruchtbar. Zum Ertrag kann ich nichts sagen. Ich habe keine Spättracht und die Frühtracht ging für den Volksaufbau drauf.
    Die Zehrung im Winter ist entweder unvorstellbar hoch, oder sie wurden ausgeraubt. Ich vermute mal, das sie durch ihre übergroße Sanftmut keinen richtigen Verteidigungsreflex mehr haben. Man kann Tiere auch überzüchten.
    Ich werde wohl keine weiteren Versuche mit dieser Biene machen, nicht zuletzt weil das Pedigree von Mehler höchst unbefriedigend ist.
    Es endet mit der Begattung der LH9346 auf Hanö im Jahre 1993. Mehler hat also damals seine Zuchtmütter von der Insel Hanö bekommen und Züchtet oder Vermehrt seitdem auf seiner eigenen Belegstelle. Was er in diesen 8 Jahren gemacht hat ist unbekannt. Er gibt darüber keine Auskunft. Auch eine Leistungsbewertung ist nicht zu bekommen.
    Alle die jetzt die LH97xx haben: Es wäre sehr hilfreich, wenn ihr hier regelmäßig über die Entwicklung eurer Bienen schreiben würdet. Insbesondere Ein- und Auswinterung und besonders der natürliche Milbenfall würde mich außerordentlich interessieren. Wer ein Mikroskop hat, möge auch mal die Milben untersuchen, ich konnte mehrfach amputierte Milben feststellen.


    Viele Grüße --- Harry ---


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Harry am 2002-05-16 00:51 ]</font>

  • Hallo Harry und all die andern,
    das was du da beschreibst mit deiner sogenannten "Buckfast" habe ich auch schon erlebt.
    Das waren keine Buckfast, ich wußte das auch,es waren Lingustica.Deine sind auch Lingustica gewesen. Die echte Buckfast aus Schweden ist sehr Winterfest.
    Ich habe mir 20 Schwärme gekauft,mann waren das Bienen.Ich war schon versucht meine Buckfast wegzuschmeißen:))!Aber bin eines besseren belehrt worden.
    Die Schwärme bekam ich genau am 1.Mai.Beim einschlagen in die Beute (Dadant)regnete es wie aus Kübeln.Der Futtertrog den ich auf jede Beute gelegt hatte war innerhalb von 10 Min.voll Wasser.
    Die Schwärme wurden flüssig gefüttert und bauten innerhalb von einem Monat einen Dadankasten voll Mittelwände (12 St.) aus und hatten sehr viel Brut.Ich mußte sie aber unaufhörlich füttern,da bei uns fast keine Tracht war.Die Königinnenen waren Riesen und so eintschloß ich mich sie zu überwintern, da sie im August sich für den Wintersitz fertig machten.Ein riesen Fehler.
    Sie bekammen ca.30 kg. Flüssigfutter und hatten noch einiges an Vorrat.
    Der Winter war bei uns sehr streng.Im Januar lebten alle noch,im Februar die Hälfte und im April noch ganze 4 Stück!!Die hatten aber über den letzten Sommer sich eine neue Königin gezogen und waren Standbegattet.
    Jedes Volk!!!hatte noch ungefähr zwei Hände voll Bienen.
    Ich kaufte mir im gleichen Jahr nochmal 20 St. ich konnte es ja nicht glauben.
    Die Entwicklung bestens.
    Bin diesmal nur etwas schlauer gewesen und weiselte die Völker am 08.08 mit in Mini-Plus gezogenen Buckfastköniginnen(Reinzucht) mit Bienen um.
    Honigaufsatz über Zeitung Mini-Plus mit Königinn und 15 kg Apifonda auf die Völker, nach zwei Wochen kontrolle und entfernen des Mini-Plus. Am 15.09 Nachschau und blankes Entsetzen.Es waren nur noch Buckfastbienen mit Königin in den Beuten.Keine einzige Lingustica trozt beim umweiseln Brut in allen Stadien und in allen Altersgruppen Bienen vorhanden waren.Die Völker oder sagen wir lieber Ableger hatten nur noch auf 6 Waben Bienen und ca.4-5 Waben Brut.Diese Minivölker überlebten alle und explodierten im Frühjahr.Meine Schlußvolgerung: Die Lingustica ist sehr kurzlebig!!
    Schade um die Biene aber so etwas kann ich nicht gebrauchen.Ich züchte lieber meine Buckfast weiter.
    Habe mir im April zur Probe und zum Mitreden 10 Carnicavölker gekauft. Vergiss es.Die Schwärmen wie der Teufel.Am Anfang brachten Sie noch gut Honig und jetz.
    Nein Danke mein Bedarf an Versuchen ist gedeckt.
    Gruß an alle
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo, Heike,
    würdest du mir empfehlen, diese Kunstschwärme sofort umzuweiseln auf richtige Buckis?
    Allerdings verkaufen die meisten Züchter erst in vier bis sechs Wochen begattete Königinnen...
    (Dieses Topic darf mein Mann aber nicht sehen, sonst krieg ich wieder Theater wg. Geldausgeben...) :wink:


    _________________
    Gruß aus dem Sauerland, Sabi(e)ne


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: sabi(e)ne am 2002-05-16 11:57 ]</font>

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  • Hallo beisammen,


    das sind ja alles hochinteressante Erfahrungen, auch wenn sie nicht positiv waren. Irgendwie passt das alles zu meinen bis dato aufgebauten Vorurteilen Mehler gegenüber :smile:


    Harry, deine Bienen (angebl. LH9346 waren goldgelb? Hmmm..., ich habe noch nie eine goldgelbe Bucki gesehen. Meine LH9346 war eher schön orangefarben. Schön waren sie schon ... Irgendwie glaube ich dir wurde da eine Ligustica-Hochzucht untergejubelt, da legte und legt man immer noch auf ein schönes Gelb grossen Wert.


    Heike, da können wir wohl immer wieder froh über "unsere" Bucki sein, respektive über den Schatz den wir von Bruder Adam vermacht bekommen haben. Über die Kurzlebigkeit hat er mja noch zu Lebzeiten geschrieben und bedauert, was aus der Ligustica verzüchtet wurde.


    Sabine, du hast mich zwar nicht gefragt, entschuldige also bitte mein Einmischen. Ein Umweiseln ist sicher nicht das Schlechteste. Frage doch mal bei Jos Guth nach, der sitzt in Luxemburg und kann schon etwas früher mit dem Züchten beginnen als manch anderer. Vielleicht hast du da Glück, auf alle Fälle würdest du dort "echtes" Buckfast-Material bekommen. Oder hat Heike schon was in petto??


    Eine Frage an alle Leser:
    Hat denn jemand GUTE Erfahrungen mit der Buckfast von Mehler? Dann bitte melden und beschreiben!

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  • Bestätigt sich doch wieder mal: Hier im Forum ist in einem Monat mehr los als in unserem lahmen Imkerverein seit der Gründung (glaube das war 1870)! Die Beiträge hier sind wirklich interessant (auch wenns mal Streit gibt), ich komme aus dem Staunen über so viel geballtes Wissen gar nicht mehr raus!
    Ich merke schon: Für mich noch ein weiter Weg, aber jeder hat ja mal irgendwann angefangen!

  • Hallo Imkerkolegen !


    Auch bei mir schneidet die Buckfast in diesem Frühjahr deutlich besser ab als die Carnica (Erträge sind aber gleich gut). Kamen zwar etwas später in Gang, aber nicht eines meiner 34 Buckfastvölker ist in Schwarmstimmung obwohl sie 44 bzw. 55 Waben DN besetzen. Bei den Carnica Völkern ist bald jedes zweite in Schwarmlaune ! Ich werde zur nächsten Saison hin die Buckfast deutlich übergewichten.


    Grüße Frank

  • Hallo, alle!
    Ja, unter "lederbraun" hatte ich mir eigentlich auch was anderes vorgestellt als dieses gold-gelb-orange mit altrosa Flügeln.
    Wenn ich's hinkriege, mach ich morgen ein Foto und stell's rein.
    Der "Abstammungsnachweis" war ein Witz; wenn wir unsere Pferde so verkaufen würden, flögen wir hochkant aus dem Verband...
    Immerhin hatte ich ja schon mitgekriegt, wie eine echte Pedigree aussehen sollte!
    Aber sie sind trotzdem extrem lieb, egal, was sie jetzt tatsächlich sind.
    Schade, daß es noch keine preiswerten Methoden für genetisches Fingerprinting gibt,
    weil wenn ich beweisen könnte, daß es keine Buckis sind, würde ich ihm eine Klage anhängen: ihr erinnert euch, seit dem 1.1. sind die Haftungsbedingungen für Verkäufer erheblich verschärft!
    Wenn das Buckis sein sollen, müßten sie unseren relativ schlappen sauerländer Winter locker mit 20 kg überstehen; meine Carnica kommen jedenfalls hin, falls es im März nicht wochenlang regnet.
    Danke, Reiner, für die willkommene Einmischung! Ich möchte gern Bucki-Königinnen kaufen, aber bitte diesmal mit echtem Stammbaum. Zwei der kunstschwärme und sechs von meinen Carnica-Ablegern will ich umweiseln; die Carnica haben mir dieses Jahr echt den Rest gegeben. Ich bin seit drei Wochen nur noch am Schwarmzellen ausbrechen, aber HonigMW ausbauen tun sie trotzdem nicht, weil alle im Dusel! Wenn ich dieses Jahr insgesamt auf einen Durchschnitt von 25 kg komme, kann ich aber schon sämtlichen bekannten und unbekannten Göttern danken!
    Diesmal lag es nämlich eindeutig nicht nur am Wetter, sondern so auffällig am Schwarmtrieb wie noch nie!
    Ich war mit diesen Sauerländer Dorfkreuzungen noch nie ganz gl+ücklich, aber bis letzten Herbst wußte ich ja noch nicht mal, daß es Alternativen gibt.
    Jetzt mit Mehler so voll in die Sch... gegriffen zu haben, tut im Geldbeutel weh, aber trotzdem werde ich es weiter versuchen.
    (Obwohl ich denke, Leute mit solchen Methoden sollten sehr öffentlich geächtet werden! Es ist Kundenverarschung in Reinkultur und das kann ich absolut nicht leiden!)

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