• Entschuldigung für meinen Satz 1 in #27. Er ist mißverständlich, da er sich auf Sirup im allgemeinen Gebrauch (v.a. bei der Haltbarmachung von Lebensmitteln) bezieht, nicht jedoch auf OX. OX in Wasser (OX-dihydrat) bedarf selbstverständlich keiner Stabilisation, schon gar nicht durch Zucker. Im Gegenteil: Letzterer ergibt ja erst die Probleme mit der Haltbarkeit. Da hat beemax völlig recht!

    Nicht umsonst rät die LWG Bayern/Fachzentrum Bienen dazu, den Zucker erst unmittelbar vor der Anwendung zuzumischen und die fertige Lösung innerhalb weniger Tage zu verbrauchen wegen der spontanen HMF-Synthese unter dem Einfluß von OX (Folie 3 unten):

    https://www.lwg.bayern.de/mam/…C3%A4ure_fzbienen2012.pdf

  • Hallo!

    In der Packungsbeilage von Oxybee steht: "Wartezeit Honig: Null Tage".

    Wie ist diese Aussage zu verstehen?

    Gleichzeitig steht da: Nicht anwenden während der Tracht.


    Heißt das, die Regel vor dem 31.12. die Oxalsäurebehandlung abzuschließen gilt bei Oxybee nicht?


    Danke für eine Antwort!

  • Danke für Deine Antwort, beemax.

    Ich wurde von einem neuen Imker ganz erschrocken danach gefragt. Er hatte die Produktbeschreibung so verstanden, dass er mit Oxybee quasi immer behandeln kann. Daher hat er bisher noch keine Winterbehandlung gemacht und war überrascht gestern im Verein zu hören, dass es bis zum Ende Dezember abgeschlossen sein sollte.


    Ich habe keine Erfahrung mit Oxybee oder Bienenwohl und habe auch von dem französischen Hersteller heute keine Antwort dazu erhalten.

  • Ja die Wartezeit ist einzuhalten. Was die Wartezeit meint, wird z.B. auf der Seite von Die Honigmacher erklärt. Nur gibt es hier auch nicht das Beispiel mit 0 Tagen Wartezeit, aber es gibt mehrere Mittel mit 0 Tagen Wartezeit. Man kann sich aber nur schwer vorstellen, schon am Tag nach der Behandlung die Honigräume aufzusetzen. =O

    3 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive

  • Danke für Deine Antwort, beemax.

    Ich wurde von einem neuen Imker ganz erschrocken danach gefragt. Er hatte die Produktbeschreibung so verstanden, dass er mit Oxybee quasi immer behandeln kann. Daher hat er bisher noch keine Winterbehandlung gemacht und war überrascht gestern im Verein zu hören, dass es bis zum Ende Dezember abgeschlossen sein sollte.


    Ich habe keine Erfahrung mit Oxybee oder Bienenwohl und habe auch von dem französischen Hersteller heute keine Antwort dazu erhalten.

    Oxybee kann wie alle anderen OS-Produkte verwendet werden. Sein einfaches, effektives und weniger OS wird für die Behandlung benötigt. Nur 5-6ml in jede Wabengasse.



    http://www.veto-pharma.de/varroabekampfung/70-oxybee.html

    https://www.ema.europa.eu/docu…roduct-information_de.pdf

    http://www.veto-pharma.de/varroabekampfung/70-oxybee.html


    Viele Grüße, Patrick

  • Momment, ich habe mir mal die Zusammensetzung angeguckt, was soll denn das sein? Das ist ja nicht anderes als Oxuvar, nur das man die halbe Menge an Zucker verwendet und dafür dann Glycerin mit in der Lösung hat um den fehlenden Zuckeranteil auszubügeln.

    5-6 ml braucht man ja auch pro Wabengasse bei Oxuvar und da die Konz. bei beiden gleich ist, trägt man auch nicht weniger Ox an, wie behauptet.

  • Danke für Deine Antwort, beemax.

    Ich wurde von einem neuen Imker ganz erschrocken danach gefragt. Er hatte die Produktbeschreibung so verstanden, dass er mit Oxybee quasi immer behandeln kann. Daher hat er bisher noch keine Winterbehandlung gemacht und war überrascht gestern im Verein zu hören, dass es bis zum Ende Dezember abgeschlossen sein sollte.

    Abgesehen vom rechtlichen Rahmen frag ich mich ja, ob der nicht noch ein wenig erschrockener dreinschauen sollte, wenn er erfährt, daß das alles nicht in die Brut wirkt?

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo rase,

    über die Brutfreiheit haben wir gesprochen, er weiß das. Er hatte bisher keine feststellen können.

    Das war schon im Winter 17/18 hier (Mittelhessen) bei sehr vielen Völkern so. Bisher ist es auch in diesem Winter bei uns noch nicht richtig kalt geworden/gewesen.


    Wie man damit bzgl. der Oxalsäurebehandlung umgeht - dazu gibt es ja verschiedene Meinungen. Mich hat es überzeugt, trotzdem träufelnd zu behandeln und dies auch zu tun, ohne die Brut aufzureißen.

    (Der Befall in meinen Völkern ist glücklicherweise teils unter der Schadschwelle, teils nur gering darüber. Ich behandle während des Jahres biotechnisch.)


    Verstehe ich es also aus Euren Antworten richtig:

    Die "goldene Regel", dass eine Oxalsäurebehandlung bis spätestens 31.12. erfolgt sein muss, ist mit Oxybee und ähnlichen Präparaten hinfällig?

    Man kann bis zum Einsetzen der Tracht behandeln, also unter Umständen bis in den Februar?

  • Können kann man vieles, ist nicht alles klug zu tun.

    Man kann bis zum Einsetzen der Tracht behandeln, also unter Umständen bis in den Februar?

    Die Frage kannst Du dir selbst beantworten. Falls doch nicht, eine Gegenfrage: In welchem zeitlichen Verhältnis stehen "brutfrei für sinnvolle Wirksamkeit von Oxalsäure" und "aufsetzreif bei Trachtbeginn"?

    Mich erstaunen die neuen Zulassungen mit "Wartezeit: Null Tage" sehr - das wird zuweilen sehr selektiv gelesen, bringt Imker auf schräge Ideen wie die Anwendung von Oxybee oder sogar MAQS im Frühjahr direkt vorm Aufsetzen der Honigräume, oder direkt nach der ersten Ernte.

  • Die Frage kannst Du dir selbst beantworten. Falls doch nicht, eine Gegenfrage: In welchem zeitlichen Verhältnis stehen "brutfrei für sinnvolle Wirksamkeit von Oxalsäure" und "aufsetzreif bei Trachtbeginn"?

    😂😂😂


    :thumbup:

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Die Frage kannst Du dir selbst beantworten. Falls doch nicht, eine Gegenfrage: In welchem zeitlichen Verhältnis stehen "brutfrei für sinnvolle Wirksamkeit von Oxalsäure" und "aufsetzreif bei Trachtbeginn"?

    Jepp - das war ein Denkfehler von mir.


    Mich erstaunen diese missverständlichen Zulassungsformulierungen eben auch.

  • Hallo,


    Verstehe ich es also aus Euren Antworten richtig:

    Die "goldene Regel", dass eine Oxalsäurebehandlung bis spätestens 31.12. erfolgt sein muss, ist mit Oxybee und ähnlichen Präparaten hinfällig?

    Man kann bis zum Einsetzen der Tracht behandeln, also unter Umständen bis in den Februar?


    Diese Frage kannst Du ja mal Deinem hessischen AmtsVet oder Lebensmittelkontrolle (NachbarBüro) stellen.


    Im Februar willst Du passend zur Durchlenzung / Massenwechsel dem Volk eine geben mit Oxalsäure ?


    Bitte .... überlegt doch mal ....

    ... verwendet "bewährte und zugelasse" Verfahren,

    wenn Ihr nicht wisst was Ihr da tut !


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.