• Ich stimme dir vollkommen zu. Es ist reine Politik, dass sie es ohne ausreichenden Grund gezogen haben. Ich war letzte Woche mit Dr. Pia Aumeier und sie hat sehr positive Tests mit das Verdampfen von Oxalsäure gemacht.


    http://www.imker-hechingen.de/…0Oxalsaeurebehandlung.pdf

  • Ich war letzte Woche mit Dr. Pia Aumeier und sie hat sehr positive Tests mit das Verdampfen von Oxalsäure gemacht.


    http://www.imker-hechingen.de/…0Oxalsaeurebehandlung.pdf

    ... tatsächlich ? - Das ist ja ganz erstaunlich 😏


    Es liest sich aber irgendwie völlig anders: "Sublimation geht nur bei Brutfreiheit (gut)... und ... brütend Völker sind gefährdet."


    Mmmh - was machen diese Imker falsch, wenn deren Bienenvölker immer wieder den Winter überleben; auch mehrere hintereinander ?

  • VorsichtBienen : Liegt diesen Tests ein Forschungsprojekt/-auftrag zugrunde oder ist das eine mehr oder weniger private Initiative? Ist es gar eine Vorstufe zur Zulassung der Sublimation -> entsprechende Anträge geplant?

    Kannst Du zu Ergebnissen etwas sagen? Gibt es Erkenntnisse, die über den Stand der Feldversuche der Fischermühle an 1.509 Bienenvölkern hinausweisen?

    http://www.imkerei-fischermuehle.de/fix/doc/OS0110.pdf


    Die Behauptungen von der Unschädlichkeit der OX-Träufelung für Bienen in dem von Dir verlinkten Artikel sind leider unzutreffend. Ich verstehe es nicht, denn die Autoren müßten doch wenigstens die Dissertation von Dr. Saskia Schneider kennen und berücksichtigen:

    https://d-nb.info/1080171177/34

    Für so minderbemittelt sollte man uns Imker nicht halten, daß man darüber nicht sprechen könnte...


    p.s.: Wir geraten mit der Sublimation OT. Man könnte das in diesem Faden weiter diskutieren, wenn er nicht geschlossen wäre Eisvogel :

    Bedampfen rechtlich gesehen

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  • Es liest sich aber irgendwie völlig anders: "Sublimation geht nur bei Brutfreiheit (gut)... und ... brütende Völker sind gefährdet."


    Mmmh - was machen diese Imker falsch, wenn deren Bienenvölker immer wieder den Winter überleben; auch mehrere hintereinander ?

    Polemisch und im Bumerang-Stil gesagt: Falsche Imker, die die falschen Kurse belegt haben, falschen Informationsquellen oder gar fremden Schulen anhängen - es gibt vieles, was man aus Sicht der Autoren falsch machen kann.

    Den Forschungsdrang der Autoren in allen Ehren, aber wo bleibt die fachliche Diskussion, der Austausch von Ergebnissen, sprich der wissenschaftliche Diskurs? Von den Ergebnissen der Experimente mit OX-Osinaltüchern habe ich außer (ebenfalls viel versprechenden) Ankündigungen nicht mehr viel gehört.

    Muß man sich angesichts des Fotos vom sublimierenden Autor Sorgen um dessen Augenlicht, speziell die Hornhaut seiner Augen machen, die mir gefährlich nahe an den OX-Schwaden scheinen? Da verstünde ich sogar etwaige behördliche Auflagen zu Anwendersicherheit (Säureschutzbrille) ein wenig besser...

  • Oxybee basiert auf einem Zuckersirup, der mit dem akariziden Wirkstoff OX angereichert ist (Zucker tlw. durch den Zuckerersatzstoff Glycerin ersetzt). Wie bereits gesagt, beschäftigt sich die Dissertation von Dr. Saskia Schneider mit den subletalen Wirkungen solcher Rezepturen (differenziert nach Formulierungen mit Zuckersirup im Vergleich zu Glycerinformulierungen) und weist folgende subletale Wirkungen nach (Zusammenfassung S. 145 ff.):

    - veränderte/verringerte Futteraufnahme

    - erhöhter Wasserbedarf (vermutete Übersäuerung infolge oraler OX-Aufnahme)

    - verringerte Brutpflege- und Flugaktivität

    - verkürzte Lebensdauer unter Labor und unter volksnahen Bedingungen


    Entsprechende Vorerkenntnisse faßt Dr. Schneider bspw. auf S. 17 ff. zusammen und verweist auf entsprechende Literaturquellen von 1998 bis 2008 z.B.:

    - irreversible Schäden an Verdauungs- und Exkretionsorganen, verringerte Futteraufnahme

    - verringerte Körperaktivität der Stockbienen

    - verringerte Brutpflege, dafür erhöhte Putzaktivität (Biene will den Ekelsirup am Körper ja los werden)

    - verminderte Lebenserwartung


    Es ist nicht verständlich und auch nicht akzeptabel, daß die beiden von VorsichtBienen erwähnten Autoren diese wissenschaftlich evaluierten Erkenntnisse in dem verlinkten Artikel von 2011 nicht nur verschwiegen, sondern geradezu in ihr Gegenteil verkehrt haben.

  • ......, daß die beiden von VorsichtBienen erwähnten Autoren diese wissenschaftlich evaluierten Erkenntnisse in dem verlinkten Artikel von 2011 nicht nur verschwiegen, sondern geradezu in ihr Gegenteil verkehrt haben.

    .... so wird "gearbeitet", um einer verquere Weltsicht zum Durchbruch zu verhelfen (.... man will ja damit Geld verdienen). "Fake News" vom Feinsten!

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Oxybee SPC:


    1. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG


    Eine Flasche mit 375 g Lösung enthält:


    Wirkstoff:


    Oxalsäure-Dihydrat 17,5 g (entsprechend 12,5 g Oxalsäure)

    Sonstige Bestandteile:


    Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.


    Eine Flasche mit 750 g Lösung enthält:


    Wirkstoff:


    Oxalsäure-Dihydrat 35,0 g (entsprechend 25,0 g Oxalsäure)


    Sonstige Bestandteile:


    Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.


    Ein Beutel mit 125 g Pulver enthält:


    Sonstige Bestandteile:

    Saccharose 125 g

    Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.


    1 ml gemischte Dispersion zur Anwendung im Bienenstock enthält:

    Wirkstoff:


    Oxalsäure-Dihydrat 39,4 mg (entsprechend 28,1 mg Oxalsäure)

    Sonstige Bestandteile:


    6.1 Verzeichnis der sonstigen Bestandteile


    Lösung:


    Citronensäure-Monohydrat

    Glycerol (85 %)

    Gereinigtes Wasser

    Pulver:

    Saccharose

    Anisöl

    Eukalyptusöl



    Kein Zuckersirup.


    Zucker stabilisiert nur das OS und stellt sicher, dass es bei kalten Temperaturen nicht schnell kristallisiert. Es hilft auch den Säuregehalt zu stabilisieren, die für effektiv benötigt wird.

  • Wasser (gereinigtes) + Saccharose ergibt einen Zuckersirup. Daran ändert sich auch nix, wenn noch Glycerol u.a. Stoffe dazugemischt werden.

    Die sonstige Bestandteile dürften auch nichts an den subletalen Wirkungen ändern, die in der verlinkten Dissertation beschrieben wurden.

    Man muß der Klarheit halber festhalten: Mit Zucker- bzw. Glycerolzusatz treten diese Nebenwirkungen auf, egal welche Gründe für den Zucker-/Glycerolzusatz genannt werden. Das Träufeln ist deshalb die für Bienen schädlichste Applikationsform und man muß die maßgeblichen Leute immer wieder und ernsthaft fragen, warum sie sich noch immer gegen die bienenverträglichste Darreichungsform (= Sublimation) verwahren.


    Gegen die Ansicht, Zucker stabilisiere die OX, spricht der Umstand und die Anweisung, einmal mit Zucker angemischte Behandlungsmittel schnell zu verbrauchen und Restmengen zu entsorgen.

  • Wasser (gereinigtes) + Saccharose ergibt einen Zuckersirup. Daran ändert sich auch nix, wenn noch Glycerol u.a. Stoffe dazugemischt werden.

    Die sonstige Bestandteile dürften auch nichts an den subletalen Wirkungen ändern, die in der verlinkten Dissertation beschrieben wurden.

    Man muß der Klarheit halber festhalten: Mit Zucker- bzw. Glycerolzusatz treten diese Nebenwirkungen auf, egal welche Gründe für den Zucker-/Glycerolzusatz genannt werden. Das Träufeln ist deshalb die für Bienen schädlichste Applikationsform und man muß die maßgeblichen Leute immer wieder und ernsthaft fragen, warum sie sich noch immer gegen die bienenverträglichste Darreichungsform (= Sublimation) verwahren.


    Gegen die Ansicht, Zucker stabilisiere die OX, spricht der Umstand und die Anweisung, einmal mit Zucker angemischte Behandlungsmittel schnell zu verbrauchen und Restmengen zu entsorgen.

    Nicht so schnell wie die meisten.


    6.3 Dauer der Haltbarkeit


    Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis: 2 Jahre.

    Haltbarkeit nach Mischen gemäß den Anweisungen: 1 Jahr


    Benötigt weniger als die meisten anderen Methoden mit OS.


    4.9 Dosierung und Art der Anwendung


    Zur Anwendung im Bienenstock.


    Dosis:


    Pro mit Bienen besetzter Wabengasse nicht mehr als 5 ml bis 6 ml der fertigen Dispersion zur Anwendung im Bienenstock anwenden. Die in einem Bienenvolk angewendete Gesamtmenge des Tierarzneimittels sollte 54 ml nicht überschreiten. Daher ist die pro Wabengasse angewendete Menge gegebenenfalls zu reduzieren, um die pro Volk angewendete maximale Gesamtmenge nicht zu überschreiten (Berechnung: Höchstdosis pro Volk/Anzahl der besetzten Wabengassen = x,x ml/Wabengasse).


    1. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG


    Eine Flasche mit 375 g Lösung enthält:


    Wirkstoff:


    Oxalsäure-Dihydrat 17,5 g (entsprechend 12,5 g Oxalsäure)

    Sonstige Bestandteile:


    Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.


    Eine Flasche mit 750 g Lösung enthält:


    Wirkstoff:


    Oxalsäure-Dihydrat 35,0 g (entsprechend 25,0 g Oxalsäure)


    Sonstige Bestandteile:


    Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.


    Ein Beutel mit 125 g Pulver enthält:


    Sonstige Bestandteile:


    Saccharose 125 g


    Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.


    1 ml gemischte Dispersion zur Anwendung im Bienenstock enthält:

    Wirkstoff:


    Oxalsäure-Dihydrat 39,4 mg (entsprechend 28,1 mg Oxalsäure)


    Sonstige Bestandteile:


    Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.


    1. ANHANG I ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES TIERARZNEIMITTELS


    125 g Saccharose ergibt einen Zuckersirup? Der Sirup, den ich kaufe, hat 85%.

  • ich denke auch, das die Kombination von Zucker&Glycerin eher eine Verschlimmbesserung bzgl der Nebenwirkungen ist. Besonders wenn es wie in einem Test im Sommer (zwar brutfrei, aber mit Jungbienen) geträufelt oder gesprüht wurde.

    Niedrig dosierte Zuckerlösungen gehören in den Kühlschrank, ich dachte, das auch in der Anleitung gelesen zu haben. Da habe ich aber keinen Platz für Chemikalien!

  • Sirup soll qua definitionem durch seinen hohen Zuckergehalt unter Luftabschluss andere Substanzen auch ohne Kühlung lange haltbar machen. Die Lagerfrist von max. 1 Jahr gilt nur im Temperaturbereich von + 2 bis - 8 Grad!

    Wir müssen uns nicht über die Anwendungsvorschrift streiten:

    https://www.ema.europa.eu/docu…roduct-information_de.pdf

    Rein rechnerisch haben wir ein Verhätnis von 3 : 1 (Wasser zu (Zitat:) "aromatisierter Saccharose"). Wer nun glaubt, das sei ja nicht viel Zucker, der sei darauf hingewiesen, daß dies nur durch den Kniff mit dem Zuckerersatzstoff Glycerol erreicht werden konnte. Damit soll ja gerade erreicht werden, daß die TAM-Lösung noch besser als Zuckersirup und möglichst lange auf den Bienen klebt und nur schwer (durch Abschlecken) von ihnen zu entfernen ist - um eben eine möglichst lange Einwirkzeit auf die Milben(füße) zu erhalten. Daß damit die Gefahr besteht, den Bienen die Tracheenöffnungen zu verkleben (-> Erstickungstod) und daß die Bienen damit gegen ihr Normalverhalten gezwungen werden, das TAM oral aufzunehmen, sich damit Verdauungsapparat und Ausscheidungsorgane verätzen usw. - das findet man nicht in der Anwendungsvorschrift, sondern in der Dissertation von Dr. Saskia Schneider (s.o. Link) und in dem Fütterungsexperiment von IF Brüning, in dem er angefixte Bienen von der antrainierten Honig-Futterquelle vergrämte, indem er diese Futterquelle mit OX in der üblichen TAM-Konzentration versah. Nach nur 1/2 h war die Futterstelle verwaist, obwohl nur 20 m vom Bienenhaus entfernt (S. 3 oben):

    http://www.varroamilbe.ch/bericht1-new.pdf

    Wer einmal eine angetragen FuW 20m neben seinen Bienenstöcken stehen ließ, wird diese schnelle Vergrämungswirkung kaum für möglich halten...

  • Zucker stabilisiert nur das OS und stellt sicher, dass es bei kalten Temperaturen nicht schnell kristallisiert.

    Entschuldigung - das ist Blödsinn. Oxalsäure (die!) bedarf in wässriger Lösung keiner Stabilisation; denn sie ist in wässriger Lösung ausreichend stabil (über Tage) - ohne jeglichen Zusatz. Letztlich könnte es lediglich eine Lösungsverbesserung sein, da die Löslichkeit mit weiteren Zusatzstoffen eben zu- und nicht abnimmt. Das hat aber auch seine Grenzen - aber das würde zu weit führen.


    Ob Zucker- oder Glycolzusatz - es dient m.E. nur dazu, über eine weitere Zubereitung mit geringfügigem Unterschied zu bisher existierenden Mittelchen seinen Vertrieb zu sichern.


    Beste Grüße


    Rainer