Kontrollbehandlung mit OSX - wie funktioniert das?

  • Ich habe jetzt einige Male in den letzten Tagen das Stichwort "Kontrollbehandlung mit OSX-Bedampfung" in diversen Fäden in Nebensätzen gelesen, und mich gefragt, wie das funktioniert.

    Was ich mir zusammenreime:

    Man bedampft ein Volk und zählt, was noch so an Milben fällt, und daraus schließt man dann auf den Gesamtbefall - weil ja runterfällt, was auf den Bienen sitzt.

    Dazu stellen sich mir aber diverse Detailfragen:

    * Wie beurteile ich nach welchen Kriterien den Milbenfall nach der Bedampfung?

    * Ich mache vermutlich nur eine Bedampfung?

    * Über welchen Zeitraum zähle ich denn die fallenden Milben nach der Kontrollbehandlung?


    Man merkt schon: Mein Hauptanliegen ist die Auswertung und Beurteilung dessen, was man nach einer Kontrollbehandlung auf der Windel an Milben findet.

    Vielleicht hat ja jemand Lust, das mal etwas näher zu erläutern.

    Herzlichen Dank und viele Grüße

    Ralf

  • Hallo!


    Ich versuch mit einer Hauptbehandlung auszukommen.

    Heuer wurden die meisten Wirtschaftsvölker mit totaler Brutentnahme + Fangwabe

    von der Milbenlast befreit.

    Im September werd ich meist unruhig und bedampfe die Völker mit Oxalsäure.

    Könnte man auch als Kontrollbehandlung bezeichnen.

    Fallen dabei weniger als 50 Milben bin ich beruhigt, fallen mehr muss ich mich zwischen einer zweiten Oxalsäurebehandlung oder Ameisensäurebehandlung entscheiden.

    Die Bodeneinlagen bleiben 7 Tage drinnen, danach stellt sich wieder der natürlich Abfall ein.


    Schöne Grüße Sepp

  • Ja bei Brutfreiheit reicht 1x Ox bedampfen. Wenn dabei sehr viele Milben fallen (+500) würde ich nach einer Woche nochmal bedampfen.

    Wenn im November/Dezember die ersten Nachtfröste kommen und es danach nicht wieder mehrere Tage +10 Grad warm wird, ist bei meinen Völkern nach 21 Tagen Brutfreiheit.

  • Ist Apples Betriebssystem toxisch für Milben?


    Ich zähle meist nicht mehr detailliert. Wenn nach einer Bedampfung kaum Milben auf dem Einschub liegen, also vielleicht zehn bis zwanzig, dann gehe ich davon aus, dass sich Ameisensäure nicht lohnt. Trotzdem mal wieder prüfen, vielleicht zwei, drei Wochen später.

    Wenn so zwanzig, dreißig Milben da sind, dann ein weiterer Test ein paar Tage später.



    Klassischerweise kamen die ersten Nachtfröste in unserer Region immer so gegen Mitte Oktober. In den letzten Jahren fiel das aber öfter weg.


    Andererseits meine ich mich zu erinnern, dass trotzdem viele Völker Ende Oktober eine brutfreie Phase haben, dann aber manchmal wieder anfangen.

  • Hm, eigentlich wären 80% in der Brut. Viele Völker haben im September schon ein kleineres Brutnest.

    Bei 50 Milben Machbuch mir noch nicht so den dicken Kopf.

    Es kommt drauf an, was da genau anliegt:

    Noch 3 BW und ein fettes Volk, dann ist das OK. Ist es ein Jungvolk mit noch 4 Waben Brut und größere Flächen, dann ist die 50 schon eine andere Zahl.

    Die Schadgrenze liegt um etliches höher. Man muss auch mal was aushalten können und sich klarmachen: milbenfrei geht nie!

    Also Brutfrei heut wg der besseren Effektivität abwarten.

    Sonst könnte man eigentlich immer weiter. Denn es schlüpft noch weiter was und die Brutflächen schrumpfen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper