Ableger stark genug - mehr Futter als Bienen :-(

  • Hallo liebe Gemeinde,

    ich habe mal eine Frage wegen meiner ersten selbst gebildeten Ableger.

    Info:

    Die Brutwaben entnahm ich meinen Zanderwirtschaftsvölkern. Ziel war/ist es auf Zadant einräumig umzustellen. In der Zadantkiste befinden sich jetzt Zander und Zadantwaben.

    Diese habe ich über das Jahr mit jeweils 2 Brutwaben gebildet. Nach 9 Weisellosen Tagen wurde eine neue Königin mit dem Volk vereinigt. Dies hat bis auf ein Volk immer geklappt.

    Die Ableger entwickelten sich über den Sommer hinweg sehr gut. Sie saßen auf 7-8 Waben Zander / Zadant. Brutwaben waren 4-5 je Ableger vorhanden.

    Im August begann ich das Volk mit Apiinvert(4kg) einzufüttern. Nach einer 14tägigen Urlaubsreise erfolgte diese Woche die Durchsicht. Eigentlich wollte ich nachfüttern...

    Mit Erstaunen musste ich feststellen, dass das Brutnest nur noch auf 1-2 Waben zu sehen ist. Die restlichen Waben sind Randvoll mit Futter und Bienen...

    Ich konnte beobachten wie die Bienen gelbgezeichnet zurückgekommen sind(evtl. Springkraut in der Nähe).

    Gegen Varroa wurde mit Milchsäure bei der Bildung und jetzt 2mal mit AS (Schwammtuch - 30ml 60%) behandelt.

    1. Haben so kleine Einheiten eine Chance, oder würdet ihr die Ableger vereinigen?

    2. Was mache ich mit den Königinnen?

    3. Macht es Sinn evtl. weitere Brutwaben in das Volk zu hängen. Könnte ja einen Zanderableger kaufen und die Ableger stärken.

    4. Kann ich so rechnen, dass pro besetzter Wabe mit Bienen je 2 kg Futter benötigt werden?

    5. Das Wetter ist ja noch super gemeldet.

    Vielen Dank und Gruß

    Andreas

    Jungimker

    Zander und Zadant, Einräumig

    Rheinland-Pfalz

    Donnersbergkreis

  • Hallo,

    Gegen Varroa wurde mit Milchsäure bei der Bildung und jetzt 2mal mit AS (Schwammtuch - 30ml 60%) behandelt.

    Wann war "bei der Bildung" und "jetzt" heißt wirklich jetzt?


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Mit Erstaunen musste ich feststellen, dass das Brutnest nur noch auf 1-2 Waben zu sehen is

    Nach Anwendung der AS-Schwammtuch- "Handgranate" kann das durchaus sein. Auch jahreszeitlich kann das durchaus sein. Anscheinend gab es Tracht, denn von den 4 kg im August kann das Futter nicht sein. Nach ggf Wegfall von junger Brut und Brutpause durch AS werden freie Zellen erstmal mit offenem Futter befüllt. Das kann sich wieder ändern.



    1. Haben so kleine Einheiten eine Chance, oder würdet ihr die Ableger vereinigen?

    Was bedeutet denn nun konkret "so kleine Einheiten"?

    Es kommt nicht auf die größe des Brutnestes an, sondern auf die Bienenmasse.

    Hat die so deutlich abgenommen?

    Wieviele Wabengassen besetzen sie denn?

    War viel Milbenfall festzustellen? Gibt es Bienen mit Krüppelflügeln? (morgens gucken und vor der Beute auch)


    Also: Wenn Du da im Prinzip ein gesundes Volk oder Jungvolk hast, dann reichen an Überwinterungsminimum 5000 Bienen. Das ist aber keine Komfortgröße, sondern Überlebensgrenze.

    Wenn beide Einheiten an dieser Grenze oder nur kurz drüber sind, dann ist es eigentlich immer besser, die zu vereinen und eine fette Einheit einzuwintern.


    Wenn dabei eine Königin über ist, dann muss Du die in den Königinnenhimmel schicken oder verschenken.


    Brutwaben zuhängen von einer weiteren Kleineinheit bzw diese Auflösen und anderen Zugeben ist zwar möglich aber eben nur, wenn hier wirklich alles in Ordnung ist.

    Sonst besser diese beiden Fragezeichen vereinen und einen weiteren, gesunden Ableger kaufen, den aber heile lassen!


    Bei Zandant 2 kg pro voll besetzter Wabengasse haut hin, ja.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper