Wofür nutzt Ihr den zweiten Standort?

  • Ich habe 3 Standorte, die knapp 2km und 400m entfernt sind!

    Ürsprünglich dachte ich auch, dass ein Standort nur für die Ableger bestimmt ist. Das hat sich aber als nicht tragbar erwiesen, denn der 2km entfernte Stand ist zwar bei mir hinter dem Haus, aber so steil, dass es keinen Spaß macht das Material und alles andere da immer hoch zu transportieren.


    Jetzt sieht es so aus, dass ich meine 12 Wirtschaftsvölker auf die 3 Standorte verteilt habe. Einer davon ist der Hauptstandort für die Ableger. Allerdings stehen auch einige Ableger und die ganzen Minis an den beiden weiteren Standorten verteilt!


    Die kurzen Distanzen zwischen den Plätzen zur Ablegerbildung, ist aber kein Problem! Ich halte mich da an die Beiträge in

    Umsetzung von Beuten auf kurze Distanz


    Das ganze ist sieht für nicht eingeweihte etwas durcheinander aus, aber ich komme dank Notizen gut zurecht!


    Bei 2 Standorten gibt es Lagermöglichkeiten, am dritten nicht! Ich habe deshalb immer einen Eimer mit Stockmeisel, Besen, Smoker, Handschuhe, Zarge mit Rähmchen und Imkerjacke im Auto!

    Meine Familie findet das nicht so toll, da der Kofferraum doch recht klebrig und schmutzig wird!


    Meistens hat man doch etwas vergessen und da nervt es schon, auch bei so kurzer Entfernung, nochmals was holen gehen zu müssen!


    Fazit:

    -- 2 Standorte sollte man schon haben

    -- sie müssen nicht unbedingt 3km entfernt sein

    -- Lagermöglichkeiten sollte es an beiden Ständen geben, damit man nicht immer an alles denken muss


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Ich habe von Anfang an zwei Stände, die Luftlinie nur einen Kilometer auseinander liegen. Da das Gelände dazwischen aber sehr waldig ist habe ich bei Ablegerbildung nie einen Flugbienenverlust bemerkt. Ein Berufsimker sagte mir einmal, dass durchgehend hohe Bebauung oder Wald die Orientierung der Bienen so erschwert, dass auch Entfernungen deutlich unter 3km ausreichen können.


    Die Stände hatte ich zunächst einfach aus Platzgründen (mehr Völker im Garten will ich meiner Familie nicht "zumuten"), mittlerweile aber auch, wegen der sich deutlich unterscheidenden Tracht - Ein Stand liegt in einer Garten- und Parklandschaft, der andere am Waldrand, und dementsprechend sind die Honige vom Waldstand immer mit einem hohen Anteil Tauhonig.


    Hätte ich mehr Zeit würde ich gerne auch noch einen dritten Stand nutzen, diesen dann aber in Nähe eines Rapsfeldes haben wollen.


    Anfang dieses Jahres gab es bei uns im Verein eine Anfrage, dass ein (Nachfolge)Imker gesucht wurde, um auf einem unbebauten Grundstück mit etwa 1000m² Völker aufzustellen. Einzige Bedingung war ein Vorkaufsrecht für den Honig - ein Traum, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich nicht die Ressourcen, um Interesse zu bekunden.


    Beste Grüße


    Peter

  • ...Bei 2 Standorten gibt es Lagermöglichkeiten, am dritten nicht! Ich habe deshalb immer einen Eimer mit Stockmeisel, Besen, Smoker, Handschuhe, Zarge mit Rähmchen und Imkerjacke im Auto!

    Meine Familie findet das nicht so toll, da der Kofferraum doch recht klebrig und schmutzig wird!...

    Da wo ich keinen richtigen "Werkzeugschrank" habe deponiere ich den Smoker, Stockmeißel, Rauchmaterial usw. in einem leeren Magazin.

    Mein Auto ist ganz sicher nicht sehr sauber, aber ein Smoker ist für mich ein no-go im Auto!


    Gruß Jörg

    Imkerforumstreffen 2019 am 8.-10. März 2019 in Kleinlüder



  • Leider sind nicht alle Stände zueinander außerhalb des Flugradius.

    Trotzdem bin ich bemüht ein 4. Stand zu erkunden, um die Völker pro Stand auf max 6 zu minimieren und noch mehr Flexibilität zu haben.


    Liebe Grüße Bernd

    Hallo,

    meine wenigen Völker verteilen sich auf zwei Standorte. D. h. einer ist am Wohnort und der zweite ist außerhalb, aber außerhalb des Flugradius.

    Da ich die Völker am Standort jeweils einzeln aufstelle habe ich keinen seperaten Ablegerstand (bisher gehabt). Für den Fall, dass ich weiter mit Brutwaben-Ablegern arbeite erscheint mir ein Ablegerstand ratsam, da das Füttern dadurch weniger Aufwand an Zeit erfordert. (Bisher Zargenableger nach Warre)

    Was hat dich dazu bewegt, die Anzahl der Völker an einem Stand zu verringern? Das wäre doch interessant!

    Meine Völker stehen einzeln und kommen sich auch bei der Tracht scheinbar kaum in die Quere. Der Honig der einzelnen Völker, kaum 200 m voneinander entfernt, unterscheidet sich oft sehr stark (mit Raps / ohne Raps, reine Robinie / Mischung aus Robinie und xyz).

    Ich werde bei der Form der Aufstellung meiner Völker bleiben. Ich "glaube", dass es für die Bienen von Vorteil ist.

    Gruß

    Harald

  • Ich hab mir einen Ascheeimer von El Fuego gekauft, hier transportiere ich Smoker, Stockmeißel, Besen und Rauchmaterial.

    Klappt super, stinkt nicht (hatte es sogar mal für 4 Std. im Büro stehen) und falls der Smoker noch warm/heiß ist macht das auch gar nichts.

    Für mich super, da alles dabei ist und ich nur den Eimer mitnehmen muss.


    Grüße Heiko

    Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern ein gutes Leben.
    Sokrates
    (469-399 BC, Griechischer Ethiker und Philosoph)

  • Ich habe inzwischen auch mehrere Stände aber eigentlich nur weil

    a) da Leute wohnen, die unbedingt Bienen haben wollten und für den entsprechenden Mehraufwand aufkommen,

    b) ich da einen Honig ernten kann, denn ich bei a) nicht bekommen kann,

    c) es Risiken abpuffert wenn sie z.B. an einem Stand schlecht überwintern oder ein Sperrbezirk kommt oder Sturm/Fluten/Vandalen den einen verwüsten.


    "Brauchen" tu ich das nicht.

    Weder schleppe ich Ableger dorthin (die ich eh nur noch sehr selten mache), noch trenne ich Schwärme, Jungvölker oder weiß-der-Kuckuck was von wem.

    Ganz lehrreich ist das natürlich so in Bezug auf Unterschiede wie Varroadruck usw. aber wirklich brauchen tut man das meines Erachtens nur dann wenn die Imkerei entsprechend groß ist oder werden soll.


    Gerade wer Probleme hat, sich selbst und die Imkerei gut zu organisieren, geht spätestens dann baden wenn es mit Außenständen losgeht. Oft wächst dann die Imkerei noch unkontrolliert da man schnell feststellt, dass sich das ja gar nicht lohnt für 1,2,3 Völker zu dem Außenstand zu fahren. Oder noch schlimmer - dann wird unkontrolliert Bienenmaterial herumkutschiert, weil man Königin/Waben/Bienen an dem anderen Standort braucht.


    Außenstände sind organisatorische Herausforderungen die man erst dann angehen sollte, wenn man es an seinem Heimatstand verlässlich schafft, die Zahl der Bienenvölker zu begrenzen.

    M.

  • Warum ich wenige Völker an einen Stand bringe hat etwas mit Risikostreuung zu tun. Hast du einen Infect, dann ist das Risiko groß, das dein ganzer Stand betroffen ist, weiter oben wurde auch schon angebracht Seuche, Witterung und Vandalismus.

    Auch meine Völker stehen in Einzelaufstellung um den Verflug zu minimieren. Zum weiteren passen auf meinen Anhänger nur 6 Völker. Ist zwar ein sehr schwaches Argument, aber zumindest ein organisatorisches. Bei mehreren Ständen kannst du dann die Ableger des einen, auf den anderen Stand ohne Flugbienenverlust verbringen.

    Minimiere ich die Zahl auf 6 (zb 4xWV 2xAbleger) habe ich immer noch eine im Extremfall verfügbare 2er Reserve um mein Maxlimit von 8 einzuhalten.

    Es passiert immer etwas, womit man nicht rechnet. Da man das weiß, kann ich das versuchen irgendwie einzuplanen.

    Weiter sind meine jungen imkerlichen Erfahrungen noch nicht so gut, um einzuschätzen, was so ein Standort an Ertrag hergibt. Ich wandere in diesem Sinne auch nicht und betreibe die Stände das ganze Jahr über. Darum müssen sie auch gewisse Bedingungen erfüllen. Da dazu nicht gehört, direkt hinter der Beute parken zu können, wäre mir ein Stand mit 20 Völkern zu aufwendig und ich hätte nach 10 Beuten keine Lust mehr auf die Schlepperei.

    Weiter ist die landwirtschaftliche Bewirtschaftung des Umlandes von mir nicht beeinflußbar und so bin ich auf 3 bzw 5 Jahresryhtmen der Bauern angewiesen.

    Die Trachtangebote sind so an den 3 Standorten damit auch unterschiedlich. Einmal Stadtgebiet, Wald- und Sumpfgebiet mit Feldrandlage und zum weiteren eher Obstwiese mit Feldumrandung plus Wäldchen.


    Soviel meine Überlegungen zu den Limits.

    Und noch etwas, am Anfang, herje 2 Völker mache ich. Dann habe ich gemerkt 2 ist Mist, 5 sind besser. Naja dann war ich relativ schnell auf 10 und nun sind es über 20.

    Nun ist Schluß mit diesem "Wildwuchs", da ich effizient mit meinen derzeitigen Mitteln maximal nur 10WV händeln kann.


    Rest geht für meine Spezialführung, Königinnenvermehrung und Ableger drauf.


    Außerdem muss man seinen Betrieb immer wieder durchdenken und auf Zeit- und Mitteleffizienz hin optimieren und sich dabei überlegen, was will ich eigentlich.

    Sonst ist man schnell ein 2. rase.


    Liebe Grüße Bernd

  • Soviel meine Überlegungen zu den Limits.

    Und noch etwas, am Anfang, herje 2 Völker mache ich. Dann habe ich gemerkt 2 ist Mist, 5 sind besser. Naja dann war ich relativ schnell auf 10 und nun sind es über 20.

    Nun ist Schluß mit diesem "Wildwuchs", da ich effizient mit meinen derzeitigen Mitteln maximal nur 10WV händeln kann.

    (...)

    Sonst ist man schnell ein 2. rase.

    Du willst doch auch 'behandlungsfrei' Imkern, oder? Ich hab mich bei Deinen Ausführungen oft gewundert, wie Du das schaffst, aber wenn Du so die Völkerzahlen hochschraubst, ist die Milbe eh kein Thema. Ich drücke nur die Daumen, daß Du das auch so gut im Griff behältst, wenn die Völkerzahl mal konstant bleibt. Weil dann wird's spannend.


    Zum 2.Rase: Hier im Forum haben ganz schön viele Leute mehr Völker wie ich. Auch Hobbyimker! Die sind bloß nicht so laut. Aber das heißt nix. Ich bin der kleinste Berufsimker Deutschlands. Das will ich auch so, explizit.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Behandlungsfrei führe ich derzeit 8 Völker, der Rest ist konventionell.


    Ja rase, ich bewundere dich schon auf eine Art und ziehe den Hut vor deinem Weg + Erfahrungen und den damit verbundenen Entscheidungen.


    Du sagst ja auch immer, ob es richtig ist oder nicht, sehen wir im Frühjahr oder am Honigindex.


    Irgendwo kommt neben einer gewissen Art Idealismus, Selbstaufopferung und -ausbeutung auch die Grenze des Machbaren hinzu wie Zeit, Familie, Finanzen, Spaß, Infrastruktur.

    Die Reihenfolge ist jetzt allerdings nach meiner Wertigkeit gesetzt.


    Liebe Grüße Bernd

  • Lasst das mal den falschen Mitarbeiter beim FA lesen, dann werden alle Imkerei steuerpflichtig.

    Und wehe, die Leistung kommt nicht - da erhält der Begriff „Schwarzimker“ eine völlig neue Bedeutung.

    Grüße Ralf

  • Lasst das mal den falschen Mitarbeiter beim FA lesen, dann werden alle Imkerei steuerpflichtig.

    Und wehe, die Leistung kommt nicht - da erhält der Begriff „Schwarzimker“ eine völlig neue Bedeutung.

    Grüße Ralf

    Das steht doch aber so in der Zeitung oder hab ich da was falsch gelesen. ? Ob es denn so ist ....? Und manchmal lesen sie im FA auch Zeitung.