Wofür nutzt Ihr den zweiten Standort?

  • Liebe Imkerfreunde!


    Ich habe das große Glück, dieses Jahr einen zweiten Standort belegen zu können. 4 km Luftlinie von meinen 18 Völkern im gleichen Landkreis auf dem Betriebsgelände einer Agrargenossenschaft. Ich hatte zunächst nur an Ableger gedacht, aber dann dachte ich: besser jetzt Völker hinstellen, bevor sich da noch jemand was anderes überlegt. Also kommen da nächste Woche 5 Vollvölker hin. Ableger dort hinstellen im Mai geht doch trotzdem, oder? Platz ist da genug, ich dachte nur an Räuberei etc..

    Wie nutzt der Rest der Welt die Außenstelle, nur Ableger oder gemischt?

    Grüße Wiebke

  • Wie nutzt der Rest der Welt die Außenstelle, nur Ableger oder gemischt?

    ich hab verschiedenen Stände. Spart einerseits viel Arbeit, erfordert aber eine gewisse Logistik, weil anfangs fehlt immer was.


    Zweiter Standort sind Freiheitsgrade. KS zusammengefegt, eine Nacht Kellerhaft, fertig. Zwei Brutwaben mit Zelle, neuer Standort, dito. Zehn Kieler vereinigt plus 'ne Mutti & neuer Standort, dito. Wenn nur nicht immer die eine MW/Zarge/Futtertasche fehlen würde!


    Herzlichen Glückwunsch!

    :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wenn es möglich ist, dann trenne ich die Jungvölker von den Wirtschaftsvölkern.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Ich habe gleich im ersten Jahr unterschiedliche Stände nutzen dürfen. Wie rase schreibt, ist das hinsichtlich Ableger oder sonstigen Teilungen/Volksbildungen und dem Flugradius sehr praktisch.

    Aber ich habe mich als Anfänger oftmals ganz schön verzettelt, was wann wo zu machen ist. Dann habe ich immer irgendetwas vergessen und immer die Fahrzeit in meiner Zeitplanung vergessen. Das war alles sehr mühselig.


    Das sind aber alles lösbare Probleme, denke ich. Mit der Erfahrung wird das wohl besser werden. Und ich habe sehr schnell die Flexibilität schätzen gelernt.

  • Verzetteln ist tatsächlich ein Problem. Aber so einiges wird leichter. Mal eben halt aus dem Flugkreis bringen.


    Ich versuche es organisatorisch dadurch zu umgehen, dass ich das Material schon vorzeitig an die Stände bringe. Im März/April stehen dann da die Völker mit 2HR, ASG und Bienenflucht unter der Blechhaube und so weiter. Mitte April bringe ich den Kram für die Zucht an den entsprechenden Stand usw. TBE wird mindestens 1 Woche vorbereitet - irgendwas fehlt immer.

    Dann sehe ich auch frühzeitig, wo noch eine Flucht, ein ASG usw. fehlt. Für mich wichtig ist auch eine "Notfallbeute" am Stand für Kö-Ableger zur Schwarmzeit, oder Schwärme wenn die schneller waren.

    Die war bis jetzt auch spätestens mit der TBE besetzt - also rausgeschmissenes Geld ist es nicht.


    Hilft alles am Ende, verhindert aber nicht, dass man doch mal doppelt fährt. Ist schon toll 10km zum Außenstand zu fahren und festzustellen, dass man Futter und alles dabei hat, nur einem vom 8 Völkern die Futtertasche/Futterzarge fehlt.


    Ansonsten nutze ich die Stände aber gemischt. Ich habe an den Ständen normalerweise 2-3 Böcke für je 3-4 Völker. Da unterscheide ich aber zwischen Jungvölker und WV. So gibts halt Böcke für Jungvölker und welche für Altvölker. Im Herbst durch Vereinigung oder im Frühjahr durch den Verkauf wird dann jeweils ein Bock geräumt und dann gehts wieder los.

  • Den zweiten Standort - einen vernünftigen mit Anfahrtmöglichkeit - nicht zu tief im "off", wo man nur mit Allrad hinkommt, guten Trachtbedingungen, keine Randale oder Vandalismus etc. - ist sehr hilfreich. Derartiges suche ich schon länger. Man kann Bienenkisten so ziemlich überall platzieren - in Abstimmung mit den Eigentümern, aber etwas gut geeignetes zu finden ist nicht so ganz einfach. Meist sind die guten Plätze schon besetzt.

    Wenn es möglich ist, dann trenne ich die Jungvölker von den Wirtschaftsvölkern.

    Immer wieder werden mir Begattungseinheiten ausgeräubert, weil sie in der Trachtlücke nach dem Raps oder noch später noch nicht so richtig stark sind. Da hilft halt nur ein weiterer Standort. Ich werde dranbleiben....

  • Das sind aber alles lösbare Probleme, denke ich. Mit der Erfahrung wird das wohl besser werden

    Achso ... ja dann :lol::lol:


    Gibt`s da eigentlich einen Kurs? Ich würd mich schon mal anmelden :u_idea_bulb02:


    Wenn ich ja alle Zeit der Welt hätte und nicht auch noch zig andere Dinge, die zwar nicht sein müssen, die ich aber auch noch machen möchte, Zweit- und Dritt- und ...Hobby


    Vorgestern noch packe ich freudestrahlend und fleißig voll im Zeitplan bei meinen Eltern im Garten die Behandlungsutensilien aus - OX zu Hause liegen gelassen! :eek:

    Nebenher konnte ich mir noch eine Story von meiner Frau Mutter anhören, was mich voll ausbremste, den Kaffe sollte ich auch erst noch trinken, Hühnerfutter mitnehmen usw

    Auf der anderen Seite freuen die sich: mein Dad füttert hingebungsvoll und meldet komische Erscheinungen. Auch bin ich dann des öfteren dort, weil ich "Termine an den Bienen" habe.


    Zweitstand wird gemischt genutzt.

    Ich könnte dritt- oder auch viert-, an Örtlichkeiten würde es nicht mangeln,

    das schaffte ich nie, never :cool:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich hab nur im Spätsommer/Herbst ein par Bienen in der Firma. Ist eigentlich zu dicht dran (2,7km), aber zum EWK auflösen/vereinigen reicht es.

    Früher hat ich noch bei meiner Schwester auf den Grundstück Bienen, aber das hat sich nicht bewährt (Neubausiedlung, 10 km Fahrt …)


    Und ja, man muss sich eine Werkzeugtasche anlegen oder alles doppelt oder mehrfach vorhalten. Für einen älteren Menschen ist auch Konzentration wichtig.


    Grüße Ralf

  • Ich habe das große Glück, dieses Jahr einen zweiten Standort belegen zu können.

    Herzlichen Glückwunsch. Ich suche jetzt schon eine ganze Weile nach einem 2. Stand bzw. überhaupt einem Stand wo nur mir gehört. Hier bei uns am Bodensee ist das so gut wie ausgeschlossen was eigenes zu bekommen.

    Ich habe vor Kurzem einen 2. Platz benötigt, weil ein Volk von Wespen ausgeraubt worden ist. Danach hatte ich Ruhe von den Viechern, mein Volk war allerdings danach funtsch


    Grüße Heiko

    Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern ein gutes Leben.
    Sokrates
    (469-399 BC, Griechischer Ethiker und Philosoph)

  • Ich darf zwei Plätze der Stadt nutzen. An Stand 1 (im Garten) Wirtschaftsvölker und in Mini+ meine Zuchtkönigin. Stand 2 stehen 2 Ableger und Mini+ Reservevölker. An Stand 3 stehen 3 Schwärme und Ableger. Ich habe mir das so sortiert das ich kurze Wege fahren muss. Im Auto steht auch eine Kiste mit den wichtigsten Utensilien. Am Stand wird auf dem Handy notiert was beim nächsten mal mit muss und vergessen passiert trotzdem.

  • Am Stand wird auf dem Handy notiert …

    Moin,

    Ich bin jetzt wieder bei Karteikarte und Bleistift gelandet. Das ist unempfindlich gegen klebrige Finger und Kittharz und schreibt auch bei Kälte.

    Bisher haben nur einmal die Bienen die Karte weggefressen, darum wohnen die jetzt in einer Folientüte. Einmal war bei Sturm die Karte verweht…

    Grüße Ralf

  • Ich habe mehrere Stände und sie sind alle komplett mit den Basics ausgestattet (Beuten komplett außer HR, Werzeugkiste mit Smoker etc.).

    Im Auto habe ich dann immer noch eine Kiste mit Handwerkszeug, Zeichenutensilien etc. und einigen Reserveteilen (Leistchen, ASG, Schaumstoff).

    Und die Planung der Sachen, die ich zum jeweiligen Stand mitnehme ist mein persönliches Gehirnjogging... Mit wechselndem Erfolg.


    Gruß Jörg, etwas vergesslich