Wiegen der Beute wie?

  • Hallo Zusammen,


    immer wieder lese ich vom wiegen der Beuten...

    Nein ich habe keine Stockwaage (wäre nett eine zu haben - aber meine Frau steinigt mich bei den Kosten) - ist aber dann meist auch nur eine Momentaufnahme des Volks.

    Wie wiegt ihr mit der Kofferwaage?

    Könnt ihr mir das als Anfänger etwas genauer beschreiben?

    Ich will die Dinger doch nicht immer anheben.

    Die Zander Ableger auf einer Zarge kann ich ja schnell durchschauen, aber was ist bei 2 Zargen? (Vor allem enn es käter wird?

    Letztes Jahr haben wir einfach bei jedem Volk X Kilo Zuckerlösung eingefüttert.

    Jetzt an unserem einzigen bestehenden Wirtschaftsvolk 10l Api Invert + 2x 4 L

    Trotzdem schien mir relativ wenig Futter drin zu sein, es sind auch noch extrem viele Bienen und ein sehr großes Brutnest vorhanden zu sein...


    Deshalb jetzt die Frage nach dem wiegen....


    Danke für eure Hilfe


    ULI

    Genieße das Leben.

    Sei Dankbar und Glücklich.

  • Wie wiegt ihr mit der Kofferwaage?

    Könnt ihr mir das als Anfänger etwas genauer beschreiben?

    Ich will die Dinger doch nicht immer anheben.

    Genau das ist aber der physikalische Witz daran - die Waage zeigt nur was an, wenn du die Beuten anhebst. ;)

    Du musst sie dabei natürlich nicht einen Meter in die Luft heben. Im Allgemeinen hängt man die Kofferwaage einmal links und einmal rechts unter den Beuten-Boden und zieht nach oben, bis die Beute sich LEICHT anhebt, also vielleicht einen cm. Die beiden Ergebnisse addierst du, um das Gesamtgewicht zu erhalten. Links und rechts deswegen, weil das Gewicht nicht gleichmäßig in der Beute verteilt ist. (Einmal von hinten wiegen und das Ergebnis verdoppeln soll auch funktionieren, habe ich selbst noch keinen Vergleich angestellt.)

    Mein Kofferwaage hat unten einen Haken, der nicht so ideal unter die Beute greift, ohne abzurutschen. Daher behelfe ich mir mit einer großen Schraubzwinge, die ich unter der Beute entlang führe und am Boden fest zwinge, dann kann ich mit der Waage auf beiden Seiten die Zwinge greifen und anheben. Etwas umständlich, funktioniert aber.

  • Wie wiegt ihr mit der Kofferwaage?

    Könnt ihr mir das als Anfänger etwas genauer beschreiben?

    Grundsätzlich immer SuFu anbieten finde ich prinzipiell ja platt, aber in deinem Fall tu ich es. Bitte SuFu! :)


    Einmal vorn einhängen, vorsichtig anheben, Zahl merken. Einmal hinten einhängen, vorchsichtig anheben, ZAhl merken.

    Ergebnis = Zahl1 + Zahl2

    Hiervon Beutengewicht (Zargen, Boden, Deckel, Innendeckel, Rähmchen, Wachs, Futter, Bienen) abziehen, Rest wird ca. das Futter sein.


    Wenn noch nicht klar, SuFu. Vermutlich gibt es noch mehr Details, die der oder die eine oder andere noch anzumerken hat. So, wie oben, jedoch ist es durchaus zielführend.


    PS: Waren mindestens zwei schneller als ich!! :)

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  • Der Begriff Kofferwaage kann auch etwas missverständlich sein.
    Federwaage ist vielleicht etwas gebräuchlicher


    Und dann wie schon gesagt, jeweils links und rechts etwas anheben und addieren.

    Bei meiner rein mechanischen Federwaage habe ich noch von einem Schnellhefter die metallische Klammer an die Anzeige angebracht und so umgebogen, dass die Klammer sich noch bewegen kann.

    Somit kann ich nach dem leichten Anheben bequem das Gewicht ablesen.

  • Wenn ich links so anhebe, dass sich die Beute gerade so vom Boden löst, habe ich doch automatisch die gegenüberliegende Beutenkante als Drehpunkt, bzw. Lager.


    Wie soll ich denn andere Drehpunkte damit bekommen?


    Und ja, mir ist bewusst, das ein einfaches Addieren auch nicht zu 100% das richtige Gewicht liefert, aber als Übersicht und Kontrolle, ob genug Futter vorhanden ist, reicht es doch alle mal.

  • Wenn ich links so anhebe, dass sich die Beute gerade so vom Boden löst, habe ich doch automatisch die gegenüberliegende Beutenkante als Drehpunkt, bzw. Lager.


    Wie soll ich denn andere Drehpunkte damit bekommen?

    Nur dann wenn die Beute auf der gegenüberliegen Beutenkante steht.


    Einen anderen Drehpunkt bekommst Du, wenn Du Dir die Abbildung von Stefan mal genauer ansiehst.

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Meine Völker stehen auf Paletten. Ein Volk stand so, daß die Vorderkante nicht direkt auf einem Brett auflag, sondern 1 cm weiter vorne war.

    Ich wiege nur von hinten und multipliziere mit 2.


    Das besagte Volk wurde regelmässig beim einfüttern gewogen. Erst als das Zielfutter erreicht war, merkte ich, daß es vorne nicht richtig auflag. Der Drehpunkt war also zu weit hinten.


    Also richtig hingeschoben und neu gewogen -> siehe da, das Volk war gleich 3 kg schwerer und dementsprechend überfüttert.

    Hat's aber trotzdem gut über den Winter geschafft :)


    Servus,


    Alex

  • Am besten ist es, wenn man vor dem Füttern wiegt und dann einige Tage nach dem Füttern. Das spart viel Rechnerei für Gewicht von Beuten, Rähmchen... usw. Außerdem weiß man dann im Frühjahr durch Nachwiegen halbwegs, was noch an Futter übrig sein müsste.


    "Überfüttern" ist nur ein Problem, wenn damit die freien Flächen für Brut und Bienensitz auf leeren Waben für die kalte Zeit zu knapp werden. Ansonsten kann man auch 10kg zu viel drin haben. Das einzige, was dann nervig ist, dass man im Frühjahr so viele Futterwaben übrig hat.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Da meine Beuten auf zwei Opferlatten (schmale Lärchenholz Stäben) liegen, und ich in
    Richtung der Stäbe anhebe, bin ich somit immer automatisch am richtigen Auflagepunkt.


    Daher habe ich diesen Hinweis erst nicht verstanden, da ich davon ausging, dass alle so ein Opferholz nutzen und den Beutenboden nicht direkt auf der Auflage stehen haben.