Bekämpfung von Roßameisen

  • Hallo Imkerkollegen !
    Wer kann mir sagen wie ich am wirkungsvollsten Roßmeisen die sich in meinen Freiständen unter den Beuten (Holz)befinden bekämpfen kann. Ich habe erst vor ca. 2 Wochen einen Neuen Freistand in meinem Garten aufgestellt, die Füße des Freistandes wie bei allen anderen auf Waschbetonplatten getellt und mit Backpulver umstreut. Leider wirkt Backpulver nur zwei, höchstens vielleicht drei Tage, außerdem halte ich eine Gute Wirkung des Backpulvers für umstritten. Verzichten möchte ich gerne auf chemische Keulen. Absolute Sauberkeit ist auf meinem Bienenstand ein Muß, Wachsteilchen Brut,-oder Honigrestchen werden falls sie auftauchen sofort von mir entfernt. Bitte um schnelle Hilfe ! Noch ein Hinweis. In unmittelbarer Nähe meines Bienenstandes befinden sich auch Waldameisenkolonien ! Also bitte nur Tips ohne Chemie.


    Viele Grüße
    Michael H


    _________________



    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Michael H am 2002-05-08 21:27 ]</font>

  • Hallo,


    stelle die Füsse deines Freistandes in mit Öl gefüllte Schälchen/Behälter, das ist meist die wriksamste Lösung. Der Abstand vom Rand des Behälters zum Fuss sollte auf jeder Seite etwa " fünf Ameisenlängen" betragen, sonst kommt es u.U. zum Brückenbau.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Michael,
    ich sah mal einen großen Bienenstand, dessen Füße standen auf Betonsockel, die einen Wassergaben um die Holzfüße hatte. Man darf nur nicht vergessen, immer einen genügenden Wasserstand darin zu haben.

    Freundliche Imkergrüße
    Harald Feinauer

  • Ameisen als Problem? Ist nicht der dumme Imker ein Problem? Schafft er nicht ständig neue Problem und benötigt dann noch Hilfe für die Lösung? Ich würde mir als erstes überlegen, warum die Rossameisen den Stand bevölkern? Dann würde ich die Ursachen beseitigen und dann erübrigt sich jede andere Handlungsweise! Backpulver wird überall empfohlen und ist sicher besser als Chemie. Aber warum nimmst Du nicht das Abflammgerät? Hat jeder Imker sowieso wegen der Hygiene. Abflammen – fertig! Oder willst Du die Tiere lieber nicht sterben sehen? Dann nimm wieder Backpulver. Jeder von uns muss sich jeden Tag fragen auf welchem Wissensstand er ist? Dein Problem ist durch eine falsche Beute bedingt! Also müsste der Konstrukteur, der Fachberater, der Verkäufer, etc. eins auf die Finger kriegen! Und wenn Du die Ursache nicht beseitigst und in der nächsten Saison das selbe Problem noch hast, dann darfst auch du die Finger ausstrecken. Gute Imker kennen kein Ameisenproblem! Wenn du also wechseln willst, dann hast Du jetzt alles in der Hand.

    Herzliche Grüße aus Abenberg
    von Klaus Bäuerlein

  • Bei Wolfgang Golz kann man folgendes zur Ameisenabwehr lesen: Die Füße folgendermaßen abändern:unten einen Plastikuntersetzer für Blumentöpfe, dann ein etwa 10 cm langes Fußstück, darauf ein verkehrtherum gelegter Blumentopfuntersetzer. In diesem wird Staucherfett gestrichen. Dadurch ist das regensicher. Diese Barriere können die Ameisen schlecht überwinden. Gelegentlich etwas Staucherfett nachgeben. Kann man im Baubedarf kaufen.

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Bäuerlein


    Ich glaube eher nicht das der dumme Imker das Problem ist. Auch sollte sich jeder überlegen der eine Antwort zu einem Beitrag abliefert wie er mit dem Fragenden umgeht. In meinem betroffenen Freistand, wie auch in den übrigen sind keine alten doppelwandigen und von Mäusen angenagten Bienenkästen zu finden die den Roßameisen unterschlupf bieten. Soweit habe ich selber auch gedacht ! Ich habe nagelneue keine fünf Wochen alten, einfachwandige Heroldbeuten mit hohem Varroaboden im Einsatz. Auch meine Freiständer sind nicht Doppelwandig und zwischen den Wänden auch noch mit Honig gefüllt ! :smile:
    Auf natürliche Ameisenbekämpfung ohne Chemie poche ich, da ich in unmittelbarer Nähe auch Waldameisenkolonien habe die keinen Schaden nehmen sollten, falls chemische Mittel zum Einsatz kommen. Wir alle wissen ja wie wichtig Waldameisen im zusammenspiel mit unseren Bienen sind ! Ich zumindest weiß es, da ich etliche Lehrgänge über Waldameisen in einem Ameisen Lehr-und-Schutzgebiet mitgemacht habe. Also, woran kanns wohl jetzt noch liegen ? Vielleicht am fehlenden Abflammgerät ? :smile:))


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Michael H am 2002-05-09 18:39 ]</font>


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Michael H am 2002-05-09 20:06 ]</font>

  • Hallo Ameisenfreunde,


    hier eine schöne HP zur Biologie der Waldameisen


    Viel Vergnügen
    wünscht ein dummer Freizeit-Imker ohne Abflammgerät


    Frieder


    PS:
    Zu meinen auf vier Füßen einzel stehenden Beuten gibt es halbkugelförmige Ameisensicherungen (etwa wie ein halber Tennisball), die mit der Öffnung nach unten zwischen den Füßen und der Beute angebracht werden. Wollfett mit etwas Petroleum vermischt in den Hohlraum geschmiert hielt die Ameisen ab. Da meine Wollfett-Quelle inzwischen versiegt ist, bin ich Lothar für den Hinweis auf das Staucherfett dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


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    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Liebe Imkerfreunde,
    Ameisen könen ganz schön lästig werden.
    Nachdem ich alle Hausmittelchen ohne Erfolg ausprobierte, ist seit einigen Jahren normales Spülmittel(TIP-Realkauf)im Einsatz.
    Bei jeder Durchsicht lege ich eine feinen Strich Spülmittel um jeden Falz meiner "Segeberger". Die Ameisen sind nun verschwunden!
    Auch die rote Waldameise, die meinen Waldbienenstand einmal besuchte, mag Spülmittel offensichtlich nicht.


    Was die Ameisen an Spümittel nicht mögen, ist mir nicht klar. Möglicherweise ist es der Geruch? Ich habe noch keine verendete Ameise in der Spülmittellinie gefunden.
    Aber, sie sind weg!!!


    Herzliche Grüße
    Harzbiene