Bienen nehmen kein Futter ab.

  • Welche Volksstärke sollen sie denn erreicht haben?

    Das Ding, wenn es denn drin ist, kommt dann raus, wenn die Bienen ihre Brutflächen durch die niedrigen Temperaturen stark eingeschränkt haben.

    Wer keins drin hat, braucht es auch nicht rauszumachen, da die Brut dann eh nicht bis an die unteren Rähmchenleisten geht.


    Gruss

    Ulrich

  • is ja hier OT:)

    Gäbs keine Milben, hätte sich bestimmt keiner einen offenen Boden ausgedacht, weil das den Bienen nicht so entgegenkommt..... es schadet also.

    Was könnte wichtiger sein, "vielleicht" weniger reproduzierte Milben im Herbst, gepaart mit weniger Wintervolksstärke bei offenem Boden

    oder der Witterung gemäß aufgebaute starke mit möglichst vielen Jüngstbienen versehene Wintervölker, mit prozentual weniger Milben.

    Allerding ist klar, wer den Feind nicht im Griff hat......

    Aber dann geht eh alles früher oder später in die Hose.

    Liege ich da so falsch mit?

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

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  • is ja hier OT:)

    (...)

    Allerding ist klar, wer den Feind nicht im Griff hat......

    Aber dann geht eh alles früher oder später in die Hose.

    Liege ich da so falsch mit?

    Ja, liegst Du. Denn in der schwärzesten Stunde komm von irgendwo ein polnischer Schwarm. Danach wird wieder geimkert wie vor der Varroa und alles ist tutti. Hosianna!!!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Nur so zum Angeben:

    Der offene Boden wurde laaaange vor der Varroa eingeführt.

    Schreibt Schundau nicht in seiner Broschüre, er habe offene Böden bereits in den 60ern in Skandinavien gesehen ? Ein Hauptgrund war damals, das Schimmeln der Waben im Winter zu verhindern.

    Wer je einen Winter an der Küste mitelebt hat, weiß wie feucht es dort werden kann, und eine Styroporbeute mit geschlossenem Boden gleicht dann sehr schnell einem Aquarium.

  • Michael vielen Dank,

    Besser hätte ich das nicht ausdrücken können.

    Schaut doch mal im Winter bei Bruder Adam rein, was er über die Imkerei nach dem Krieg geschrieben hat. Die Bienen wurden in Sperrholz Kisten gehalten, weil kein Material da war. Die haben auch bei entsprechender Volksstärke und Futter überlebt.

    Das war für ihn der Startschuss der Magazinimkerei. Ferner glaube ich nicht, dass ein Schied von wenigen mm den Temperaturunterschied bringt. Es führt nur dazu, dass die Feuchtigkeit nicht heraus kann und damit zu dem oft in diesem Forum beschriebenen Schimmel.
    Zudem habe ich gelernt, dass die Varroa sich bei Feuchtigkeit besser vermehrt.

  • ...Styroporbeute mit geschlossenem Boden gleicht dann sehr schnell einem Aquarium.

    Das dürfte in einer Holzbeute nicht viel anders sein, v.a. wenn das Holz erst einmal richtig durchfeuchtet und naß ist. Da treffen die Wärmedämmwerte lt. Tabelle dann nicht mehr zu und die Kondenserscheinungen verstärken sich...

  • jepp,

    Die Kisten waren allerdings mit Teerpappe vor Nässe von außen geschützt.

    Der Boden war zu, und über Nässemangel konnte er in seiner Gegend auch nicht klagen, im Gegenteil!

    Das ging da nur um Kälte und das die nix ausmacht....

    Die Dadant hat er aus Betriebswirtschaftlichen Gründen angeschafft. steht auch da.

    Der Boden war so gebaut das Kondenswasser vorne rauslaufen konnte, das hat gereicht.

    Er hat auch sehr darauf geachtet das "seine Stände Windgeschütz waren"


    Zu große Kisten und zu kleine Völker, das schimmelt.

    Rechne mal den Literinhalt von ner 10er/12er DD und nem 2Zarger Zander7DNM aus......


    Wo hast du denn im Winter wenns schimmelt das Schied?

    Und wo hast du gelernt das Varroa sich bei Feuchtigkeit besser vermehrt?


    Michael

    Mag ja sein, aber in welchen Kisten....

    Bei mir, ich hab allerdings trockenen Sandboden, gibts keinen Schimmel.

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  • Naja... Ich habe ich noch vereinzelt ein paar geschlossene Böden (10er DD). Es schimmelt nicht direkt, aber die sind schon feucht. Trotz trockener Sandgegend hier. Ich versuche das Problem mit größeren Fluglöchern zu beherrschen.

    Meine Vorzugslösung sind Flachböden mit eingeschobener Windel aus 10mm-Sperrholz, Eigenbau mit ausreichend Spiel. Die sind etwa von September bis Mai drin. Damit habe ich die ausreichende Belüftung und trotzdem weitgehend Windschutz.


    Gruß Jörg

  • ...gelernt, dass die Varroa sich bei Feuchtigkeit besser vermehrt.

    Das erscheint mir eine logische Konsequenz: Wenn der Bien es noch nicht einmal mehr schafft, sein Stockklima so zu gestalten, daß Feuchtigkeit, gar Schimmel erst gar nicht entstehen, dann dürfte es mit der Brutpflege/-wärmung auch nicht zum besten bestellt sein mit der Folge längerer Verdeckelungszeiten -> erhöhter Vermehrungsrate der Milben.

    Rudi Maurer hatte das einmal überschlägig sehr anschaulich vorgerechnet:

    http://www.immenfreunde.de/docs/milbenwunder-2009.pdf

    Mglw. könnte dies ein Effekt sein, der mit zögerlich/nicht abgenommenem Futter einhergeht. Zur Restentmilbung bekommt der Imker dann große Augen und kann sich nicht erklären, wo die Ursachen für den beobachteten hohen Varroatotenfall liegen - er hatte ja im Herbst ganz nach Vorschrift behandelt...

  • Meine Vorzugslösung sind Flachböden mit eingeschobener Windel aus 10mm-Sperrholz, Eigenbau mit ausreichend Spiel. Die sind etwa von September bis Mai drin. Damit habe ich die ausreichende Belüftung und trotzdem weitgehend Windschutz.

    mmmh!

    Nicot! Also Nicot Boden mit Sperrholzplatte und etwa 8mm Luft, genau das Gleiche:daumen:

    Wie sieht denn dein Deckel aus, kanns drann regnen, und betrachte Adams (innen Deckel) und Dach

    nicht alles wast du kaufst taugt was.

    Ich versuche das Problem mit größeren Fluglöchern zu beherrschen.

    auch hier Nicotkeile :)

    Echt null Ärger, und nochmal, das geht auch bei 12er.

    Muß aber nicht jeder so sehen.

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  • Nur so zum Angeben:

    Der offene Boden wurde laaaange vor der Varroa eingeführt.

    Schreibt Schundau nicht in seiner Broschüre, er habe offene Böden bereits in den 60ern in Skandinavien gesehen ? Ein Hauptgrund war damals, das Schimmeln der Waben im Winter zu verhindern.

    Wer je einen Winter an der Küste mitelebt hat, weiß wie feucht es dort werden kann, und eine Styroporbeute mit geschlossenem Boden gleicht dann sehr schnell einem Aquarium.

    Das liegt dann aber an der Beute und nicht am geschlossenen Boden. Die habe ich nicht und es geht trotzdem. Ich meine, sogar besser! Das andere muss stimmen. Das Verhältnis L:B:H und die umfassenden Wände. Dazu zähle ich auch den Abschluss nach oben.

    Wer schimmlige Waben und tropfendes Kondenzwasser hat sollte nachdenken und nicht am Boden rumfummeln.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Liebe Imker/innen,

    ich würde gerne noch einmal den Bogen zurück zum ursprünglichen Thema schlagen.
    Vielleicht ist die Frage extrem doof und ich sitze auf der Leitung, aber: Als ich vergangene Woche eine ausgebaute Leerwabe auf dem Dachboden entdeckt habe, hatte ich die Idee, einem etwas schwächlichen Volk eine Portion Zusatzfutter zu verabreichen. Ich dachte, Wetter passt, Wabe ist schon ausgebaut, nur noch den Sirup runter tragen funktioniert vermutlich noch.
    War nix. Jetzt die Frage: Wie nehmt ihr den nicht geleerten Adamfütterer runter, ohne

    - Sauerei

    - Bienen in den Sirup zu schmeißen

    Ich habe bisher immer vorsichtig den Aufsatz runter, Bienen die in den Sirup fielen raus gefischt, den Aufstieg verstopft, die unten dran hängenden Bienen vorsichtig über der Beute abgeklopft. Dann den Sirup in einen Eimer gegossen, wieder verunglückte Bienen gerettet und dann den Bienenrest vor der Beute abgeklopft.
    Geht das irgendwie besser und ich komm nicht drauf??

  • Öhm:

    spät Abends: Adamfütterer runter, ausschütten und dann noch eventuell drunter und im Aufstieg sitzende Bienen abklopfen

    Restliche Bienen fliegen ab

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • 1. Insekten - auch Bienen - brauchen ein Mindestmaß an Wärme, um sich bewegen zu können. Ein großer Fütterer mit nachtkaltem Futtersirup, fern der Abwärme des Brutnestes (bspw. über der aufgesetzten Futterzarge) wird da schnell zur tödlichen Falle. Das riskieren Bienen nicht ohne Not. Außerdem haben sie jetzt andere Prioritäten (Brutpflege, Pollensammeln, Wärmehalten).


    2. Wenn noch Bienen im Füttereraufstieg arbeiten -> Wetterfenster weiter nutzen. Wenn auch an warmen Nachmittagen keine Biene mehr im Aufstieg ist -> abnehmen oder einen kalten Morgen nutzen - da sind dann keine Bienen im kalten Füttereraufstieg.

    Wenn unbedingt trotz futterabnehmender Bienen Abnahme geplant ist -> je nach Bauart des Fütterers: von der Beute abheben, ggf. Rauchstoß drunter, kurz auf dem Beutenrand abschlagen, um die meisten Futterbienen in die Beute abzustoßen. Abdeckung des Aufstiegsdoms aufgesetzt lassen, überschüssigen Sirup abgießen und Fütterer ausspülen, Die wenigen Restbienen fliegen bei diesen Arbeiten von allein ab.

    Alternative: Fütterer nach dem kurzen Abstoßen (s.o.) auf eine Beute mit besserem Wärmehaushalt/größerer Brutnestnähe zum Ausfressen aufsetzen. Etwaig im Aufstieg befindliche Bienen werden im Empfängervolk problemlos integriert - sie haben ja etwas zu bieten.