Kurios oder hat jemand eine Erklärung zu dieser Weiselprobe?

  • Moin, liebe Forianer,

    ich habe ein Ableger, den ich mit Königin bekommen habe, die auch in Eilage gegangen ist. Allerdings sehr kleines Brutnest hatte.
    Seit einiger Zeit konnte ich keinerlei Brut mehr feststellen. Auch die Königin ist nicht zu finden. Jetzt habe ich am Montag, den 3. September eine Brutwabe mit Brut in allen Stadien zur Weiselprobe eingehängt und heute kontrolliert.

    Es ergab sich mir folgende Bilder:
    - Nachschaffungszelle gezogen
    - Verdeckelte Brut
    - offene Brut mit Maden
    - keine Stifte
    Weiselprobe I.jpgWeiselprobe II.jpgWeiselprobe III.jpg


    Was mich jetzt stutzig macht, wo kommen die Maden her? Eigentlich sollte zwischenzeitlich sollte doch keine offene Brut mehr aus dem zugehängten Brutrahmen mehr vorhanden sein, sondern alles verdeckelt.

    Morgen soll die neue Königin mit der Post kommen. Die gezogene Weiselzelle wird dann gebrochen und die neue Königin mittels Zweitschlupfzelle zugehängt.

    Grüsse von der Nordseeküste, aus Cuxhaven

    Bernhard

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Eigentlich sollte zwischenzeitlich sollte doch keine offene Brut mehr aus dem zugehängten Brutrahmen mehr vorhanden sein, sondern alles verdeckelt.

    Wieso?

    Es sind doch nur 7 Tage vergangen. Da sind frisch gelegte Stifte noch keine verdeckelte Brut! Erst nach 9 Tagen sind Maden von Arbeiterinnen verdeckelt.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • :thumbup: Ja alles richtig. Hätte ich auch selber drauf kommen müssen, aber bei dem Anblick dieser Weiselzelle habe ich nicht mehr daran gedacht, das Arbeiterinnenbrut länger dauern.

    Asche auf mein Haupt!

    Trotzdem danke für eure Rückmeldungen.
    Gruß
    Bernhard

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  • Ich drücke dir die Daumen,

    aber die Weiselzelle sieht mir leider sehr nach einer Drohnenflöte aus. Ist die Zelle wirklich auf der Wabe gezogen worden, die du als Weiselprobe eingehangen hast?

    Außerdem wird es knapp mit einer ordentlichen Begattung. Selbst wenn aus der Zelle wirklich eine Königin schlüpfen sollte.


    Gruß
    Ludger


  • ... Ist die Zelle wirklich auf der Wabe gezogen worden, die du als Weiselprobe eingehangen hast? ....

    ... dieselbe Frage hätte ich auch. Ich sehe nämlich in drei Zellen direkt oberhalb der Weiselzelle (oder Drohnenflöte) Stifte, nicht ganz am Boden sondern ein bißchen seitlich. Wie kommen denn die dahin ?


    Cheers

    Baudus

    Und wieder ist Frühling / auf alte Torheiten / folgen neue Torheiten (Issa)

  • Morgen soll die neue Königin mit der Post kommen. Die gezogene Weiselzelle wird dann gebrochen und die neue Königin mittels Zweitschlupfzelle zugehängt.

    es sieht wirklich stark nach drohnenbrütig aus.

    Ich würde mir überlegen wie ich da mit der neuen Königin umgehe. Einfach einweiseln wird wohl nicht funktionieren, da ein Drohnenmütterchen vorhanden ist.

    Meine Überlegung wäre Boden mit Zarge und neuer Königin an den alten Platz stellen und alle Waben in ausreichender Entfernung abfegen. Brutwaben und Futterwaben wieder dazu.

    Wäre schade wenn die Königin abgestochen würde, und die Zeit wird auch langsam eng.


    Viele Grüße

    Meike

  • Moin,
    Eure Rückmeldungen sind für mich sehr interessant und als Jungimker wirkliches Neuland.
    Jetzt im nachhinein und in mehr facher Vergrößerung des Fotos sehe ich die Lage der Stifte auch.
    Ebenso ist der Ausdruck "Dronenflöte" für mich völlig neu.
    Ich habe mich schon gewundert, das auch nur eine einzige solch extrem langgezogene Zelle vorhanden war. Das Volk sonst sehr ruhig auf den Waben sitzt.

    So hat diese Situation zumindest mich um eine weitere Erfahrung weiter gebracht. Euch danke ich für Eure Aufklärung.

    Ich habe noch einen weiteren "Problemableger" mit einer Weiselprobe. Dieses Volk hat gleich 5 Nachschaffungszellen auf der eingehängten Brutwabe gezogen.
    Jetzt werde ich diese morgen nochmals ziehen und intensiv mit Lupe betrachten, damit ich ausschließen kann, das hier nicht das gleiche Phänomen besteht.

    Nun werden, so geplant, morgen die neuen, geprüften Königinnen bei mir eintreffen. So werde ich in jedem Fall das erste Volk (Bilder hier) in jedem Fall abkehren und so wie von merops Meike beschrieben abfegen und mit der neuen Königinn versuchen neu auf zubauen.

    Ggf. muß ich das dann mit meinem 2. Problemableger auch so verfahren. Mal sehen was daraus wird. Aber so habe ich auch keine Möglichkeit, die Königinnen über den Winter zu bringen oder evtl. noch ein etwas stechfreudiges Volk umweiseln.


    Gruß
    Bernhard

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Wieder mal ein interessanter Faden, ich erlaube mir mal eine (vielleicht dumme?) Frage anzuschließen:

    Warum ziehen die Mädels da ausgerechnet eine Zelle mit nem Drohnenstift zur WZ heran?? Wenn die Weiselprobenwabe Arbeiterinnen-Stifte enthielt, hätten sie doch die Chance gehabt, daraus nachzuschaffen und nicht ausgerechent aus ner Drohnenzelle. =O Oder ist am Ende das Spendervolk der Weiselprobe noch drohnenbrütig... :/

  • 2, 3 Nachbarzellen sind auch in Begriff hochverdeckelt zu werden.

    Wäre ein Grund, das Spendervolk zu kontrollieren. Drohnenbrütig ist es sicher nicht. Vielleicht Buckelbrütig. Aber bei dem Aussehen dieser Wabe, denke ich mal eher nicht. Vielleicht waren keine Stifte und jüngsten Maden auf dieser Wabe.


    Gruss

    Ulrich