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    ... dann aber irgendwann das Brüten eingestellt, nachdem ich Bienenmasse zur Verstärkung eines anderen Volkes herausgenommen hatte...


    Viele Grüße

    Ralf

    Kannst du mir einen einzigen vernünftigen Grund nennen, wieso man ein offensichtlich Recht ordentliches Volk trotz der späten Bildung Ende Juli / Anfang August bewusst schwächt, um einen Schwächling zu verstärken?


    Man produziert in aller Regel damit zwei Schwächlinge.

    :eek:


    Und jetzt soll man hier dieses Vorgehen noch beurteilen, ohne alle Fakten wirklich zu kennen. Wieso nicht gleich die richtigen Volksstärke der verbliebenen Schwächlinge nennen?

    😫


    Wie gut ist denn das im August verstärkte Volk jetzt drauf? Musst du nicht eher dieses auflösen?


    Wirtschaftsvölker werden im August des Vorjahres gemacht. Zuchtvölker hält man kleiner um die Zuchtmutter nicht zu verausgaben.


    Du musst dir klar werden, was du willst. Und das weißt du im Moment nicht wirklich. Schau, jetzt wird dein guter rettenden Ansatz einen der beiden Schwächlinge aufzulösen durch unsere Ferndiagnosen gestört.


    Mein Rat: Lege die zusammen. Wenn du Honig willst, dann drücke die Zuchtkönigin ab. Wenn du züchten willst, dann eben die Nachschaffungskönigin.


    Selektion ist hart und unsentimental.

    :u_idea_bulb02:


    Und noch was: wie stark hattest du denn die neue Einheit der Zuchtkönigin gebildet und wann?

    :confused:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Kannst du mir einen einzigen vernünftigen Grund nennen, wieso man ein offensichtlich Recht ordentliches Volk trotz der späten Bildung Ende Juli / Anfang August bewusst schwächt, um einen Schwächling zu verstärken?


    Man produziert in aller Regel damit zwei Schwächlinge.

    Nein, einen guten Grund kann ich dir nicht nennen. Das (falsche) Vorgehen war meiner Unerfahrenheit und einer Fehleischätzung geschuldet.

    Und ja, man produziert damit zwei Schwächlinge - das ist jetzt auch meine Erkenntnis daraus.


    Und jetzt soll man hier dieses Vorgehen noch beurteilen, ohne alle Fakten wirklich zu kennen. Wieso nicht gleich die richtigen Volksstärke der verbliebenen Schwächlinge nennen?

    Zumindest den einen Schwächling habe ich sehr konkret hinsichtlich Volksstärke benannt - siehe oben.


    Wirtschaftsvölker werden im August des Vorjahres gemacht. Zuchtvölker hält man kleiner um die Zuchtmutter nicht zu verausgaben.

    Zuchtkandidaten bewusst klein zu halten, habe ich zwar schon irgendwo mal gelesen, aber nicht mehr so präsent gehabt. Danke für den Hinweis!


    Und noch was: wie stark hattest du denn die neue Einheit der Zuchtkönigin gebildet und wann?

    Die Zucht-Kö habe ich in einem Kleinstableger 3 Wochen reifen lassen und sie dann in eine (weisellose )Brutscheune aus der TBE gesetzt. Das die Brutscheune - Ende Juni gebildet - heute so dünn dasteht, ist wohl der schwachen Leistung der Königin geschuldet.

  • Zucht-Kö habe ich ... und sie dann in eine (weisellose )Brutscheune aus der TBE gesetzt.

    Na, eine Zuchtkönigin setzt man Doch nicht in eine varroaüberlastete Brutscheune, da sind doch Schäden vorprogrammiert. Das aus einer Brutscheune kein starkes Volk wird muss nicht an der Königin liegen, wahrscheinlicher ist das einfach die Schäden durch die Varroen zu groß waren...

  • Hätte, hätte....


    Er wollte ja auch eigentlich nur wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, beide zu verlieren


    Das Dilemma der Nichtbeurteilbarkeit ist glaube ich jetzt allen klar

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Na, eine Zuchtkönigin setzt man Doch nicht in eine varroaüberlastete Brutscheune, da sind doch Schäden vorprogrammiert.

    Ich weiss halt manchmal nicht, wie explizit man hier werden muss in den eigenen Ausführungen:


    * Die Brutscheune wurde vor Zusetzen der Königin mit OS behandelt (im brutfreien Zustand).

    * Die Windel unter der Brutscheune zeigte unabhängig davon kaum Milbenfall.

    * Es gab keine auffälligen Bienen wie DWV oder ansitzende Milben etc.


    Die zweite Zucht-Kö sitzt in der anderen Brutscheune und funktioniert da recht gut.


    Sei es drum.

    Ich habe hier viele interessante Gedankengänge mitbekommen - wie so oft jeweils von diametral gegenüberliegenden Enden der Möglichkeiten.

    Ich werde das abwägen und dann eine Entscheidung treffen. Und dann schaun wir mal.

  • Wenn die Bienen einen Knacks hatten von der Varroa, sind die nach der OS Behandlung vielleicht milbenfrei, aber nicht sehr langlebig. Das wäre die harmloseste Folge. Deswegen sterben Völker auch im Februar ohne viele Milben an der Milbe: weil sie schlecht aufgezogen wurden. Das meinte Franz und ich meine das auch :)


    Kann man in diesem Fall nicht zur Einschätzung der Königin heranziehen, die Volksstärke. Kann in der Nachbarkiste ganz anders sein.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Sach ich doch:


    Nix genaues weiß man nicht


    Dann musst Du wirklich "Ene-Mene-Meck" machen oder verschenken doch eine :u_idea_bulb02:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich hänge mich hier aus gegebenem Anlass mal dran:


    Ich habe 2 Ableger, die sich einigermaßen zurückhaltend entwickelt hatten (sitzen z. Zt. auf 8 Rähmchen DNM wobei 3-4 Bruträhmchen sind bzw. waren).

    In dem Ableger mit Zuchtkönigin sieht auch alles normal und gut aus, in dem andere Ableger mit Nachschaffungskönigin ist wohl die Königin verloren gegangen.

    Bei der heutigen Durchsicht waren gerade mal noch 2 Bruträhmchen, von denen max. 1/4 mit einem löchrigen, verdeckelten Brutfeld belegt war. Ansonsten sehr viel Futter vorhanden.

    Leider war es schon immer schwer die Königin auszumachen, da sie nicht gezeichnet war. Bei der letzten Durchsicht (vor einer Woche) hatte ich sie schon nicht gefunden und heute wieder nicht. Habe alle Rähmchen 4x abgesucht. Die letzte Sichtung war ca. 2 Wochen nach der Varroa-Behandlung.

    Weil das Brutfeld so klein ist und die Bienenmasse stark zurückgegangen ist (max. 4 Wabengassen voll besetzt), gehe ich mal davon aus, das Volk ist weisellos.

    Nachschaffungszellen gibt es keine.

    Weiselprobe möchte ich ungern machen, da ich dem anderen Ableger keine Brut wegnehmen will.

    Zum Überwintern wäre das Volk jetzt wohl eh schon zu schwach und bis eine neue Königin loslegt ... .


    Daher möchte ich die Völker vereinigen.


    Nun ist die Frage, welche Methode ist die beste?


    Zargen mit Zeitungspapier dazwischen aufeinandersetzen oder

    Bienen abkehren, dass sie sich im anderen Volk einbetteln und die (Bienen-)leeren Futter- und Bruträhmchen einfach in die Zarge einhängen?

    Die Ableger sind einzargig und die Zargen sind nicht ganz voll (8 Rähmchen sind drin, 12 passen rein).


    Danke für die Unterstützung.

  • Nur so als Gedanke: Für eine Weiselprobe reichen wenige Zellen mit jüngster Brut. Die Probe muss nur einen Tag ins Volk. Die «Kosten» sind also minimal, aber der Erkenntnisgewinn ist enorm. Ich würde auf jeden Fall zuerst eine Weiselprobe durchführen. Zur eigentlichen Frage kann ich nicht viel beitragen, da ich diesbezüglich nur über theoretisches Wissen verfüge.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Ich hänge sowas einfach zusammen.

    Aber die nicht gefundene Königin suchen und vorher raus und umbringen.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Bei der heutigen Durchsicht waren gerade mal noch 2 Bruträhmchen, von denen max. 1/4 mit einem löchrigen, verdeckelten Brutfeld belegt war. Ansonsten sehr viel Futter vorhanden.

    Leider war es schon immer schwer die Königin auszumachen, da sie nicht gezeichnet war. Bei der letzten Durchsicht (vor einer Woche) hatte ich sie schon nicht gefunden und heute wieder nicht.

    Solche Bruträhmchen vielleicht lieber einschmelzen, statt sie dem anderen Volk zuzuhängen.


    Zur Königin: ich habe in solchen Fällen schon ein Absperrgitter und Leerzarge auf das 'gute' Volk gelegt und die Bienen des anderen Volkes draufgefegt/-gestoßen, um sicherzugehen, dass keine Königin unbeabsichtigt mitkommt.


    Die meisten Vereinigungen habe ich einfach so, durch zuhängen oder zufegen durchgeführt. Meistens hat das gut geklappt. Aber es gab auch Fälle, wo am nächsten Tag die komplette Menge des einen Volkes tot vor dem Flugloch lag. Die scheinen sich gegenseitig gnadenlos niedergemetzelt zu haben, obwohl es spät im Jahr war, zu einer Zeit wo es eigentlich hätte klappen sollen.

  • KaRe


    Ich zitiere mal aus dem Infobrief aus Mayen.


    Zitat

    Zu vielfacher Unsicherheit führte der wiederum witerungsbedingte reduzierte oder ganz ausbleibende Pollen- eintrag der Bienenvölker. Dies führte vielfach zur Reduzierung oder sogar dem einstellen der Brutaktvität führte, ofmals fälschlicherweise als Weisellosigkeit interpretert. Dabei reagieren die Bienen „nur klug“ auf diese Bedingungen mangelnden Proteineintrags und werden die Situaton mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne nennenswerte Schäden überstehen.

    Ich finde halt zumindest bedenkenswert, dass keine NS Zellen da sind.

    Und sich so viele hier im Forum incl mir über die in diesem Sommer eingetretenen Brutpausen äußern.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....