Dampfwachsschmelzer - Kunststoff oder Edelstahl?

  • Moin moin!

    Eine meiner nächsten Anschaffungen bzw. Bauprojekte soll ein DWS werden. Nun stehe ich vor der Materialfrage: Kunststoff oder Edelstahl??

    Ein fertiger aus Edelstahl aus dem Handel scheidet erstmal aus, für meine bisher 6 Völker ist mir diese Investition dann doch bissl fett...

    Ich habe hier im Forum bereits einige interessante Projekte als Inspiration gesehen, z.B. von Imker_luis oder die Stapelbox-Variante von Kruppi .

    Was würdet ihr empfehlen, sind die Kunststoffboxen oder -tonnen praktikabel oder sollte man doch eher zu einem Edelstahlbehälter (z.B. umfunktionierter Dampfentsafter) greifen?

  • Ich schmelze momentan das Wachs meiner 15 Völker mit einem Schmelzeinsatz und ausgedienten Zarge mit Dampf ein. Funktioniert gut, dauert jedoch seine Zeit und zum Be- und Entladen musste halt die Kisten auseinandernehmen. Trotzdem ein gutes Stück besser als der Sonnenwachsschmelzer.


    Im Winter werd ich mir mit 2 Kollegen aus Holz einen Schmelzer bauen der vorne kontinuierlich beladen und hinten das fertige Rähmchen entnommen werden kann. Ich hatte irgendwo in den Tiefen meines Rechners ein Bild/Skizze gehabt. Lohnt sich halt wenn du eine gewisse Menge an Rähmchen einschmelzen musst und nicht Tagelang beschäftig sein möchtest. Das Teil morgens anwerfen und Abends biste mit Schmelzen durch. Wenns steht werd ich mal ein Bild machen.


    Vorteil bei der Edelstahlvariante ist halt dass du deine Rähmchen auch darin auskochen könntest.

    Parallel zur Edelstahlvariante gibt es doch die Tonne aus Kunststoff mit Dampferzeuger, die ist glaub ich etwas günstiger.


    Gruß Chris

  • Als Kleinstimkerin war ich bisher mit der Variante von Kruppi (Kiste Dirk) vollkommen zufrieden. Durch die zwei ineinandergehängten Kisten gab es von vorneherein und ohne jeden Aufwand eine ziemlich gute Isolation. Allerdings zerbröselt mir jetzt nach vier Jahren die innere Kiste. Ob das an der Hitze während des Betriebs liegt oder daran, dass sie letzten Sommer die ganze Zeit draußen in der prallen Sonne stand, weiß ich nicht. Vielleicht auch die Kombi aus beidem. Dauerhafter ist eine Edelstahlvariante mit Sicherheit. Dafür kann frau die Plastikkisten mal eben durch die Gegend tragen, sogar dann, wenn sie voll Rähmchen sind.

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 an der Lahn.

  • Moin Chr!s !


    Ja, diese fertigen Tonnen habe ich auch schon im Netz gesehen, dort für über 100,- Euro. Stimmt, ist günstiger als einer aus Edelstahl aber den Preis fand ich dann doch ziemlich ambitioniert - Dampferzeuger für 25-35 Euro, ne Plastiktonne für nochmal vielleicht 30 Euro und 2 Löcher, das hätte ich dann schon eher selbst gebaut. ;)

    Mir gefällt eigentlich eine rechteckige Variante ganz gut, da man da ein schönes Gestell / Aufnahme für die Rähmchen rein basteln kann und den Platz optimal ausnutzt. Ausgediente Zargen habe ich leider (noch) keine, da dies erst mein zweiter Bienenwinter wird. Daher tendiere ich momentan zu einer Kombination aus Kruppis Stapelkisten-Version und Luis' Doppel-Auffang-Eimer. Es sei denn der Tenor hier wäre "Nimm Edelstahl, Kunststoff taugt nix weil..." :)

  • Der Aspekt rechteckig, ist nicht von der Hand zu weisen.

    Das ist auch das, was mich an der Tonne beim Bestücken nervt.

    Zumal mein Vater 1,0 DNM hatte und ich jetzt 1,5.

    Für meine 4-5 Völker geht sie.

    Ich habe sie mir nicht gekauft, sondern von meinem verstorbenen Vater übernommen.

  • Mal einige schnelle Handyfotos von meinem Eimerschmelzer.

    Details:

    - gekaufter Damferzeuger Silverline 2,2kw

    - verwertete Schlauchreste mit Bohrungen zur besseren Dampfverteilung im Eimer

    - 1 VA-Siebgitter

    - 2 40l Eimer und zwei Deckel. Ein Eimer ist so beschntten, dass der Deckel unverändert auf dem Rand aufliegt. Dichtung erfolgt über Schwerkraft und Füllgewicht, Ablauf in den Untersatz durch VA-Sieb und aufgeschnittenen Boden.


    Waben passen nicht wirklich viele rein, ich schneide das Wachs aus und fülle lose Streifen um den Dampfschlauch ein. Ist der Eimer randvoll, braucht er ca. 30-45min, bis alles abgeschmolzen ist. Wird demnächst modifiziert.

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    Gruß Andreas

    • Bei Kleinimkerei reicht Lösung aus Kunststoff aus, wenn der mal versprödet, gibt's im Baumarkt Ersatz.
    • Das Argument "Eckige Rähmchen in runder Tonne" kann ich bestätigen. Meine Lösung ich stapel spiralförmig ein.
    • Aus eigener Erfahrung sollte der Wachsauffang groß genug dimensioniert sein
    • Isolierung? Selbst bei Temperaturen knapp über Null, reicht ein Tapetenlösegerat für eine große unisolierte Tonne aus.
    • Filtern oder Sieben? Mach ich nicht beim Ausschmelzen, der Trester ist Filter genug. Deswegen isoliere ich auch nicht den Auffangbehälter.
  • Danke, nach der "Dirk" hatte ich nach Kikis Beitrag schon mal geschaut - gibt's wohl wirklich nur bei Hornbach. In unmittelbarer Reichweite hab ich nur Obi, hoffe aber doch dass die was äquivalentes am Start haben. Wenn nicht, werde ich gleich mal deren Werbeslogan anmahnen... ;)