Bienen tragen jede Wabenzelle mit Sirup/Futter voll

  • Das versteht Du jetzt nicht im Zusammenhang.

    Hier ging es darum, mit einem aufgesetzten HR den Überschuss an Futter aus der Brutnestzone erst einmal abzufangen/ Umtragen lassen dorthin.

    Der natürliche Weg ist da überkopf bzw brutnestfern und hier eben händig durch Angebot von zur Verfügung stehenden Leerzellen.

    Da ein Futterkranz zu dieser Zeit satt dazwischen ist und keine Tendenz zur Bruterweiterung braucht es kein ASG.


    Danke für die Erklärung, aber irgendwie verstehe ich das doch noch nicht ganz.

    Wenn ich den Bienen jetzt einen HR gebe (zu der Zeit sicher auch mit ausgebauten Waben) dann haben die doch sofort Platz um den Honig nach oben zu bringen, aber auch Platz damit die Königin stiften kann.

    Du schreibst jetzt, keine Tendenz zur Bruterweiterung, liegt das dann an der Jahreszeit? Weil wenn sie bisher keinen Platz hatten, könnten sie jetzt mit HR ja sowohl nach oben umlagern, als auch oben stiften. Daher dachte ich, dass ein AGS dazwischen sollte.

    2 Völker Carnica in Segeberger (rote Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.

  • Die sitzen unten und haben sich dort eingerichtet, ihr Brutnest und drumherum ein Futterkranz. Den wird die Königin jetzt im Herbst nicht überschreiten und einfach oben lustig herumstiften. Zumal es sich um unbebrütete Waben handelt.


    Im Frühjahr, wo das Volk wächst und Futterkränze ab- und nicht aufgebaut werden, alles expandiert, da wandert das Brutnest sich vergrößernd durchaus in einen HR hinein ohne ASG.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Nö, nicht wirklich, sofern es keine MP Völker sind - aber Du kannst ja 2/3 kg draufpacken wenn Du unbedingt möchtest!
    Wiege in 1 bis 2 Wochen noch einmal nach und kontrolliere ob die Gewichtsabnahme den Erwartungen entspricht.

    Ansonsten vertrau drauf das die Bienen sich den Wintersitz schon richtig einrichten werden...

  • Cuximker :

    Wie sieht es denn inzwischen bei Dir aus?

    Ich brauche Euren Rat, denn bei mir ist es gerade ähnlich, nur bei vermutlich anderen Voraussetzungen:

    Volk im Juni von Zander auf Zander 1,5 umgewohnt im Rahmen der TBE.

    Hat die Waben maximal bis Zander 1,0 Maß ausgebaut unter kontinuierlicher verdünnter Flüssigfütterung in kleinen Mengen.

    Ist gut in die Brut gegangen.

    Aber bei jeder Wabe war ca die Hälfte der Wabe nicht ausgebaut.

    Der Rest war mit Brut und Futterkranz gefüllt.


    Nun habe ich vor 1 Woche erstmals eine größere Menge (5 kg )Sirup gegeben.

    Erfolg: Die Brutwaben sind alle verhonigt, es ist kaum noch Brut vorhanden.

    Sie können es aber auch gar nicht mehr woanders lagern, denn sie bauen die Waben nicht weiter aus. Habe ich da etwas falsch gemacht?

    Wäre jetzt der aufgesetzte HR eine Lösung? Würden sie das Futter wirklich umtragen, um Platz im Brutnest zu bekommen?

    Ein anderes Volk hat nämlich gerade eine am Rand der Beute eingehängte Futterwabe konsequent ans BN getragen- sie wollen ja Futter in der Nähe haben. Daher habe ich Sorge, dass das 1,5 er Volk das Futter da lässt, wo es ist und den HR ignoriert.


    Danke für Ratschläge.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Hm, da dürfte wohl etwas faul sein im Staate Dänemark. Wie viele Waben haben sie denn ausgebaut? Ich habe ziemlich dasselbe Prozedere hinter mir: TBE verbunden mit Umzug von Zander auf Dadant. Insgeheim hatte ich gehofft, dass die Bienen mir mit viel Futter je zwölf Waben ausbauen, aber sie sind bei acht bzw. neun Waben stehen geblieben. Mehr wollen sie halt offenbar nicht, auch okay. ;) Ich habe allerdings seit Anfang Juli sehr viel (dünnflüssig) gefüttert, reine Zuckermenge mittlerweile schon weit über 20kg pro Volk. Ich hatte befürchtet, das sei zu viel des Guten, aber die Völker hatten einen enorm hohen Bedarf. Sie sitzen jetzt noch auf durchschnittlich fünf Brutwaben, jeweils mit Futterkranz, aber eben auch einem ordentlichen Teil Brut. Die meines Erachtens eher zu hohe Futtermenge war also genau richtig. Die Waben haben sie übrigens innerhalb von ein, zwei Wochen ausgebaut, bis (fast) unten. Seither praktisch kein Bautrieb mehr, trotz kontinuierlicher dünnflüssiger Fütterung. Vielleicht hast Du zu Beginn zu spärlich gefüttert und sie haben in der Folge dann den Brutumfang reduziert? Und jetzt kommen sie nicht mehr in die Gänge?

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Das wäre natürlich möglich. Aber ich hatte immer wieder mal Futter kontrolliert und sie hatten immer Vorräte. Nie richtig viele, aber ich dachte, es sei genug. Ausgebaut haben sie 8 Waben.

    Ein Freund hat zeitgleich umgestellt auf 1.5 und hat das gleiche Phänomen, dass sie nur die Hälfte ausgebaut haben. Wie der während der Umstellung gefüttern hat, weiß ich allerdings nicht.

    Ich hatte auch immer noch sicherheitshalber eine Honigwabe am Rand hängen im Zander Format, die haben sie nie angerührt.

    Daher dachte ich, es reicht ihnen.

    Mein 2.Volk das ich umgestellt habe, hatte die Waben ganz genauso ausgebaut wie dieses hier.

    Die sind aber seit 3 Wochen CBPV erkrankt , am anderen Standort und daher ein anderes Thema.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Ich habe das Gleiche durch, aber Umstellung auf DNM 1,5. Bei mir ist das Bild sehr ähnlich:

    Wo ich 1,5 MW eingelötet habe, ist bis unten ausgebaut worden, die 1,0 Mittelwände wurden zwar alle ausgebaut, aber nicht bis nach unten gezogen. Allgemein scheint der Bautrieb trotz dünner Fütterei halbwegs zum Erliegen gekommen zu sein, was vielleicht auch verständlich ist, denn auf dem vorhandenen Wabenmaterial ist noch Platz (11 Waben DNM 1,5).


    Die Randwaben sind höchstens ansatzweise gefüllt, während am BN und auch im BN reichlich frisches Futter zu finden ist.


    Ich baue jetzt auf die Bienen, gebe ihnen die noch fehlende Futtermenge, und setze darauf, dass die das Futter in der freien Wabenfläche so verteilen, dass es passt.


    Ist denn bei dir wirklich jede Wabe schon gefüllt, oder haben die noch Platz zum umtragen?

  • Seltsam. Ich verfüge leider selbst noch über praktisch keinerlei eigene Erfahrung. Ich kann nur sagen, dass meine Völker vor der TBE vergleichsweise klein und schwach waren, wenn ich so mit dem vergleiche, was ich hier im Forum sehe und höre. Und die haben mir wirklich irre viel Futter weggeputzt. Bei der Durchsicht gestern war deutlich weniger Futter in den Kisten, als ich erwartet hätte. Deshalb war mein Gedanke nun, dass Dein Volk sich vielleicht an die vorhandenen Futtervorräte angepasst und Brut- und Bautrieb entsprechend reduziert hat. Man sollte ja beständige Tracht vorgaukeln …

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • honigbanane


    Ja, wie sieht es bei mir aus? Ein wirkliches Urteil kann ich da auch nicht gewinnen. Es ist nicht Fisch, es ist nicht Fleisch!:(

    Zunächst habe ich mal die Fütterung jetzt 10 Tage eingestellt. Habe Honigräume überall mit leeren Honigwaben aufgesetzt und die Völker bis Gestern nicht geöffnet.

    Die Honigwaben sind spärlich mit Bienen bekrabbelt. Teilweise ist da noch Pollen eingetragen. Dass da wirklich Futter umgetragen wurde kann ich so nicht erkennen.
    Die Brutraumwaben/Brutfeld haben sich nicht wirklich verändert. Allerdings sind die eingehängten Mittelwände alle angenommen und ausgebaut worden, was mich wiederum sehr gefreut hat.


    Sobald hier Flugwetter ist, tragen die Bienen sichtbar, orange Pollenhöschen in die Beute. Ich werde nochmals bis Montag, den 17. Sept. warten.
    Dann eine Durchsicht machen, die Beuten mittels Kofferwaage wiegen und die eingelagerte Futtermenge berechnen/abschätzen.
    Mit diesem Ergebnis werde ich dann weitere Entscheidungen fürs Auffüttern treffen.

    Ich hoffe ja immer noch, dass bei herbstlichem "Schietwetter" weniger Flugbetrieb herrscht, aber die vorhandene Bienenmasse Futter braucht, diese aus dem Brutnest nimmt und so das Brutnest wieder für die Königin nutzbar wird.

    Die Honffung stirbt zuletzt. ^^

    In Bayern hätte man gesagt:
    "Schau´n wir mal - dann werden wir´s schon sehen!"

    Leider kann ich Dir jetzt auch keine verwertbaren Infos geben. Wünsche Dir aber für Deine Bienen viel Glück.
    Grüsse von der Elbmündung

    Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Ab TBE 18.6 habe ich bis zum 6.8. jeweils 1 kg wöchentlich flüssig gefüttert. Wie gesagt, mit Futterwabe Reserve. Aber viellleicht hast Du Recht und das war zuwenig. Danach Sirup unverdünnt.

    Allerdings sprechen hier ja einige auch von Brutnestverkleinerung während der starken Hitze/ Trockenheitsperiode.

    @rallOr: Keine eine Zelle mehr frei....:(

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....