Welche Material für Eigenbaubeute/ Bezugsquelle

  • Hallo,

    welche Holzarten verwendet ihr bei den Eigenbauten?

    Fichte Platten aus dem Baumarkt sind wohl nicht winterungsbeständig genug oder?

    Hab ihr Bezugsquellen für Weymouthkiefer? Müsste dann wohl mit Versand sein.

    Hier in Norddeutschland kann mir das kein Händler vor Ort besorgen.

    Gruß

    Thorsten

  • Ich habe um die 40 Zargen in den letzten Jahren selbst gebaut. Dazu entweder das billige Leimholz Fichte/Tanne aus dem Baumarkt, oder auch Paulownia-Holz.


    Paulownia-Holz ist gut zu verarbeiten, aber sehr schimmelanfällig. Das wird sehr schnell recht unansehnlich. Leimholz ist beständiger als man denkt, etwas passiver Holzschutz und das hält ganz gut. Man muss aber ein paar Dinge beachten, wie z.B. keine Schrauben zwischen den einzelnen Brettschichten bzw. in den Übergängen, ausreichend lange Schrauben usw. Ansonsten gehen die nach 3-4 Jahren aus dem Leim. Stoßverleimt und verschraubt geht ein paar Jahre, aber wirklich gut erst mit Nut und Feder durch die Oberfräse.


    Ab da wird mir aber der Material und Arbeitseinsatz aber zu groß. Daher wird nur noch gekauft, aber auch nicht bei jedem.

    Die ersten Selbsbauten landen so allmählich im Feuer. Nur noch die mit Nut und Feder sehe ich langfristig im Einsatz.


    Auch wenn es religiös diskutiert wird; die Beute ist ein Werkzeug des Imkers und Werkzeug muss funktionieren. Wenn du bei der Sommerernte den Honigraum abhebt und die Stirnseite löst sich ist es kacke. Wenn sich übern Winter ein Seitenteil so verzieht, dass eine Maus durchschlägt noch blöder.


    Wenn man wirklich was von Holzverarbeitung versteht und die entsprechende Werkstatt hat. Dann bau, aber ansonsten kaufe.

  • Gibt nix besseres, als Strobe.

    Die Leimhozldinger, na ja, die sind mir mit 19mm zu dünn, (gibts die auch in 22/24mm?)

    Ganz sicher, das macht (mir) ein Mordsspaß die Kisten selber zu bauen und zu nutzen.

    Auch ich rate dazu nur wenn Maschienen vorhanden oder erreichbar sind ( kein Baumarktscheiß) und man Fingerverlustfrei damit umgehen kann.

    Ich hab "meine" Kisten zwar alle gehobelt gezinkt geleimt verschraubt gestrichen etc. Was ma also selber meint, was die Bienen so nötig haben.....

    In Wien gibts einen großen Bioimker der hats runtergefahren, Sägerauhes Holz genau zugeschnitten und zusammengenagelt, und das viele Tausend mal..... ganz einfach gehaltene Kisten.

    Den Bienen ist das egal, und der hat Honig.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Wenn du in Norddeutschland unterwegs bist, guck mal hier:

    https://vielstaedte-wuebbeler.de/

    da hab ich mir damals meine Bretter gekauft und über einen Kollegen, der in die Richtung immer mal wieder ein Tour hingemacht hat, abholen lassen.

    Waren aber auch ein paar Bretter dabei, die krumm und/oder Knäste hatten dabei, aber nur wenig, was ich effektiv nicht gebrauchen konnte.

    Ich hab die Bretter außen sägerauh gelassen, funzt auch.

    Ansonsten viel Spaß beim selber bauen. Das geht aber nur, wenn man das richtig Werkzeug/Maschinen dafür hat, sonst wird es ein gefrickel und gefährlich für Finger, etc.

    Solange ich noch Zugriff auf die Maschinen hatte, hatte ich Spaß, zumal es damals auch keine DN1,5 in Holz gab.

    Heute, nachdem ich auch einiges an Kisten zusammen habe, kaufe ich lieber zu und nutze meine Zeit für was anderes;-)

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Danke für die Hinweise.

    Handwerklich würde ich es schon hinbekommen, nur weiß ich tatsächlich nicht, ob sich das lohnt.

    Die Preise für fertige Beute schwanken auch sehr stark. Natürlich in Abhängigkeit von der Qualität.

  • Wenn du Lust am basteln, Maschinen und Zeit hast, es dir von der Hand geht, warum nicht.

    Ob es unbedingt Strobe sein muss, sei dahin gestellt. Gewöhnlicher Kiefer oder Fichte tun es sicher auch.

    Meine Kisten haben keine besondere Verbindung, mindestens Feder / Nut ist jedoch sicher gut.

    An einen Kollegen musste ich mich erinnern , als ich oben von dem Bioimker aus AUT gelesen habe, der selbst seine Kisten ebenfalls einfach genagelt hat, dabei einfach Holz an Holz ohne Feder/Nut, kein Zinken. Dessen Kisten aus Baumarktholz 18-19mm halten seit 15 Jahren immer noch.


    Ob es sich lohnt, kommt auf deine verfügbare Freizeit an, Frau, Kinder, Arbeit?

    Eine Kosten-Nutzen Rechnung musst du selbst aufstellen. Fertige Zargen, je nach Holz Anbietet 20-35€, HR 15-25€ im Einzelkauf.

    Da musst du schon eine Menge basteln, damit es sich auch finanziell im Vergleich zum fertig Kauf lohnt. Spaßfaktor nicht mit kalkuliert.

  • Ich hatte auch mal ein paar Liebigzargen aus 18er Leimholz gebaut. Funktioniert ganz passabel wenn du nicht an den Schrauben geizt. Ansonsten das Holz gegen Feuchte schützen, wenn nicht lösen sich die einzelnen Bretter voneinander.

    Die Leimhozldinger, na ja, die sind mir mit 19mm zu dünn, (gibts die auch in 22/24mm?)

    Soweit ich weiß bekommt man die noch in 28mm, dann werden die Kisten aber irre schwer. Hatte mal 10er Dadant damit gebaut die auf Zander Liebig passt, dachte damals das wäre ne gute Idee die Völker so auf Dadant umzusiedeln...

    War es nicht, die Kiste war vergleichsweise schwer und das Umwohnen lief auch sagen wir mal bescheiden, Kunstschwarm war da die bessere Alternative.




    Gruß Chris

  • Ohne bereits selbst Beuten gebaut zu haben, würde ich es dennoch immer sinnvoll finden, sich bei der Holzstärke am Standard bzw. Handel zu orientieren, z.B. 22 mm bei Dadant, dann bleibt man immer kompatibel mit deren Teilen - falls man mal aus welchen Gründen auch immer darauf zurück greifen muss. Ansonsten ist ja wirklich alles Eigenbau dann - Boden, ASG, Deckel usw..

    Ablegerkasten hab ich auch schon selbst gebaut, da kommts auf Kompatibiltät nicht so an, einzig auf das richtige Maß für Rähmchen + Beespace. Dafür habe ich Reste von 24er Rauspund Fi/Ta genommen. Übereinander mit Nut+Feder, die Ecken verleimt und mit V2A Terrassenschrauben verschraubt, Deckel aus Siebdruckplatte. Aber das Ding steht auch nicht während der ganzen Saison im Wetter... (Trotzdem sieht er durch die Relation von Größe zu Holzstärke recht atomsicher aus, wenn man den Deckel öffnet. Der 24er war halt übrig. ^^)

  • Moin ihr Bastler,


    ich habe eine Menge versucht und selbstgebaut... Das 18mm-Baumarktleimholz bietet sich an, weil man es in passenden Größen und preiswert in jedem Baumarkt bekommen kann. Ungehobelte Bretter wären sicher billiger, erfordern aber mehr Vorarbeiten. Das kann ich in meiner tollen Hobbywerkstatt nicht leisten.

    Die ältesten Leimholzbeuten sind bei mir jetzt 10 Jahre und nur wenige sind bisher ernsthaft kaputt gegangen. Meist waren das Fehlstellen im Holz, die ein Profi sicher schon beim Zuschneiden rausgenommen hätte. Die Kisten sind alle stumpf 3D-verleimt und etwa alle 50...60mm gespaxt.

    Jetzt habe ich jetzt einen gewissen Plan, wie meine Beuten aussehen sollen und lasse die jetzt in einer kleinen Tischlerei bauen.

    Der größte Vorteil dieser Selbstbaugeschichte ist m.E., dass ich in der Bienenhochsaison einfach in den Baumarkt gehen kann und nach einer Nachtschicht stehen 30 neue HR á 5€ auf den Völkern.

    -> Flexibilität


    Gruß Jörg

  • Die sind nicht Wasserfest, wie das Meiste zusammengeleimte Zeugs.

    Und warscheinlich teurer als ein gutes Brett!

    Es geht nix über Vollholz.

    lg

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

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    W. Churchill