Entdeckelungsmaschine für kleinere Imkereien

  • Vor ein paar Jahren hatten wir in Soltau einen Technikworkshop mit Frank Osterloh. Die Workshopteilnehmer hatten Ihre Erfahrungen mit den jeweils angesprochenen Geräten eingebracht.

    Das hatte vielen bei der Entscheidung für ihre, auf die Betriebsgröße angepasste,Technik geholfen.

    Ich denke gerade darüber nach, dies in 2019 in Donaueschingen nochmals als Tagesworkshop einzuplanen.


  • Wenn Schweissnähte so aussehen, wie von mir gemacht, nichts durchgehendes, geholpert und gespritz, dann kann ich das auch gleich selbst machen. Über Korrosionsschutz brauchen wir nicht reden. Und wenn die so unsauber arbeiten, stellt sich bei mir die Frage, welches Material da genommen wird. Und über Normalstahlbearbeitung in der gleichen Halle denke ich besser erst gar nicht nach.


    Gruss

    Ulrich

  • Melanie, ich weiß, dass Du etwas anders suchst, aber;


    mit einem/meinem ordendlichen Messer bin ich doppelt so schnell wie der hier im Video Arbeitende mit der Rotationsbürste.

    Die Waben sind danach nicht so zerfleddert, die Rähmchen glatt abgeschnitten vom Wachs, und der Honig überhaupt nicht so luftaufgeschäumt.

    Der beheitzte "Vibrationsmeesserautomat" ist somit eine Möglichkeit, die Waben zu entdeckeln.

    LG Andreas

  • Hallo, Andreas,

    das Problem ist weniger die Geschwindigkeit als die körperliche Belastung. Ich halte die Wabe mit der Linken senkrecht und mit der rechten wird das Messer geschwungen. Das klappt auch gut und schnell. Aber nach 200-300 Rähmchen macht die Linke nicht mehr mit... der Tennisarm im linken Ellenbogen von der Lindenernte ist jetzt noch nicht verheilt!


    M.

  • @Melanie, stellst du das Rähmchen nicht ab zum Entdeckeln ?

    Ja, natürlich, auf einer Seite. Aber zum Abschneiden muss man Gegendruck halten und Daumen/Mittelfinger scheinen dass nach den ersten Hundert Waben nicht mehr so gut mitzumachen. Hatte schon überlegt, mir irgendeinen Halter zu basteln so wie das Teil von Nassenheider aber nichts überzeugte mich dass es nicht beim Messer-führen behindert. Ich habe mir extra eine tiefe Entdeckelungswanne selber gebaut da mir die Handelsüblichen zu flach sind und nicht gut zum längerfristigen Abtropfen taugen.


    M.

  • Melanie, Du gehörst ja zu den kleineren Menschen. Wie hoch ist Dein Entdeckelungstisch?

    Ich wette, zu hoch.

    Entweder Tisch runter, oder Fussboden durch Palette oder ähnliches erhöhen.

    Der linke Arm, der das Rähmchen oben hält sollte rechtwinkelig vom Körper abstehen. Je nach Bedarf auch noch stärker nach unten abgewinkelt.

    Ich stelle das Rähmchen auch nicht auf einen Dorn, sondern das Ohr sitzt in einem Loch. Allein das bringt schon 2 cm, und man (frau) braucht bei weitem nicht so stark festzuhalten.


    Schau Dir die Geräte vor dem Kauf auf einer Messe an. Und bitte die Firmen darum, diese Geräte auch auszustellen.


    Gruss

    Ulrich

  • Hallo, Ulrich,

    nein, die Arme muss ich nicht heben. Die Entdecklung erfolgt in einer selbstgebauten Entdeckelungswanne und recht niedrig auf einer Kiste stehend.

    Tatsächlich nutze ich einen Dorn zum Auflegen des Rähmchens. Dadurch lässt sich das einfach eleganter Drehen. Dennoch braucht es einfach Kraft zum Halten.


    M.

  • Ich hätte ohne Arm auflegen dieses Jahr bestimmt auch einen Tennisarm bekommen.


    Das ging so schon ganz gut, aber das festhalten der Wabe geht auch auf die Finger... nächstes Jahr brauch ich da auch noch eine bessere Lösung.

  • Vor ein paar Jahren hatten wir in Soltau einen Technikworkshop mit Frank Osterloh. Die Workshopteilnehmer hatten Ihre Erfahrungen mit den jeweils angesprochenen Geräten eingebracht.

    Das hatte vielen bei der Entscheidung für ihre, auf die Betriebsgröße angepasste,Technik geholfen.

    Ich denke gerade darüber nach, dies in 2019 in Donaueschingen nochmals als Tagesworkshop einzuplanen.

    In D-eschingen gab's vor 3 Jahren oder so mal die Möglichkeit Wandertechnik vergleichend auszuprobieren.

    Messe und Workshop ersetzen aber nicht Besuche bei KollegInnen.

    Was auf dem Parkplatz funktioniert muss nicht im Gebirge, in der Au oder auf der Heide zum persönlichen Betriebsablauf passen.

    Imkerei Mader, Radolfzell-Stahringen

  • Update zu dem Thema: Habe die avisierte Maschine von LEGA erworben. Macht erstmal einen guten, soliden (und schweren!) Eindruck. Nachteil ist, dass sie ganz gerne wandert da die POM-Platten unter den Füßen natürlich auf dem Entdeckelungsgeschirr wandern. Ich habe das aber mit ein paar Winkeln gelöst. Testlauf mit einer leeren Honigwabe verlief zufriedenstellend - ein paar Bilder gibt es unter https://www.hymenoptera.de/Entdeckelungsmaschine


    Werde ich dann noch ergänzen wenn sich das Ding in der Praxis der Feuerprobe stellen muss!


    M.

  • Meine Lösung:


    WT1 mit Direktschmelzer. Beides Keller WET Thermplate

    Als Nebenerwerbs-Imker muss ich mechanisieren was geht weil ich nicht viel Zeit zum Schleudern habe.

    (Was nicht heißen soll das Berufsimker mehr Zeit dafür haben)


    Letztes Jahr in Donaueschingen hat jemand gesagt wenn man zulange wartet sich dass "Gute Zeug" zu kaufen haben vielleicht noch die Kinder/Erben was davon, man selber nicht mehr!

    Experimente mit "Günstigen Lösungen", ohne dass ich auf Referenzen zurückgreifen könnte sind mir zu unsicher.

    Wenn 100 Kisten im Keller stehen und nach dem Vollzeitjob geschleudert werden müssen zählt nur Zuverlässigkeit, nicht mehr der Anschaffungspreis.



    Gruß Max

    Wer die Bienen wirklich retten will, der helfe den Imkern!