Ameisensäure vs. Oxalsäure

  • Ich wollte mal meine Auskünfte unterschiedlicher Institutionen weitergeben.

    FU Berlin empfiehlt den Nassenheider und erwägt große Bedenken was die Oxalsäure Behandlung angeht, weil man nicht weiß wie schädlich die auf Bienen wirkt. Zu dem Thema gibt es auch eine Dissertation, die im Fazit sagt, dass Oxalsäure bedenklich ist aber keine bessere Alternative existiert.


    Der Imkerverein Brandenburg favorisiert total den Nassenheider, der wird auch explizit bei der Neuimkerförderung bezuschusst. Man soll lieber 3x mit AS behandeln anstatt Oxal zu träufeln. Mit der Begründung, für die Oxal ist es durch das wärmere Klima nicht mehr zeitgemäß sie zu verwenden.


    Bieneninstitut Hohen Neuendorf sagt Nassenheider ist ok aber das klassische Schwammtuch ist deutlich überlegen. Im Winter soll man Oxalsäure träufeln.


    Das ist echt nicht witzig, es geht hier um Tiere, da sollte man sich doch anhand der wissenschaftlichen Ergebnisse mal auf etwas einigen können.


    Gerade für mich als Anfänger macht das einen unseriösen Eindruck für die aktuelle Lage der Imkerei. Weiß jemand wie das in einem klimatisch vergleichbaren Land gehandhabt wird?

  • Sprühen hatte keiner erwähnt, daher nur träufeln. Machen das denn welche bzw. eine relevant große Gruppe?

    Seit 2017 ist's erlaubt, in der Praxis deutlich wirksamer als Milchsäure bei brutfreien Völkern. Ich würde sagen, der Anwenderkreis wächst zügig.


    Beste Grüße


    Peter

  • Sprühen hatte keiner erwähnt, daher nur träufeln.

    Dann macht der Vergleich aber keinen Sinn, weil AS für die Sommerbehandlung, die OS-Träufelbehandung aber für den Winter gedacht ist.

    Die sind also nicht alternativ.

    Im Sommer wird OS gesprüht und nicht geträufelt.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo,


    da wo das Geld gerne hinfließt, wird es als "Bestes" angepriesen. Ist leider auch bei Varroa-Behandlungsmittel(Verfahren) so....deshalb benötigen wir z.B. unbedingt den Nassenheider (oder auch nicht). ;)



    gr. Stefan

  • Man muss das noch mal unterstreichen:

    Da vergleicht man Äpfel mit Birnen:

    AS Sommer- und SpätsommerBehandlung, OSX zur Restentmilbung im Winter.


    Oder man diskutiert die Frage, was bei brutfreien Völkern (bspw Ableger in Nachschaffung) besser wirkt, aber so scheints nicht gemeint zu sein.


    In Hohen Neuendorf behandeln die meiner Kenntnis nach mit Schwammtuch - deswegen wird man das wohl auch propagieren. Der Nassenheider horizontal wurde seinerzeit zugelassen, und diese Zulassung wurde von Fr. Dr. Rademacher von der FU Berlin begleitet. Ob das jetzt Zufall ist, dass die FU den Nassenheider empfiehlt, mag ich nicht zu beurteilen.


    Als Neuling kommt man am Ende nicht drum herum, eigene Erfahrungen zu sammeln, nachdem man für sich die plausibelsten Methoden gefunden hat.

    Für mich war das im ersten Jahr der Nassenheider mit OSX zu Weihnachten und dieses Jahr TBE bei den WV und OSX bei den Ablegern. Weihnachten kommt dann OSX über den Verdampfer.


    Bei Nassenheider und OSX hatte ich 0 Verluste, auch nicht an Königinnen.


    Heute nach TBE Ende Juni alle Völker mit CO2 Tester überprüft, und das Ergebnis war sehr beruhigend.


    Im April 2019 wird dann abgerechnet.

    Lange Rede:

    Vielversprechendes Konzept nachmachen, Ergebnisse überprüfen, eigene Schlüsse ziehen.


    Grüße

    Ralf

  • Möglicherweise habe ich resistente Bienen (nordic by nature); denn sie hielten die AS 60%ige Schwammtuchbehandlung durch. Nur die jüngsten fielen dem AS-Dampf zum Opfer - das gefällt mir gar nicht.


    Seit 3 Jahren keine AS mehr benutzt: Keine Jungbienenverluste, Königinnen alle wohlauf, Brutgeschäft läuft normal und Milbenlast niedrig; Verluste nach Überwinterung 3 * 0.


    Woran liegt's ?


    Ich meine, an der TBE in Vbdg. mit einmaliger OXS Sublimation. Und das reichte bisher immer bis zur Winterbehandlung - auf gleiche Weise.


    Damit kommt man i.d.R. auf 2 Behandlungen p.a. und keine geschädigten Jungbienen usw.

  • die Betriebsweise und Behandlung müssen aufeinander abgestimmt sein, es muß zum richtigen Zeitpunkt und es muss wirksam sein. Murks sind zB As erst im Sept oder nicht brutfreie Blockbehandlungen mit Sprühen. Brutfreie Starts mit Fegling oder Kunstschwarm mag ich, Ableger sind bzgl Varroa 2.Wahl.

  • Verfahre wie rall0r .

    Nach 3 Jahren AS mit allen Nachteilen 2 Jahre TUB, dies Jahr erstmals TBE. Weihnachten werde ich wie schon letztes Jahr OXS verdampfen. Hab nur gute Erfahrungen damit gemacht. (Außer dass man immer ins Nachbarland fahren muss dafür:P) Hab Respekt vor Träufeln , und Verdampfen ging genau so gut.

    Bis jetzt alle Varroazahlen sowohl auf Windel wie auch im CO2 Tester unauffällig.

    Aber wie schon von Ralf erwähnt:erst im Frühjahr 2019 wird abgerechnet.

    AS LZ im Sommer mit OXS Träufeln im Winter zu vergleichen ist in der Tat unseriös.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Wenn man die entnommenen Brutwaben einschmelzen will, ist es ohne Säure ok.


    Ich habe meine vierzargige „Brutscheunen“ heute geteilt. Weden zwei Völker.


    Werde mir trotzdem mal das Oxalträufelzueug besorgen. Will mal sehen, was dann passiert.


    Grüße Ralf