Bienen abwehren - WIE?

  • Hallo!


    Ich wende mich mit einer Frage an Sie, die Fachleute für Bienen. Ich habe ein Problem:


    Der Nachbar unseres Pferde-Pensionsstalles hat offenbar einen Bienenstock, jedenfalls fliegen bei uns im Stall oft Bienen herum. Es passiert andauernd, daß ich von den Bienen "attackiert" werde, sie fliegen mir im Gesicht und in den Haaren herum. Sie lassen sich weder verjagen noch abhängen.


    Heute kam was kommen musste: Ein Tier hat sich in den Haaren verfangen und mich in den Kopf gestochen. Ich weiß - ist nicht schädlich - aber schmerzhaft und mir ist jetzt ganz flau zumute.


    Nix gegen Bienen, aber irgendwo muß mal Schluß sein! :smile:


    Wie kann ich mich gegen die Viecherl wehren, gibt es ein K.O. Spray oder was soll ich tun? Ich kann ja schlecht einen Imkerhelm aufsetzen zum Reiten...


    Ich danke für jeden Tip!


    Viele Grüße, Nicole


    email: Paisley@munich.netsurf.de

  • Hallo Nicole,
    Ich kann mir zwar nicht so recht vorstellen das dich BIENEN in einem Stall attakieren, aber wenn es so ist, versuche es mal mit Nelkenöl. Tropfe etwas auf ein Halstuch o.ä. und lege es dir um den Hals. Bienen mögen diesen Geruch überhaupt nicht.


    Wenn dich eine in den Kopf gestochen hat, ist der Stachel mit der Giftdrüse in der Kopfhaut hängengeblieben?


    --- Harry ---

  • Hallo Harry!


    Danke für Deine Antwort!
    Also - ich habe mich da ein bißchen ungeschickt ausgedrückt: Die Bienen surren mir immer Draußen um den Kopf. In die Gebäude kommen sie nicht, da renne ich ja immer auf der Flucht hinein. :smile: Aber - irgendwann muß ich ja wieder raus, und in Null Komma Nix ist die Biene wieder da.


    Gestochen wurde ich mitten auf der Koppel. Das mit dem Nelkenöl probiere ich aus! Ich setze vorerst mal immer ein Cappy auf, dann können sich die Flugobjekte wenigstens nicht in den Haaren verfangen.


    Ja, der Stachel steckte noch drin. Die Giftdrüsen waren zwar offenbar schon abgerissen, die haben wir nicht mehr gesehen. Der Stachel war nicht sehr groß, aber.... AUTSCH, hat gereicht! :smile:


    Meine Mutter meinte, es könnte an meinen - zugegeben sehr leuchtenden - roten Haarsträhnen liegen... oder am Haarspray?


    Naja. Heute war ich schon draußen, hab auch das Bienenhaus von der Ferne in Augenschein genommen, aber heute waren die Ladies friedlich. Und ich gut "behütet" mit einem Baseball-Cap...


    Also, weitere Tips gerne an mich, ich stäube mich aber zunächst mal mit "Eau de Nelke" ein... :smile:



    Dankeschön & viele Grüße, Nicole

  • Hallo Nicole,
    ein Tip gegen heftige Reaktion bei Bienenstich:
    Man entferne schnellstens den Stachel mit der Giftblase, dann suche man schnellstens ein Spitzwegerich oder Breitwegerich-Blatt, zerreibe dieses zwischen Daumen und Zeigefinger saftig und reibe die Stichstelle mit dem Saft ein.
    Dieses Rezept hat sich schon sehr oft bewährt. Vor 14 Tagen erhielt mein Sohn einen Bienenstich in die Nase zwischen Oberlippe und Nasenscheidewand. Siehe da: es schwoll gar nicht an.
    Außerdem hörte ich einmal, daß man ab dem 1000. Stich kein Rheuma mehr bekommt.
    Bienen sind friedlich, es sei denn, man reizt sie durch heftiges Schlagen. Das mögen wir Menschen ja auch nicht!
    Einmal saß mir eine Biene direkt auf der Nasenspitze. Das muß lustig ausgesehen haben! Ich konnte das leider nicht sehen. Die wollte sich aber nur ausruhen. Man muß eben die Nerven behalten.
    Mein Hobby gilt den Bienen, die benötigen nicht so viel Pflege wie ein Pferd, das täglich versorgt werden muß. Aber jedem das Seine.
    Viel Spaß und Erfolg mit Pferd und Biene!!

    Freundliche Imkergrüße
    Harald Feinauer

  • Hallo!
    Ein kleiner Tip!
    Ich habe einen leeren zerstäuber von einem nasenspray genommen und ein kleines loch reingebohrt.Den zerstäuber habe ich mit essig gefüllt und das loch mit klebeband verschlossen.(Eine spritze zum befüllen eignet sich sehr gut). Wenn ich oder die kinder mal gestochen werden ist dies ein sehr gutes mittel gegen die schwellungen und es passt in jede hosentasche.
    Mit imkerlichem gruß
    andreas

  • Hallo liebe Imker!


    Herzlichen Dank für die vielen Tips! Da kann ja in Zukunft nichts mehr schief gehen.
    Heute waren die Bienen auch wieder nicht zu sehen, vielleicht war auch das Wetter damals Schuld?
    Also Spitzwegerich und Breitwegerich werde ich vorsorglich schon mal suchen - wenn es dann mal nötig ist, kann ich ja nicht erst in der Weide rumkriechen und Kräuter sammeln... :smile: Und Essig - ja, da erinnere ich mich an Früher... Meine Mutter nahm das auch immer, und Salmiakgeist.


    Jedem das Seine, das stimmt. Aber - ich bleibe lieber bei den Pferden... da habe ich vor so einer kleinen Krabbelbiene mehr Respekt als vor 600 kg Pferd... :smile:


    Viele Grüße, Nicole