Was ist das für ein komischer Schwarm?

  • Ein Tag nach Behandlung: bereits 30 Milben (bei nur 300 g Bienen = 1 Wabengasse Zander).


    2 der Wildvölker in meiner unmittelbaren Umgebung sind offenbar eingegangen (Mitte August bereits schwacher Flugbetrieb, heute Totenstille). Dabei hauste einer der beiden toten Biens in der nach Torben Schiffer idealen Baumhöhle - ein sehr großer Schwarm, der im Mai 2016 einzog und dem kein egoistischer Imker Honig wegnahm oder die Bücherskorpione mit TAM vergiftete. Vielleicht stammt mein 300g-Schwarm ja von dort?

  • Heute habe ich meine 4 größeren MP durchgesehen, von da ist der Handballschwarm auch nicht. Ich traue mich nicht jetzt schon in die zusammengelegten 2 MP Zargen zu schauen. Ich fahre erst Mi wieder an den Stand und schaue mir an, ob sie Pollen eintragen. Danach haben sie erst mal 2 Wochen Ruhe vor mir.


    Liebe Grüße Bernd

  • Heute ließ sich ein Schwarm auf mich herab,

    Es war mir neu, so bedeckt mit Bienen zu sein.

    15 Min. stand ich da, wie eine Vogelscheuche.

    Dann flogen sie auf und straks in eine Zarge mit Mittelwänden.

    Mal sehen, wie es morgen ausschaut.

    3 Tage nicht füttern. richtig?

  • Kannst Du davon mal ein paar Jahre selektiert nachzüchten?


    So honigreich, freundlich, wabenstet, wenig Propolis und sofort in die MW-Zargen schwärmend, wenn es denn überhaupt mal sein muss?


    8)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Grottenschlechtes Timing und keins der Völker an diesem Stand wills gewesen sein.

    Königin ist dabei. Ob die Bienenmasse reicht, werde ich nachher sehen.. Eine Futterkappe hätte ich noch, nur wann geben?

    Schön, das noch Mai ist, Elk

  • Moin Elk,


    die werden wo gehangen haben und die Zarge entdeckt und angestrebt und dann noch mal aus der Nähe angeschaut...

    Wie lange gehangen, weiß man nicht; welche Tageszeit kamen sie denn?


    3Tage könnte also zu viel sein, wenn nix mehr honigt. Sollte aber der Epheu ja tun, wenn es den da gibt, in der Nähe.

    Entmilben würde ich aber jedenfalls.

    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • DIe 3-Tages-Frist ist ohnehin nur eine Faustregel, die engmaschig zu überwachen ist. Wenn die mitgebrachten Futtervorräte in den Honigmägen verstoffwechselt sind, resp. ersten Bienen verhungert auf dem Gitterboden liegen, dann muß sofort zugefüttert werden.

  • Ich würde am nächsten Tag anfangen. Es ist Mitte September, Leute. Oder eher noch Mutti abdrücken und einen schwächeres Volk mit den Bienen verstärken.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • So gegen 17;00 Uhr..

    Bevor sie sich an mich ranhigen, tanzten sie um eine Volk, welches sie definitiv nicht haben wollte. Die Koordinaten der Leerbeute mussten sie allerdings gehabt haben, so zielstrebig, wie sie Welle nach Welle dort einflogen. Bienen waren schwer mit Futter und Pollenträger waren auch dabei.

    Fluglochbewachung stand fast umgehend. Das war die Kiste für mein Werkzeug und Ersatzmitttelwände. Ich glaube nicht nicht, das sie ausziehen werden, wenn ich ihnen die Futterkappe heute schon gebe.

  • Ich würde am nächsten Tag anfangen.

    rase : Du läßt ja auch jedes Jahr Futterkranzproben (FKP) untersuchen - das sollte man dazu sagen. Oder m.a.W.: Wärest Du auch so locker, wenn solche Leute wie z.B. Soapp in Deinem Flugkreis Bienen halten würden?

    Blindflug - noch dazu mit Schwärmen unbekannter Herkunft erhöht das Risiko, das deutschlandweit ohnehin in Berlin seit Jahrzehnten am höchsten ist. Prof. Dr. Genersch empfiehlt nicht aus grundlosem Prinzip, sondern aufgrund ihrer Genetikanalysen:

    a) jeden Schwarm unbekannter Herkunft zunächst seine mitgebrauchten Futtervorräte verbrauchen (3 Tage Kellerhaft) und

    b) jährlich FKP untersuchen zu lassen.

  • Hauptsache, Du vermerkst Dir das Volk, dem Du die AFB-Risiko-Bienen zugibst und läßt demnächst eine FKP analysieren. Warum man - gerade im Hochrisiko-Gebiet Berlin - nicht vorsorglich 3 Tage Kellerhaft zum Verbrauch der mitgebrachten Futtervorräte (etwaig mit AFB-Sporen belastet) vorschalten kann, erscheint unverständlich.

    Die Arbeit, die ein Imker damit ggf. jetzt spart, muß er im Infektionsfall um mehrere Zehnerpotenzen erhöht wieder dransetzen - selber und die Nachbarimker gleich mit. Die freuen sich dann in der Regel über solch lockere und "arbeitssame" Kollegen...