Grünliche Verfärbung der Waben nach Schwefeln

  • Die LWG Bayern sagt (Zitat von S. 3 Mitte):
    "Das Schwefeln der Waben wirkt nicht gegen die Wachsmotteneier!"

    https://www.lwg.bayern.de/mam/…n/dateien/wabenpflege.pdf

    ok Danke! Also müsste man das tatsächlich 2x anwenden.

    Ja. 2x, oder auch 3 oder 4x, bis es kalt genug ist. Und das Lüften der Waben vor der Verwendung ist auch wichtig.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ja. 2x, oder auch 3 oder 4x, bis es kalt genug ist. Und das Lüften der Waben vor der Verwendung ist auch wichtig.

    Beides trifft wohl auch auf die anderen Abwehrchemikalien zu, wobei ich mit Bac. thuringiensis keine Erfahrung habe. Die Gefahr der Neubesiedelung mit Wachsmotten ist während der Saison auch bei wirksamer Behandlung bei imkerlichem Umfeld immer gegeben. Das ist m.E. nur eine Frage der Zeit (bis zur Kältesaison bzw. dem Einschmelzen/Zuhängen ins aktive Bienenvolk (nicht Wintertraube)).


    Wenn man mit dem Wachsmotten-Lebens-/Vermehrungszyklus sein Wabenlager betreibt, kann man ohne Schwefelung o.a. Mittelchen auskommen. Sofern man Waben mit Pollenanteilen für Ableger o.a. spätere Verwendung aufbewahren will, gelingt das während der Saison am besten in vitalen Bienenvölkern z.B. im HoR.

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  • Hallo Jörg,


    nein, ich selbst wende das nicht an. Ich habe aber einen Kollegen, der das im letzten Winter zum Ersten mal eingesetzt hat. (>100 Zargen) Er schien recht zufrieden zu sein.

    Die Bienenverträglichkeit, ist nach Produktinformation wohl gegeben, aber ich muss gestehen, gerade wegen der Langzeitwirkung bin ich hier auch skeptisch.


    Gruß
    Ludger

  • Hallo Jelle,

    alle Anwendungen/Gifte, die über längere Zeit auf den Waben verbleiben und nur langsam, über z.B. mehrere Monate abgebaut werden (und damit ihre Wirksamkeit verlieren), fördern auf Dauer eine Resistenzbildung. (Allerdings bei den Wachsmotten, was ich als vergleichsweise unkritisch einstufe.)


    Das Beispiel mit den Neonicotinoiden zeigt außerdem, dass eine fehlende sofortige Schädigung, noch lange nicht heisst, dass die Bienen nicht doch auf Dauer geschädigt werden. Und ich glaube nicht, dass B401 auch nur annähernd so gründlich untersucht wurde, wie die Neonics.


    Deswegen mag ich es nicht, wenn giftige Substanzen über längere Zeit auf den Waben verbleiben und ich sie nicht einfach und schnell wieder loswerde. (Selbst Thymol setze ich deswegen nicht ein.)


    Gruß
    Ludger

  • Hallo Ludger,

    in der Landwirtschaft und in Privatgärten werden die Bact. thuringiensis ja schon seit Jahrzehnten gegen diverse Raupen eingesetzt.

    Gerade weil es keine anderen Insekten negativ beeinflusst, habe ich die immer mit gutem Gewissen eingesetzt.

    Hast Du da schon mal was anderes drüber gelesen/gehört?

    Gruß

    Jelle

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...