Begrünungspflicht von Fotovoltaikanlagen - Petition

  • Fotovoltaikanlagen am Boden blockieren i.d.R. grünfähige Bodenfläche. Bunt statt Grün - Eine fränkische Imkerin ruft den Bundestag mit einer Petition dazu auf, wenigstens die noch begrünbare Bodenrestfläche solcher Anlagen mit Samen und Pflanzen gebietseigener Wildblumen verpflichtend vom Betreiber besiedeln zu lassen. Der Landesverband Thür. Imker ruft jetzt zur Mitzeichnung dieser BT-Petition Nr. 82333 auf:


    https://epetitionen.bundestag.…7/_10/Petition_82333.html


    Die Zeichnungsfrist endet am 30.08.18. Kommen bis dahin 50.000 Unterstützungen zusammen, wird i.d.R. der Antrag im Petitionsausschuß öffentlich behandelt und die Antragstellerin eingeladen, um ihr Anliegen persönlich vorzutragen.

  • wir haben den 17.8 - bis Dato nur 253 Unterschriften seit dem 2.8 - ich lehne mich jetzt mal ganz tief aus dem Fenster - das wird nichts mit 50.000


    Und ich meine das tuen die oder viele der Betreiber aus verschiedenen auch wirtschaftlichen Gründen eh schon ( weniger Mäharbeiten usw. )

  • Auch wenn die 50.000 nicht erreicht würden, wird sich der Petitionsausschuß trotzdem mit dem Thema befassen, hoffe und vermute ich. Vielleicht gibt es sogar eine Beschlußempfehlung für den Bundestag. Auf jeden Fall können viele Unterstützungen die Bedeutung des Themas unterstreichen.


    Ich bin weit entfernt davon, die Verhältnisse in der DDR zu loben. Aber in Erfurt gab es in den 80er Jahren am Staatlichen Vertragsgericht einen Richter, den man für seine Entscheidung zur "VO zum Schutz des land- und forstwirtschaftlichen Bodens" sogar ausgezeichnet hat. Er entschied bspw., die Dehnungs-U von überirdischen Rohrleitungen nicht mehr liegend, sondern stehend zu installieren. Er begründete das mit dem Mehrbedarf an landwirtschaftlicher Nutzfläche, der bei der üblichen liegenden Installation entstünde. Daß er sich dabei gegen die Anwendungsvorgaben zur Bevorzugung von "Volks"eigentum (der Rohrbetreiber) zugunsten der rangniederen "sozialistischen" Eigentumsform der LPG entschied, nahm man zähneknirschend in Kauf. Soviel Akribie bei wichtigen Entscheidungen wünscht man sich heute öfter.

  • Eigentlich … hört sich das gut an.

    Letztlich ist es Quark. Wir müssen anerkennen, dass nicht alle Produktionsflächen nebenbei anders genutzt werden können.

    In einer Stahlbauhalle erwartet man, bis jetzt, keine Vogelvoliere. Und keinen Platz für ein kleines Wolfrudel.

    Wir müssen zurück zur Verhältnismäßigkeit, sonst machen die lauten Minderheiten alle taub.

    Ich bin schon kurz davor.

    Jeden Tag kommt jemand, dem ich meine Stimme geben soll, um den „Weltuntergang“ zu verhindern. Manchmal quietscht in der Kita nur die Wippe - aber da starten wir doch mal schnell eine Petition.

    Geht schneller, als schmieren. Außerdem weiß man ja heute gar nicht, wie man das nachhaltig macht.

    Grüße Ralf

  • Wenn erhaltenswerte Biotope mit Fotovoltaik zugepflastert werden, dann fragt man sich schon, ob die Steuerungsinstrumente richtig justiert sind. Jeder Umstand, der Investoren dazu bringen könnte, diese Anlagen ohne Bodenverbrauch bspw. an ohnehin vorhandenen Bebauungen zu installieren, ist zu begrüßen. Auch dies könnte ein Mitzeichnungsgrund sein, m.E. nicht einmal der schlechteste.

    Offenbar gibt es auch gewisse Unterschiede zwischen einzelnen Bundesländern...

  • Wir haben fast alle Dächer schon an Fotovoltaikinvestoren vermietet.


    Das Problem bleibt: Bei Windstille und Dunkelheit gibt es keinen Strom aus Windrad oder Solarzelle.

    Wann macht man die Energiewende endlich mal „rund“?

    Bis jetzt ist es nur ein Möglichkeit, überflüssiges Geld so anzulegen, dass man am Ende noch mehr davon hat.

    Der Wirbel darum wird immer lauter, offenbar wird der Platz knapp. Laut Statistik von vorgestern (Märkische Oderzeitung) machen Kernkraft und Kohle noch immer 60 % unserer Energieversorgung,

    Laut Fraunhofer Institut von gestern kann man in bis 2020 darauf komplett verzichten.


    Irgendwie fühl ich mich schlecht informiert.


    Grüße Ralf

  • Ich weis nicht wie ich das verstehen soll, alle Fotovoltaik Anlagen die hier in der Gegend nicht auf Dächern montiert sind, sind trotzdem alles mit wilder Wiese drunter.


    Da tummelt sich alles. Die Mäharbeiten übernehme oft Schafe die dort denn Sommer über grasen.


    Aber vielleicht ist das nur hier in Oberbayern so?


    Ich finde es sollte auf öffentlichen Gebäuden grundsätzlich und verpflichtend Fotovoltaik verbaut sein ( außer dieses liegt natürlich ganztägig im Schatten)


    LG

  • Wann macht man die Energiewende endlich mal „rund“?

    Das kommt noch... 'grid energy storage' (Netzspeicherung).


    Aber Verpflichtungen sind so eine Sache.

    Kevin Pfeiffer - Übersetzer, Betreiber der Kleinimkerei zu Gunsten Familie und Freunden

  • Auch wenn die 50.000 nicht erreicht würden, wird sich der Petitionsausschuß trotzdem mit dem Thema befassen, hoffe und vermute ich. Vielleicht gibt es sogar eine Beschlußempfehlung für den Bundestag. Auf jeden Fall können viele Unterstützungen die Bedeutung des Themas unterstreichen.

    da wird wie es ausschaut, nicht mal ein Hauch, nicht ein Bruchteil dessen was an Unterschriften erforderlich ist zusammen kommen - und dann beschäftigt sich jemand damit ? Glaube kaum. Das Desinteresse an der Petition zeigt einem ja den Rest.


    Ich werde langsam das Gefühl nicht los das man für jeden "Pups" einen Eigenen Paragraphen braucht, das nennt man dann den entmündigten Bürger.

  • Also ich muss jonnybee recht geben. Habe auch schon eine Anlage gesehen, dort blühten wilde Wiesenblumen(Wiesenglockenblumen, wilde Möhre ect.) Eigentlich ein Paradies für alle möglichen insekten. Zwischendurch wurden dort Schafe zum Gras kurz halten eingesperrt. Gute Sache!

  • ... nicht ein Bruchteil dessen was an Unterschriften erforderlich ist zusammen kommen - und dann beschäftigt sich jemand damit ? Glaube kaum.

    Das ist unzutreffend. Die erste Hürde hat die Petition bereits genommen: Nach fachlicher Stellungnahme des zuständigen Bundesministeriums wurde ihr bereits ernsthafte Relevanz zuerkannt und nur deshalb konnte sie in die nächste Stufe (öffentliche Petition) gelangen.

    Unabhängig von der Zahl der Unterstützer wird jede Petition parlamentarisch geprüft.

    https://epetitionen.bundestag.de/epet/service.$$$.rubrik.oeffentlichePetition.html


    BeesPal: Wenn Jeder freiwillig immer das täte, was der Allgemeinheit am besten dient, bräuchten wir keine Regeln. Leider ist dieser Idealfall noch nie erreicht worden, noch nicht einmal in kleinsten Gruppen, geschweige denn in einem Staat. Es gibt sogar Bestrebungen, selbst das Pupsen (bspw. von Rindviechern) zu regulieren. Auch dafür werden Vernunftgründe angeführt. M.a.W.: Man muß jedes Anliegen eingehend prüfen. Genau das soll durch die Petition erreicht werden.

  • Warum sollten Freiflächen-Fotovoltaikanlagen-Betreiber, die bereits regenerative Energien erzeugen und auf ihren Flächen eine höhere Artenvielfalt als auf den umliegenden Ackerflächen haben, zusätzlich mit Auflagen bedacht werden? Und noch dazu mit dem überaus teurem (überteuerten?), gebietseigenen Saatgut?


    Verwirrte Grüße vom Apidät

  • ribes


    danke für den Link, wusste nicht das der Ablauf so ist.


    Gottfried, es ist zwar richtig was Du sagst, meiner Meinung nach muss aber nicht alles immer, penibelst, bis ins kleinste Detail reguliert werden. Warum ?

    Ich schweife dazu mal vom Thema ab -

    Und zwar, wenn man heutzutage ein Grund erwirbt, könnte man meinen man wäre der Besitzer, ist man das wirklich ? Oder ist es eher so das Einem vorgeschrieben wird was man auf seinem Grund / Besitz zu tun und was zu lassen hat ? Und weil es dazu nicht wenige Regelungen gibt, hat/haben auch noch Dein/e Nachbar/n immer was zu "husten" was Du, auf Deinem eigenen Besitz zu lassen hast.
    Ich habe eine 5000 qm grosse Streuobstwiese, etwas ausserhalb von irgendwelchen Nachbarn. Auf dem Grudstück steht ein kleines Häuschen - glaubst Du man darf das einfach so etwas vergrössern oder was anbauen ? Keinesfalls, hagelt gleich eine Anzeige oder man darf das zügig wieder abbauen.


    Und das ist eine feine Sache ? Weil es die Allgemeinheit eventuell stören würde ?


    Ich sage nicht das es keine Regeln oder Gesetze geben soll, aber wenn ich an den Regelwahn hier in Deutschland denke wird mir echt übel. Nicht weil ich mich nicht anpassen will oder möchte, einfach weil alles, wirklich alles, nach der Meinung mancher, anscheinend ein Gesetz braucht. Als ob nur irgendwelche tressierten Affen hier im Lande rumlaufen würden.


    Und eben das gleiche versucht nun diese Petition mit den Betreibern von Fotovoltaikanlagen - wobei mir schleierhaft ist wie man überhaupt auf diese Idee kommt, denn wie schon erwähnt kenne ich keinen der sich sowieso nicht schon eigenständig drum kümmert. Hab bis Dato auch noch keine gesehen, die auf den Böden nach "Wüste" ausgesehen hätten.


  • In Brandenburg ist das wohl so üblich. Unser Dachdecker hat auf seinem Betriebshof eine größere Anlagen. Da sind extra Kunststofffolie und Schlacke drunter eingebaut, auf das ja kein Unkraut Schatten wirft.

    Vor unserer Halle steht auf Nord-Nord-West eine Pappel. Die soll weg, könnte Schatten auf die Solarzellen werfen. Mein Argument, dass die Sonne, sollte sie von dort scheinen, sowieso zu tief steht, überzeugte nicht sofort.

    Grüße Ralf