Neu gegebene Mittwände ausbauen lassen oder entfernen?

  • Hallo zusammen,


    ich habe vor ca. zwei Wochen vier nicht ausgebaute Mittelwände in meine Völker gehangen.


    Diese sind nur minimal ausgebaut worden. Ich wollte demnächst 14Kg Apiinvert einfüttern. Sollte ich die nicht ausgebauten Mittelwände entfernen und gegen ausgebaute ersetzen oder denkt ihr, die Bienen bekommen sie noch ausgebaut?


    Mal abseits des Themas: Ist es OK, wenn ich das Apiinvert schon ab etwa dem 20.08. gebe oder sollte ich noch warten? Ich habe bereits vom 14.07. bis 19.07. und ab dem 30.07. jeweils 2,5Kg Apiinvert gefüttert. Gestern habe ich mal in die Völker gesehen. Da sind noch ordentlich gefüllte Futterwaben vorhanden.


    Viele Grüße

    Manuel

  • Hallo zusammen

    Moin Manuel!


    Ich weiß, es bringt dich nicht direkt weiter, deine Fragestellung bzw. Aussagen mich mit Blick auf eine Antwort so aber erstmal auch nicht, daher muss ich

    Ich habe vor ca. zwei Wochen vier nicht ausgebaute Mittelwände in meine Völker gehangen.

    hinterfragen: Diese 4 Mittelwände, die im Übrigen von der Begrifflichkeit her schon nicht ausgebaut sein können, haste die in ein Volk gehängt? Oder je Volk vier? Egal was, an welche Position hast du die Mittelwände denn generell gehängt? Mit welcher Zielsetzung?

    Diese sind nur minimal ausgebaut worden.

    Was logisch ist, ausser du würdest aktuell mindestens wöchentlich, eher noch häufiger, kleine dünnflüssige Portionen füttern oder bei dir blüht und honigt irgendwas.

    Sollte ich die nicht ausgebauten Mittelwände entfernen und gegen ausgebaute ersetzen oder denkt ihr, die Bienen bekommen sie noch ausgebaut?

    Siehe oben - ist eine Frage der Zielsetzung. Bei richtiger Fütterung bekommen die Bienen sie natürlich noch ausgebaut - sogar sehr zügig.


    Ab vom Thema meine Antworten auf

    Ist es OK, wenn ich das Apiinvert schon ab etwa dem 20.08. gebe oder sollte ich noch warten?

    : "OK"? Die Frage ist ob es sachdienlich ist. Was wiederum von der Zielsetzung abhängig ist.

    Sollen / Soll die Völker / das Volk noch möglichst lange brüten und Bienenmasse generieren? Muss das Futter dann rein weil du anschließend ggfs. länger nicht füttern kannst? Willst du die Völker dann bewusst aus der Brut drücken?

    Ich habe bereits vom 14.07. bis 19.07. und ab dem 30.07. jeweils 2,5Kg Apiinvert gefüttert.

    Sind in Summe 5 Kilo Futter in 2 Portionen. Wobei die letzte Fütterung Stand heute ca. 14 Tage zurückliegt. Unklar ist, was in den Völkern / dem Volk zuvor noch drin war und ob / was reinkommt. Ggfs. sind sie voller Honig und Futter, vielleicht aber auch sehr knapp dran. Oder auch genau richtig dran.

    Gestern habe ich mal in die Völker gesehen. Da sind noch ordentlich gefüllte Futterwaben vorhanden.

    Also vermutlich genau richtig dran. Wobei "ordentlich gefüllt" Vieles heißen kann.


    Schöne Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Füttern wenn sie es brauchen! Was du gefüttert hast klingt nicht viel. Es kommt aber auch darauf an, was noch so reingekommen ist oder kommt. Einfach mal reinschauen. Ich persönlich füttere je nachdem wie das Wetter mitspielt bis Ende September ein und nie 14 Liter aufeinmal. Die Königin sollte noch Platz zum stiften haben und bei 14 Liter wird es glaube ich ganz schön eng. Die Mittelwände würde ich gegen Leerwaben tauschen, wen du mit der Fütterung so vorgehst wie beschrieben. Irgendwo muss die Futter Masse ja hin.

  • Hallo,


    ich hatte in ein Volk 4 Mittelwände eingehangen. Dann werde ich die jetzt gegen Leerwaben austauschen.


    Die kontrollierten Futterwaben waren zu etwa einem Drittel verdeckelt und im Rest hat es geglänzt. Sollte dann ja Honig sein.


    Ich habe auch noch Futtereimer. Vielleicht werde ich dann jetzt so ein bis zwei Liter Apiinvert je Volk geben.

  • Nicht nur hü oder hott, zwischen 4 Mittelwände rein, oder 4 raus gibt es auch noch einen Mittelweg. Wenn Du eh Leerwaben hast, dann lass sie doch jetzt massvoll bauen und brüten. Einfüttern kann man auch später, noch dazu, wenn fertige Waben da sind.

    Nicht alles was glänzt ist Honig.


    Gruss

    Ulrich

  • Patrick hat es ja bereits umrissen:


    es wird nicht ganz klar, was Du möchtest und auch nicht, warum Du so füttern willst.

    Diese sind nur minimal ausgebaut worden. Ich wollte demnächst 14Kg Apiinvert einfüttern


    Was für "Völker" sind dass denn? Wirtschaftsvölker in üblicher Stärke oder Ableger oder was?

    Warum die 4 MW auf einmal? Fehlen die?

    Oder wolltest Du mit den 4 MW Platz für die geplanten/ berechneten 14 kg haben?


    Bienen bauen nicht einfach mal so 4 MW aus, nie.


    Wenn Du ab 30.7. 2,5 kg Sirup gefüttert hast, dann ist dieser fast nicht erfolgte Ausbau ein Zeichen dafür, dass sie diese 2,5 kg anderweitig abgelagert haben oder verbraucht. Wenn sie mit dem Platz klarkommen oder keinen Grund zum Wachstum haben, dann bauen sie auch nicht; ebenfalls nicht, wenn keiner da ist, der baut.


    Junge Völker, Ableger von diesem Jahr, Kunstschwärme etc entwickeln sich noch weiter. Das tun sie nur, wenn die Bedingungen stimmen. Kommt nicht stetig was rein, dann nicht.

    Nach Gabe dieser 4 MW hätte wohl eher die doppelte Futtermenge oder mehr je nach Volksgröße rein gemusst, damit da was kommt.

    Dünnflüssig ist trachtähnlich und dünner braucht mehr Volumen, muss erst einmal irgendwohin, daher ist 1:1 oder verdünntes Sirup besser, wenn man da noch etwas erreichen oder fördern möchte.


    Je nach Volk empfiehlt es sich außerdem, evtl schrittweise vorzugehen, damit die MW gleichmäßig ausgebaut werden. Immer, wenn eine fast fertig ist, kommt die nächste. Und in die Nachbarschaft ans Brutnest gehängt klappt das auch besser als am Rand.


    Starken Völkern kann man die Kiste mit MW füllen (z.B Dadant nach Ernte, vorher auf 8 Waben geschiedet; kommen 4 MW rein und Futter dazu, dann bauen die das aus und lagern ein und gut)

    14 kg müssen schließlich irgendwohin und dann bauen die auch, trotzdem drückt es sie gleichzeitig aus der Brut, wenn das in zwei Portionen da rein kommt. In vielen Fällen ist das erwünscht.

    In Deinem auch?

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Sirup enthält ja bereits Wasser.


    Bei Apiinvert entspricht 1 kg Sirup 0,73 kg Zucker

    1 Liter Sirup entspricht 1 kg Zucker


    Bei Sirup mache ich das ehrlich gesagt so pi mal Daumen und geb bei einer Menge Sirup ca ein gutes Drittel Wasser dazu.


    Man muss schon auch ein bisschen Rühren, es bilden sich erst Wolken aus Wasser-Sirupgemisch und man denkt zunächst, das lässt sich nicht auflösen, das geht aber sehr schnell.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Es sind starke Wirtschaftsvölker auf 2 Zargen. Gefüttert hatte ich Apifonda, keinen Sirup. Eingehangen hatte ich die MW. damit ich nächstes Jahr mehr ausgebaute Waben habe.


    Bisher habe ich noch kein Apiinvert eingefüttert, weil mir mein Imkerpate sagte, dass nach dessen Einfütterung keine (zweite) Ameisensäurebehandlung mehr gemacht werden kann / darf.

  • Bisher habe ich noch kein Apiinvert eingefüttert, weil mir mein Imkerpate sagte, dass nach dessen Einfütterung keine (zweite) Ameisensäurebehandlung mehr gemacht werden kann / darf.

    Warum das denn nicht? Kannst Du machen, wie Du möchtest. Ich würde die MW drin lassen und alle zwei, drei Tage zwei Liter 1:1 füttern, bis die ausgebaut und das Volk eingefüttert ist.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich füttere zurzeit täglich 500 ml Gemisch. Also Sirup 2:1 Wasser.

    Hab das täglich Füttern angefangen weil mir n bisschen die Düse gegangen ist, dass ich die sonst nichtmehr auf 10 Waben (DD) bringe (also zum ausbauen, ich gebe Mittelwände).

    1 Volk sitzt schon auf 10 Waben, 3 sitzen auf 9 Waben, 15 auf 8 Waben und 3 noch auf 7.


    Mittelwand gebe ich immer, wenn die vorherige anständig angeblasen ist. Also nirgends mehr 'reine Mittelwand' zusehen ist und die Zellränder nichtmehr Gelb, sondern weislich werden.


    Ich frage mich: Warum wird immer 'alle 2-3 Tage' vorgeschlagen? Ist täglich zuviel des Guten?

    Mit täglich 500ml wird den Bienen ja eine durchgehende Tracht simuliert, noch mehr als bei Fütterung alle 2-3 Tage. Da sollten sie ja Brut und ausbautechnisch nochmal richtig Gas geben.


    Plan ist jetzt bis mitte September so weiter zu füttern. Ich fahre Ende der Woche weg, für 3 Wochen. (Freundins Urlaub wird durch den Betrieb festgelegt [Pflegerin], mir wäre 2 Wochen später lieber gewesen...)

    In dieser Zeit würde ein Kumpel (Armer Schüler) alle Völker täglich mit 500ml dünn Füttern. Wenn ich dann mitte September wiederkomme würde ich die dann noch mit Sirup pur auf Einwinterungsgewicht drücken.


    Gibts da Einwände?


    Besten Dank & Grüße

    Luis

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Alle paar Tage 2-3l 1:1 ist besser: die müssen bauen, weil das Zeug muß ja irgendwo hin. Wird eingedickt, Zellen werden frei und bestiftet. Neue Plörre kommt, aber es sind keine Zellen frei, also wieder bauen. Wie genau der beste Zyklus aussieht mußt Du ausprobieren. Sieben, acht Waben DD reichen aber auch dicke aus zum Überwintern.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife