Königinnenzucht für Kleinimker

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    "Chris

    Gerade für Kleinimker ist der Brutschrank mehr Aufwand weil es gleich eine zusätzliche Anschaffung ist. Den brauchst du dann 1-2 mal im Jahr. Für eine Hand voll Zellen lohnt sich allein die Putzerei nicht."


    Da hast du recht, aber ich habe einen Brutkasten noch aus der Zeit als ich Hühner, Enten und Gänse hatte. Dies Jahr das erste mal mit Weiselzellen ausprobiert und war positiv überrascht. Mehr Königinnen als gebraucht.

  • Ich würde das auch total gerne mal selber machen um Ersatz zu haben, habe aber nur drei Völker und will auch nicht mehr. Daher lass ich davon wohl besser die Finger und kauf mir bei Bedarf einfach eine. Wobei das bisher mit Umhängen zwischen den Völkern eigentlich auch immer geklappt hat, wenn mal was notwendig war.

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Ich würde das auch total gerne mal selber machen um Ersatz zu haben, habe aber nur drei Völker und will auch nicht mehr.

    Dann würde ich die Methode der Anzucht im Honigraum empfehlen.


    Du kannst doch die Völker zum Herbst entsprechend vereinigen.

    Man will aber die Völker zur Trachtzeit nicht unbedingt schwächen und die Anzucht guter Königinnen braucht schon eine nennenswerte Bienenmasse.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo WFLP, ich war jetzt auch von Anzucht im Honigraum ausgegangen. Mit wenigen Zellen, damit schwächt man das Volk doch nicht nennenswert. Wenn man dann jedem Volk eine Brutwabe (suboptimal, ich weiß) für einen Begattungsableger mopst und die dann mit einer schlupfreifen Zelle versieht sollte das passen. Materialaufwand (Dreierboden+ Trennschiede) hält sich in Grenzen. Die Ableger wird man immer irgendwie quitt.


    Gruß, Thorsten

  • Mit wenigen Zellen, damit schwächt man das Volk doch nicht nennenswert.

    Damit schwächt man das Volk gar nicht, weil der Honigraum nach dem Anziehen der Zellen wieder drauf kommt.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Dann klappt das Anziehen aber nur unter besonderen Bedingungen.


    Mein Vorgehen:


    1. im 2-Zargigen Brutraum ein Absperrgitter dazwischen schieben


    2. a) Nach 3 Tagen habe ich in einer Zarge keine Stifte mehr, aber noch sehr viele Pflegebienen. Diese Zarge stelle ich auf die Seite.

    b) Absperrgitter auf die verbleibende Brutzarge und alle Honigräume wieder aufsetzen.

    c) Auf den Honigraum ein bienendichtes Netz (Armierungsgewebe vom Gipser) und die Brutzarge ohne Stifte aufsetzen.

    d) 2 Stunden später eine bis zwei brutfreie Waben durch eine oder zwei Zuchtlatten mit je 12-16 belarvten Weiselnäpfchen ersetzen.


    Diese Weiselnäpfchen werden nun innert 12-24 Stunden angeblasen.


    3. Nach 24 Stunden das bienendichte Netz entfernen und sicherstellen, dass unter dem Honigraum ein Absperrgitter ist. Die Zellen sind nach weiteren 4 Tagen verdeckelt!


    4. Am 5. Tag nach dem Umlarven die verdeckelten Zellen schützen (Drohnen können dabei aus dem abgesperrten Raum abfliegen)


    5. Am 11./12. Tag die Zellen oder geschlüpften Königinnen verwerten und den "entwendeten" Brutraum wieder auf den Brutraum mit der Königin zurücksetzen.



    klappt wunderbar, ohne Bienenmasse für die Zucht zu entwenden. Die Königinnen werden von vielen Ammenbienen bei der Aufzucht und nach dem Schlupf durch den Nicot-Schutzkäfig bemuttert.


    Nebeneffekt: wenn die Bienen die Honigräume, trotz genügend Bienenmasse, nicht recht annehmen wollen, sind sie nun garantiert oben.

    (Langjähriger Imker / Langjähriger Anfänger)


    Der Theoretiker hat das Wissen, aber es funktioniert nicht!

    Beim Praktiker funktioniert es, aber er weiss nicht warum!

    Und ich weiss nicht warum, aber es funktioniert nicht!

  • ich rate dringend zum Erwerb von Paul Jungels Buch!

    Ihr macht es euch und euren Immen unnötig schwer.

    Die Zucht im Weiselrichtigen Volk, ist die Beste. (also jetzt)

    Die Richtige Zeit beginnt gerade ;)

    Pauls Methode, direkt über dem Absperrgitter ist sowas von einfach........

  • Pauls Methode, direkt über dem Absperrgitter ist sowas von einfach........

    Gestern erste Schwarmzellen entdeckt und direkt ausprobiert. Da ich mein Exemplar schon verliehen habe, blieb mir die Frage: 5cm inklusive des Nicot Stecksystems oder ab Weiselbecher, weißt du das? Hab schon überlegt, dass man den Idealabstand mit ner leicht schrägen Leiste selbst rausfinden könnte...


  • Hier hatte ich das schonmal beschrieben samt einer eventuellen Ungenauigkeit, die für mich nicht abschließend geklärt ist. Also ich zumindest werde die Zellen schon vor der Verdeckelung umhängen, frage mich noch nsch dem Zeitpunkt.