„Die Natur braucht die Honigbiene nicht.

  • Anscheinend ist der Populismus in Bezug Rassen/Artenwahn auch bei den Bienen angekommen. Nur so lassen sich Verkaufszahlen steigern und Aufmerksamkeit erheischen. Rücksicht oder eine genauere Recherche, beziehungsweise globale Betrachtung - Fehlanzeige!

  • Wie schön wäre unsere Erde ohne uns!

    Ich mag mich. Bin recht zufrieden, daß es mich gibt.

    Ohne Menschen würden sich halt irgendwelche Affen die Köpfe einschlagen oder dicke rote Waldameisen. Wir sind nunmal da und in der Verantwortung. Da find ich das jammern und wegducken wenig zielführend. Bisserl mehr Heiterkeit und Willen zur Gestaltung wäre schön.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ja, das ist eine Tendenz die ich hier auch zunehmend beobachte: Leute, die oft kaum je was für/mit Bienen gemacht haben, werden plötzlich "engagierte Kämpfer" für die Wildbiene und verteufeln die Honigbienen und die Imkerei.


    Kurioserweise war so mancher vorher selber bei den Imkern oder für die Imkerei aktiv....ob man sie da schlecht behandelt hat? Also seid nett zu Euren Anfängern und den nicht-ganz-so-konform-imkernden Kollegen damit sie sich nicht radikalisieren ;)


    M.

  • Wer a hat, kennt b und kümmert sich mit.

    Die Problematik ist uns doch bekannt und ich kenne kaum Imker, die nicht parallel bemüht sind, Brachflächen zu belassen, den Spüheinsatz in der Umgebung und in den Köpfen der Ahnungslosen zu reduzieren, Nistmöglichkeiten zu schaffen usw.


    Die Leistungszahlen der Wildbienen sind in letzter Zeit öfter auf den Tisch gekommen. Da liest es sich so statistik-spielereimäßig leicht in die Richtung "ach, die sind eh viel besser als die Honigbienen" ergo: die ist in Wirklichkeit über!


    Selbst wenn man es beim negativen Grundtenor beließe:

    Was ist denn dann bitte mit der Versorgung der Monokulturen? Auch mit der Honigernte parallel? Wer füttert die Hummeln, wenn dieser Tisch abgedeckt ist?

    Massenproduktion, ja, leider. Überall

    Schaffen wir die Rinder ab - wir können auch Haushunde und Ratten essen, gibt`s genug davon und die machen auch kein Methan :lol:


    so käme man vom Hölzchen zum Stöckchen

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Das Motto der Tiefenökologen: "Die Welt hat Krebs, der Krebs heißt Mensch" ... wer sich auf dieses Niveau begibt, dem ist nicht mehr zu helfen!


    Was die Diskussionen Honigbiene versus Wildbienen angeht: Die Honigbiene ist eine natürlich Waldbewohnerin der eurasischen Wälder. Und ohne den Einfluß des Menschen könnte sie sich gut allein in ihrem Habitat halten. Aber durch den Einfluß des Menschen hat sie einen Parasit (Varroa), der sie umbringen wird (o.k. ich bin da anderer Meinung, aber das zählt nicht). Ergo: Ohne die imkerliche Pflege keine Honigbienen mehr!


    Und es ist lächerlich Honig- und Wildbienen so oberflächlich zu vergleichen, wie es "Naturschutzverbände" und Medien machen. Wer kennt sich denn mit dem Wildbienenspektrum in Mitteleuropa aus und kann exakte Meßdaten vorweisen, inwiefern die Konkurrenz der Bienenarten Auswirkungen auf die Populationsgrößen der einzelnen Arten hat? Alles, was es diesbezüglich gibt, die theoretische Erwägungen und Interpretationen von grottenschlechten Meßreihen.


    Außer Ideologie nix substantielles! Das schlimme ist aber, dass es von nicht wenigen Menschen geglaubt wird. ("....weil's in der Zeitung steht")

  • Die Honigbiene ist eine natürlich Waldbewohnerin der eurasischen Wälder.

    Die einzige Frage könnte also sein, ob wir mit unserer Imkerei eine höhere Honigbienendichte erreichen, als das in der Natur der Fall wäre. Punktuell sicher; in der Fläche wohl nicht.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)