„Die Natur braucht die Honigbiene nicht.

  • Mein Gott. Erst mal tief durchatmen und „zum Glück“ gibt es keine Kommentar-Funktion.

    Die blütenstehte massentracht Biene ist sicherlich das letzte Argument, das ich bei Wildbienen/Insekten-Problemen ins Feld führen würde. Wahrscheinlich noch schnell abgesendet vom Praktikanten im Sommerloch.

  • Was ist Eurer Meinung nach so fürchterlich falsch an diesem Artikel?



    - Wildbienen und Honigbienen sind beide für gute Ernten wichtig. Die optimale Bestäubung wird erzielt, wenn sowohl Wild- als auch Honigbienen bestäuben.

    - Wildbienen (insb. Hummeln) sind zwar als Individuum effektiver in der Bestäubung als Honigbienen, Honigbienen sind aber effektiv durch ihre Zahl (Hummelvolk 150 Individuen, Honigbiene 10.000-50.000).

    - Wildbienen insb. Hummeln sind im Vergleich zu Honigbienen besonders effektiv in der Bestäubung in Schlechtwetterphasen, da Hummeln bei niedrigeren Temperaturen schon fliegen.

    - Die Zahl der Honigbienenvölker in Hessen steigt. Das ist richtig, aber die Grafik ist eine (bewusste?) Irreführung. Denn sie steigt nur geringfügig und erst seit einigen Jahren wieder. Vorher hatte sie Jahrzehnte lang drastisch abgenommen und war früher viel höher als heute (Eine Quelle für Deutschland gesamt ab 1991wäre
    https://deutscherimkerbund.de/…hland_Zahlen_Daten_Fakten)

    - Die Aussage "Honigbienen und ihre wilden Artgenossen stehen in einem direkten Nahrungskampf" ist so allgemein nicht richtig. Sie stimmt wenn es nur eine Läppertracht gibt, dann können Honigbienen insbesondere spezialisierten Wildbienen die Nahrung streitig machen und dann sollte der Imker seine Völker umstellen. Wildbienen können nicht umziehen. Das Problem und die eigentliche Ursache für das Wildbienensterben ist aber nicht die Konkurrenz der Honigbienen sondern der Nahrungsmangel durch die fehlenden Blühpflanzen.


    Unbestrittene Tatsache ist, dass wir Wildbienen brauchen, dass die Wildbienen gefährdet sind und dies in weitaus höherem Maße als Honigbienen. Wir sollten daher alle Maßnahmen zu ihrem Schutz unterstützen. Die Gefährdung geht aber genau wie bei allen anderen Insekten auf Nahrungsmangel und Pestizide zurück. Artikel wie der in der hessenschau lenken vom eigentlichen Problem ab,

    viele Grüße

    schritte

  • Was ist Eurer Meinung nach so fürchterlich falsch an diesem Artikel?



    Vielleicht

    Das die Honigbiene in Hessen als Feind der Natur dargestellt wird und sie ein Erfindung der Landwirtschaft sei die total überflüssig ist? Das der Link zu den Wissenschaftlichen aussagen mich zu einer Internet Seite führt die Überteuerte Wildbienenhotels anbietet. Unter anderem.

  • Über das Stöckchen sind wir doch schon mal gehüpft. Es gibt ausreichend wissenschaftliche Ergebnisse, die das widerlegen s. Hr. Prof. Steffan-Dewenter, Uni Würzburg (die Publikation kann man hier finden: https://www.biozentrum.uni-wue…Vaw0rSQjpAoGx3ibd7vKcVxsC).


    Sommerloch ist groß :wink:

    Der link geht nicht. 404

    Du musst nicht alle deine Völker behandeln, nur die die du behalten möchtest.

  • Die Natur … braucht gar nix. Im Weltall gibt es lt Professor Lesch ein Atom pro Kubikmeter.

    Im Durchschnitt.

    Also alle Planeten, Kometen, Nebel und schwarze Löcher mitgerechnet.


    Keine Ahnung, wozu bei dieser Leere eine Honigbiene nötig ist.


    Das gilt aber für so vieles im Leben. Wahrscheinlich sehen Leute, die die Welt von einem Raumschiff aus betrachtet haben vieles anders.


    Grüße Ralf