AS Behandlung - Bienen fallen wie benommen vom Anflugbrett

  • Hallo,


    Da ich als Neuimker zum ersten Mal mit AS behandele habe ich eine dringende Frage:


    Heute ist der 4. Tag mit Nassenheider prof. In meinen 2 Völkern.

    Verdunstungsmenge passt laut Anleitung.

    Eben habe ich beobachtet, wie mehrere Bienen auf das Anflugbrett gelaufen und wie benommen runtergefallen sind.

    Die Bienen in der Beute wirken auch sehr letargisch.

    Ich verwende einen hohen, geschlossenen Boden mit einer Belüftungsöffnung auf der Rückseite, diese hatte ich fast verschlossen (man soll den Boden ja zu machen).

    Hab zur Sicherheit erst mal für bessere Belüftung gesorgt und die Belüftungsöffnung ganz aufgemacht. Auf dem Flugbrett sitzen auch viele Bienen und einige fächeln wie wild. Das ganze bei 20Grad.

    Mein Gefühl sagt ganz klar, dass das nicht ok ist oder ist die Schädliche Wirkung durch AS wirklich so krass?


    Soll ich die Behandlung abbrechen oder nur mal gut durchlüften?

    Hatte ich den Boden zu dicht?


    Danke für die schnelle Hilfe.

  • So 100 Bienen Totenfall und fächelnde Bienen sind normal, besser als in 4 Wochen ein totes Volk. Liegt aber der Gitterboden voller toter Bienen oder die verlassen in Massen die Kiste, dann läuft was falsch. Ameisensäure wirkt auch, wenn der Boden unten offen ist, komischerweise. Also wenn Du möchtest, mach auf.

    Ameisensäure stinkt und ist ätzend, das sehen die Bienen genauso wie wir. Natürlich sind die nicht begeistert und auch etwas beeinträchtigt. Das gehört leider dazu.

    Grüße

    Wiebke

  • Hallo,

    ich behandle seit Freitag mit Ameisensäure und auch bei mir laufen manchmal ein paar Bienen auf dem Anflugbrett herum und fallen nach unten, wo diese gleich von den Wespen erwartet werden. Auch der Flugbetrieb ist bei meinen Bienen deutlich zurückgegangen, doch in der Beute ist gut was los. Auch ich habe mir zuerst ziemlich Gedanken gemacht, konnte aber dann, u.a. auch von Wiebke, etwas beruhigt werden. Kontrolliere einfach die Verdunstungsmenge, dann sollte die Behandlung passen. Ich habe übrigens den Boden zu, aber meine Dochtgröße an die Verdunstungsmenge angepasst.

    Liebe Grüße,

    Peter

  • Sch....zeug!!!!


    Da guck ich lieber den TBEs beim Ausbau zu und "dümmel" was rum.

    (im Sauerland ist dümmeln was mit Rauchentwicklung)


    Alle mit Magengrimmen (eigentlich nicht nur die) sollten die Völker (anders) brutfrei machen und behandeln, dabei kann man gleichzeitig auch hübsch auf einen Schlag ordentlich vermehren und nicht mit so nem 1 Waben-Micro-Armselig-Haufen mit Notköniginnenmontage monatelang herumdümpeln und Milben züchten.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Jedenfalls keine AS :lol::lol:


    bin seit 20 Jahren glückliche Nichtraucherin

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Is auch besser so, einmal eine Nase AS, und die ist frei für lange Zeit ...<X

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Sch....zeug!!!!


    Da guck ich lieber den TBEs beim Ausbau zu und "dümmel" was rum.

    Kann man nur unterstreichen. Seit Jahren kommt AS nicht mehr routinemäßig auf die Bienen. Was vorn am Flugbetrieb sich zum Sterben nach draußen quält, sind die "Kleinkinder", die geschlüpften Jungbienen.


    Nicht schön - konnte ich nicht ertragen. TBE mit ggf. rechtzeitig OXS - das half bisher, die Milben in schach zu halten.

  • Auch mir kamen bereits im ersten Imkerjahr die Gewissensbisse wegen der durch imkerliche Einwirkung getöteten Brut bzw. Jungbienen. Aber die Angst, etwas bei der Varroabekämpfung zu versäumen, war damals noch stärker.

    Ich bin insbesondere Kleingartendrohn und diesem Forum sehr dankbar, mir die Augen weiter geöffnet und eine wirklich prinzipiell andere Varroadezimierungsmethode nahegebracht zu haben, die noch dazu nahezu ohne TAM und v.a. wetterunabhängig und zuverlässig funktioniert:

    TBE mit weiselrichtigem Brutsammler


    Mittlerweile ist dieses TBE-Konzept soweit vervollkommnet, daß die Fangwaben nicht mehr vernichtet werden müssen. Ich lasse seit mehreren Jahren die Fangwaben des Brutsammlers in einer leeren Beute schlüpfen - am selben Bienenstand, nur etwa 20m etwas abseits aufgestellt. Daraus schlüpfen dann noch so viele lebensfähige Bienen, daß eine gezielte Nachschaffung bspw. aus jüngster Brut des standbesten Volkes möglich wird.

    Fazit für mich: TBE = anzustrebende Alternative zu AS im Besonderen, zu TAM im Allgemeinen und nicht zuletzt mit Chance auf eine entwicklungsgeschichtliche Perspektive zugunsten unserer Honigbienen - sofern noch viel mehr Imker davon überzeugt werden könnten ("Schlechtestenauswahl" bei den Milben - statt Bestenauswahl mit TAM) - s.a. Vorbemerkung in der PDF des #1 in o.g. Link).

  • Ich habe dieses Jahr Teilen und Behandeln gemacht. Fand ich sehr schön, weil unabhängig vom Wetter. Aber für Anfänger eher bedingt empfehlenswert, da mehrfach die Königin gefunden werden muss, man doppelt so viele Böden und Deckel braucht und schon mal ganze Zargen abgefegt haben sollte, in einem Tempo, das keine Räuberei befördert.

    Ein weiterer Teil meiner Völker hat jetzt den Nassenheider Prof. drauf. Das ist simpel, eigentlich idiotensicher und daher auch gut für diejenigen unter uns, die nicht gerne das ganze Volk durchwühlen möchten.

    Ja, das Ameisensäureverdampfen tötet Jungbienen, aber Drohnen töte ich auch damit mich im Frühling immer noch Bienen begrüßen. Schwammtuch killt zudem noch Königinnen, dann lieber Langzeitverdunster.

    Fazit: Anfänger: besser Verdunster als vor lauter Angst gar nichts machen, als Fortgeschrittener : es gibt elegantere Methoden als Verdunster

    Gruß

    Wiebke

  • Alternativen werde ich mir für nächstes Jahr auch überlegen.

    Aber jetzt sind meine Randbedingungen so, dass ich nix anderes machen kann.

    Habe mit dem Imkern dieses Jahr angefangen und 2 Abelger auf jeweils 9 DNM-Rähmchen und z.B. keine ausgebauten Waben um entnommene Brutwaben zu ersetzen.


    ich habe heute Morgen Folgendes festgestellt:

    Verdunstungsmenge beider Völker eigentlich exakt gleich und liegt fast genau bei 15ml/Tag.

    Das liegt im vorgesehene Bereich mit dem kleinem Docht.

    Volk 1 hat wenig Totenfall, in der Beute max. 10 Tote Bienen.

    Bei Volk 2 sieht das ganz anders aus. Mindestens 20-30 Tote Bienen alleine hinter dem Trennschied im hinteren Bereich der Beute.

    Kann es evtl. An den kalten Nächten liegen mit nur ca. 10 Grad und dann verdunstet über Tag zu viel?

    Dann müssten doch aber beide Volker gleich reagieren.


    Was mir aber noch aufgefallen ist:

    Nassenheider gibt in seiner aktuellen Gebrauchsanweisung (Stand 2017, war als Papier bei den Verdunstern dabei) 15ml/Tag (+-20%) bei kleinem Docht an.

    In der Anleitung aus 2014/2015 waren das noch 6-10ml, also nur die Hälfte


    Wie kann das denn sein?

  • Kann es sein, dass von unterschiedlichen AS-Konzentrationen die Rede ist?


    Gruß

    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de