Lagerung ausgeschleuderter Honigwaben, AS

  • Hallo,


    kurze Frage zur Lagerung von ausgeschleuderten Honigwaben und deren Schutz vor Wachsmotten.


    Ich lagere diese bienendicht in einem Unterstand.

    Da nun immer irgendwo Reste von Pollen vorhanden sind, wird die Wachmotte bestimmt kommen. Soweit nichts Neues.


    Nun wollte ich die Honigräume von oben mit AS oder Essigsäure über Verdunstung gegen die Wachsmotte schützen.

    Wie oft lasst Ihr entsprechende Säure verdunsten? Reicht einmal bis zum Herbst und kalter Temperaturen, wo die Wachsmotten nicht mehr aktiv sind?


    Der Wirkstoff B401, der auch gegen Wachsmottenbefall schützt, möchte ich nicht anwenden, da der sich nachweislich im Wachs anreichert.


    Danke für Eure Tipps.


    Gruß,

    Helge

  • Nach meinen Erfahrungen reicht das leider gar nicht
    Wir haben Ikea-Boxen gekauft und mit zwei leisten versehen, so dass die Rähmchen dort bequem eingehangen werden können.
    Diese werden jeweils mit einem Essigsäure getränktem Schwammtuch bestückt und 1x im Monat neu getränkt

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Wir schmelzen alle Waben auf welchen Pollen sind ein. Das sind meistens 50 - 60% der Honigraumwaben. Den Rest lasse ich von den Bienen säubern und lagere ihn in den Zargen locker eingehängt (5 - 7 Rähmchen je Zarge) einem kühlen Innenraum. Hatte bisher noch keine Probleme mit den Motten. Die Rähmchen die wir heuer aussortiert haben habe ich auch in dem Raum gelagert und täglich / zweitäglich im Sonnenwachsschmelzer einen Schwung eingeschmolzen - da waren dann in den letzten Kisten schon Motten drin. Die standen nur 2 Wochen rum. Die Rähmchen ohne Pollen sehen wunderbar aus.

  • Ja, das war auch mein Problem. Es müssen nur Spuren von Pollen vorhanden sein
    und schon sind sie da.

    Und dann greifen sie auch auf benachbarte Waben über, obwohl da nichts außer Wachs ist...


    Wollte meine Honigraum Türme beibehalten und entsprechend mit AS behandeln.

    Dann halt jeden Monat neu bis es kalt genug ist.

  • Nein, ich mache da gar nix - wie gesagt, ich hänge die Rähmchen luftig in die Zargen also nicht dicht aneinander und staple die bis in die Decke und so lasse ich das. Klar schaut ich da immer mal wegen einem möglichen Befall, aber die letzten drei Jahre war es kein Problem, da war nicht eine Wabe befallen. Vielleicht hatte ich immer Glück? Aber ich achte wirklich pingelig genau darauf dass da nix mit Pollen rein kommt - auch wenn nur eine Zelle mit Pollen ist kommt die Wabe in den Schmelzer.

  • Das ist für mich ein wirklicher Vorteil von gleichem Rähmchenmaß in Brut- und Honigraum: Alle Waben, auf denen Pollen eingelagert wurde (besonders beim virtuellen Brutraum) können bequem weiterbenutzt werden.

    Nach dem letzten Schleudern bekommen meine Völker die dritte (Flach-)Zarge mit ebenjenen Waben aufgesetzt und werden direkt kräftig komplett aufgefüttert, Platz ist ja genug da.

    Im Februar-März fliegt dann die untere Zarge raus.

    Die pollenfreien Waben lagere ich in den Zargen auf Europaletten luftig und ohne jeden weiteren Schutz.

  • Ich versuche es dieses mal mit einem biologischen Mittel gegen die Wachsmotte. Basiert auf Eiweißkristallen, die von der Larve gefressen werden und das Verdauungssystem zerstören. Mal sehen.

    Die letzten Jahre hatte ich über 50% Verlust an Honigwaben über den Winter. Trotz Plastebox, oder AS. Die Viecher sind einfach überall.

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Die beste Methode, Waben zu schützen, ist in Form eines Wachsblocks.


    Die Zweitbeste: luftig in Zargen einhängen und immer mal wieder kontrollieren.

    Irgendwann im Herbst gibt die Motte auf. Irgendwann …


    Und wird erst im nächsten Frühsommer wieder aktiv.


    Die schlechte Nachricht: wenn die Motte nicht kommt, greifen die Mäuse an. Das Ergebnis ist genauso eklig.

    Also: Siehe erster Satz.


    Grüße Ralf

  • Nochmal das LUFTIG ist hier ganz wichtig. Die Wachsmotten mögen keinen Zug.
    Ausserdem ohne Pollen.
    Am besten im Turm, oben und unten mit Wandergittern verschlossen..
    So hatte ich bisher nie ein Problem.

    Gruss David

    wenn das so ist... dann bin ich eben weg.

  • Guten Morgen zusammen!


    Mangels Durchzugsmöglichkeit kommen meine bepollten und / oder unbepollten HR-Waben so wie die Zargen ausgeputzt von den Völkern kommen gestapelt, oben und unten komplett geschlossen, ins Lager. Obenauf kommen in jeden Stapel 4 alte umgedrehte Honigglasdeckel mit AS 85% gefüllt. Da reicht 1x nachfüllen im Winter und die Waben bleiben bis auf minimalste Anfangsfraßgänge mottenlarvenfrei. Im Frühjahr müssen sie dann ein paar Tage zugig aufgestellt gelüstet werden, dann geht`s raus auf die Völker.


    Schöne Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!