Geöffnete Zelldeckel bei Ableger - Mangelnde Wabenordnung?

  • Danke lemon70

    Gespinste hab ich bisher keine gesehen, nach den Larven werd ich weiterhin Ausschau halten!


    Anni

    Die vielen "Leerwaben" sind die Mittelwände die ich Ihnen nach und nach gegeben habe damit sie diese ausbauen. Der Drohnenrahmen entstand dabei ca Anfang Juli als ich Ihnen ein Rähmchen mit Anfangsstreifen gegeben habe. Ich dachte daran den Drohnenrahmen im Zuge der nächsten Durchsicht vors Schied als letzte Futterwabe zu hängen.

    Der Ableger saß als ich Ihn Mitte Juni gekauft habe auf 2 Brutwaben, 1 Futterwabe, 2 Leerwaben.

    Jetzt sind es ja 3 Brutwaben, 1 Futterwabe, 5 mehr oder wenig Leerwaben.

    Die AS Behandlung im Juli hab ich nach 4 Tagen abgebrochen weil kaum Milben gefallen sind. Jetzt fällt laut Gemülldiagnose 1 pro Tag.

    Wie würdest du mit den ganzen Leerwaben verfahren?


    Beste Grüße,

    Chris

  • Hodor

    phu, ich kann nur sagen, dass ich prinzipiell nicht so vorgegangen wäre.
    Mitte Juni einen MS-behandelten Ableger erhalten und Mitte Juli AS rein find ich nicht gut und überflüssig

    Zu viele Mittelwände zu schnell gegeben.

    Man gibt die nächste erst, wenn die vorherige richtig ausgebaut wurde und auch genutzt wird


    Hast Du gefüttert? Kontinuierlich? Fütterst Du noch?

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Richtig, den Fehler werd ich auch nicht mehr machen.

    Das Ding war dass sie die Mittelwände teils über Wochen gar nicht ordentlich ausgebaut haben. Womöglich lag dies auch daran dass ich die erste Mittelwand die ich gegeben habe ganz vorne ans Flugloch gehangen habe und sie diese eher als Schied wahrgenommen haben. Denn bei dem anderen Ableger habe ich zeitgleich Mittelwände zugegeben und das sind perfekte Waben geworden.


    Gefüttert habe ich jede Woche 2mal 1l Zuckerwasser 1:1. Jetzt füttere ich auch noch so weiter bis ich dann Anfang/Mitte September mit Sirup den Wintervorrat auffülle.

  • 2 Liter 1:1 entspricht einem Kg Zucker pro Woche. Wieso sollen die da bauen? Wenn nicht nebenbei noch genug reinkam, ist das alles verbrütet worden. Ansonsten und wahrscheinlich haben die sogar gehungert.

    Wobei jetzt Futter genug drin ist.


    Gruss

    Ulrich

    Einmal editiert, zuletzt von 14102018 ()

  • Wie viel um Himmels Willen füttert Ihr in der Trachtzeit einem Ableger in der Größe pro Woche?
    Und haut den dann zeitgleich mit MW voll?

    Seht Ihr zu wenig Futter auf den Waben?

    Ich sehe für die Menge der Waben zu wenig Bienen!

    :/

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Ich sehe für die Menge der Waben zu wenig Bienen!

    :/

    Mglw. eine Folge der AS-Behandlung s. #15: Mitte Juni: 2 BW. Bereits 1 Monat später (1 Woche nach Schlupf der letzten mitgekauften Larven?) AS mit mglw. Abtötung/Schädigung von Larven + Jungbienen, zumal auch im Juli der Ableger noch in der Aufwärtsentwicklung war, resp. wenig Pflegebienen, Flugbienen unterwegs und deshalb relativ viel (ungeschützte) Brutflächen. Woher sollte also die erhoffte Bienenmasse kommen, die die Larven ausreichend vor AS hätte abschirmen, notwendige Brutpflege leisten, angebotenes Futter einlagern und auch noch MW hätte ausbauen können?

    Alle anderen Faktoren (falsche Wabenanordnung, BW legen Bienen bei Warmbau fluglochnah an, dahinter VorratsW und dahinter hätten ggf. MW gehört - nicht umgekehrt) kamen m.E. erschwerend hinzu.

  • Hallo,

    ich hab bezüglich der Fütterung nochmal genau nachgeschaut und es wurden

    gesamt 22,7l Zuckerwasser (1:1) verfüttert auf bis jetzt 10 Wochen sind 2,27l pro Woche.


    In den ersten 3 Wochen gab ichjeweils 1MW pro Woche,

    In der fünften Woche 1 Mittelwand sowie die Varroa Behandlung mit AS 4Tage lang

    In der siebten Woche 1 Mittelwand

    Zitat

    Alle anderen Faktoren (falsche Wabenanordnung, BW legen Bienen bei Warmbau fluglochnah an, dahinter VorratsW und dahinter hätten ggf. MW gehört - nicht umgekehrt) kamen m.E. erschwerend hinzu

    Laut "Natürlich imkern in Großraumbeuten" von Melani von Orlow sowie aus diversen Beiträgen hier im Forum werden die Mittelwände Fluglochnah an 2ter Stelle gegeben zwecks Wabenhygiene weil eben das Brutnest nach vorne rückt und die neuen Waben dann bebrütet werden. Der Fehler der mir bewusst ist war der dass ich die neue Mittelwand an erste Stelle getan habe.


    Im Anhang hab ich die Stärke des Jungvolkes mit der Liebefelder Schätzmethode geschätzt. Verlauf 21.6.-10.8.jpg

    Kurz nach der zweiten Zählung war die 4tägige AS Behandlung. ribes hat das gut erklärt denn es fielen bei dieser Behandlung sehr viele Jungbienen. Zudem waren in der Zeit 4 teils unausgebaute Mittelwände vorhanden die zusätzlich Bienen von der Brutfläche wegzog.


    Nachdem wir nun herausgefunden haben wieso die Mittelwände nicht ordentlich ausgebaut worden sind wie würdet Ihr denn mit den Leerwaben weiterverfahren?

    Zur Einwinterung ist das Volk bis jetzt ja stark genug schätze ich. Was meint Ihr?

    Futter fehlt noch einiges das kommt noch.


    Beste Grüße

    Chris

  • ....werden die Mittelwände Fluglochnah an 2ter Stelle gegeben zwecks Wabenhygiene weil eben das Brutnest nach vorne rückt und die neuen Waben dann bebrütet werden.

    Klingt in der Theorie immer ganz hübsch, in der Praxis lieben sie einfach ihre alten Waben und bleiben dort; Position des Fluglochs hin oder her. So zumindest meine Beobachtung.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Ja. Als ich angefangen hab kannte ich die Bienenhaltung von meinen Imkerkollegen nur so im Warmbau. Wie machst dus?

    Viele Grüße

    Chris


    Dadant macht man im "Kaltbau". Nur Deutsche kommen auf andere Ideen, weil sie teilweise eine quadratische Kiste haben. Sonst wird weltweit absolut überwiegend im Längsbau gearbeitet (auch dort wo es wirklich kalt ist). Das erspart viele kleine Problemchen.


    Gruß

    Reiner

    Die Bevorzugung lokaler Produkte ist weder Nationalismus, noch Faschismus, noch Protektionismus, sondern ist nur ein Symptom von Intelligenz und Umweltverträglichkeit.

  • Kurzes Update nach gestriger Durchsicht:

    - Sehr viele Bienen sind in der Beute. Sie bedecken auch die ganze Innenseite der hinteren Beutenwand.

    - Es gibt jetzt viel weniger geöffnete Zelldeckel aber es gibt noch welche.
    - Ich habe letzte Woche aufgrund der Anregungen hier etwas mehr gefüttert. Das war anscheinend zuviel denn das Brutnest verhonigt nun...

    -Ich hab jetzt den Drohnenrahmen ganz nach hinten vors Schied, und eine Leerwabe von vorne nach hinten ans Brutnest gehängt.

    - Das Interessanteste aber: Die Mittelwand vorm Brutnest wurde nie wirklich ausgebaut, daraufhin habe ich vor ca 3 Wochen eine ausgebaute Mittelwand von weiter vorne mit dieser nicht ausgebauten getauscht. Jetzt ist es wieder fast eine Mittelwand! Sie haben die Zellen auf der ausgebauten Mittelwand einfach abgebaut. Wie gibts das denn?