Halbe Rahmenhöhe im Honigraum

  • Liebe Imkerkollegen


    ich habe kürzlich mit einem Imker die Praxis des Absperrgitters diskutiert. Er meinte, man könne ein Absperrgitter vermeiden, wenn man für den Honigraum nur halbe Zargenhöhe, damit auch halbe Rahmenhöhe verwenden würde. Mir leuchtet das ein, da auch in einem Buch von Bretschko dies Verfahren beschrieben wird. Hat jemand von Euch damit Erfahrungen gemacht ? Gibt es Lieferanten für halbe Zargen und halbe Rahmen ?


    Gruss
    Hans

  • Hallo Hans,
    die Aussage, falls du halbhohe Rähmchen, in diesem Falle Dickwaben benutzt, sei kein Absperrgitter nötig, ist richtig. Ich habe vor 2 Jahren einmal versuchweise so geimkert. Ich bin aus aus Gründen der Witschaftlichkeit davon abgkommen. Wenn jetzt die Tracht einsetzt, setze ich jetzt eine ganze Zarge mit normal großen Rähmchen auf, mit halbhohen Rähmchen hast du immer doppelte Arbeit, so auch wieder beim Schleudern, wo du immer doppelte Anzahl von Rähmchem in die Hand nehmen musst. Auch sehe ich in der absperrloser Betriebsweise bei normalgroßen Waben keine oder wenige Vorteile, immer musst du beim Schleudern immer auf bebrütete Waben aufpassen, dann kannst du welche gar nicht schleudern, weil Brut darauf ist. Beim der wöchentlichen Schwarmkontrolle hast du einen Raum mehr zum abchecken, díes sind die grössten Nachteile. Also wenn du okönomisch Imkern willst, lasst die Dickwaben sein, ist so etwas wie "Juniors Spielzeug". Das sind meine Erfahrungen mit Dickwaben, aber vieleicht gibt es Imker, denen es wegen der geringeren Rückenbelastung eine halbhohe Honigzarge zu heben, besser zusagt als normale Waben.
    Alle namhaften Hersteller bieten auch halbhohe Zargen und Rähmchen an, z. B. bei der Segeberger Beute die Fa.Warnholz.


    _________________
    MfG
    Franz Xaver
    www.honigmayerhofer.de


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  • Hallo Hans!


    Was machst du,wenn du eine Mittelwand einhängen willst, der Brutraum aber voll ist?
    Bei gleichen Maßen im Brut und Honigraum hängt man eine Brutwabe in den Honigraum um aber so....

  • Hallo Hr. Kleinhans,
    eine Brutwabe in den Honigraum umzuhängen macht man nur zum Zweck der vollständigen Verdeckelung, um sie dann zur Ablegerbildung beim Zusetzen einer Königin zu benutzen, was bei verdeckelten Brutwaben am gefahrlosesten ist. Eine bebrütete Wabe in den Honigraum umhängen, vieleicht ist es dann ausgerechnet eine Wabe, wo der Bayvarolstreifen hing oder das Perizin darübergeschüttet wurde, das Honigessen ist dann zum Vergleichen, wie Suppe aus der Kloschüssel essen, ich glaube der Vergleich hinkt nicht einmal so stark.

  • Das sehe ich aber ganz genauso, obwohl ich keine Chemie benutze!
    Ich hab 1/2 Rähmchen im Honigraum,1. weil ich nicht mehr heben darf und 2. damit ich gar nicht erst in Versuchung komme, irgendwas umzuhängen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Gerade das umhängen von Waben aus dem Brutraum ist doch eine Unsitte, die leider immer noch praktiziert wird. Ich halte 1/2 Waben incl. 1/2 Zarge für den Honigraum für 1. einfacher zu handeln ( wesentlich leichter ) und 2. soll es eher dem natürlichen Verhalten des Bien entgegen kommen. Das Absperrgitter behindert den Informationsaustausch im Volk enorm und könnte mit 1/2 Waben entfallen.
    Mit dem Wunsch auf besseres Wetter ( 6 Grad sind entschieden zu wenig ), Hans

  • Ich muß schon sagen bei uns in Tirol Imkert man anscheinend doch ein wenig anderns als wie ihr in Deutschland!
    Es ist bei uns ganz normal und üblich Brutwaben in den Honigraum umzuhängen, damit die Bienen den Honigraum besser annehmen.
    Was glaubt ihr wie z.b. Imker mit Hinterbehandlern,( die es bei uns noch zu genüge gibt ) sonst Platz schaffen können um Mittelwande einzuhängen!
    Bei uns gibt es nicht so gewaltige Trachten!

  • Hallo Peter,
    auch bei Hinterbehandlern, die bei uns auch noch häufig sind, hat man unten z. Teil 17 Rähmchen Platz, das müsste doch für ein einigermaßen starkes Volk reichen und ausbauen können die Bienen doch auch die Rähmchen im Honigraum und im Brutraum kann man auch bauen lassen, da brauche ich doch nichts in den Honigraum umhängen oder sehe ich das falsch.

  • Hallo!


    Die Hinterbehander die ich noch vor 3 Jahren hatte, da konnte ich 10 Waben in den Brut und Honigraum hängen!
    Mittelwände im Honigraum ausbauen??!!!Wenn die Bienen die Mittelwand ausbauen( habe ich noch nie probiert !) hat man den Honig dann in den Mittelwänden und beim Schleudern...
    Bei den geringen Trachten muß ich die Bienen mit Brutwaben in den Honigraum locken, sonst legen mir die Bienen den Honig im Brutraum ab!
    Ich hänge Brutwaben auch deshalb in den Honigraum um der Könnigin Platz für neue Brut zu schaffen!(Schwarmverhinderung)
    Kann nicht gleich immer mit einen ganzen Raum erweitern!


    Gruß Peter

  • Hallo Peter !


    Im Honigraum werden die Mittelwände gerade jetzt im Frühjahr wunderbar ausgebaut (probiers doch einfach mal......ein zwei helle ausgebaute Waben aus dem Vorjahr in die Honigraummitte, den Rest mit Mittelwänden auffüllen).
    Wie behandelst Du gegen die Varroa ?
    Bei Einsatz von Medikamenten schließt sich ein umhängen von jeglichen Waben die damit in Berührung gekommen sein k ö n n t e n aus (Rückstandsproblematik) !!!!!!!!!


    Grüße Frank


    http://www.imkerei-osterloh.de

  • Was für Brutwaben hängt Ihr um ? Verdeckelte oder unverdeckelte ? Macht Ihr Unterschiede ,ob Ihr umhängt wegen Schwarmverhinderung oder weil Ihr ausgebaute Waben für den Honigraum braucht ?

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo, zusammen!
    Bei mir werden nur verdeckelte Brutwaben in die Ablegerkästen umgehängt und sonst gar nichts.
    Wenn ich zuwenig ausgebaute Honigwaben habe, dann kommen Mittelwände rein. Genau, wie Frank oben sagte.
    Auch wenn ich gegen Varroa nur mit AS behandle, also keine Rückstandsprobleme haben sollte, halte ich es schlichtweg für unhygienisch, Honig aus bebrüteten Waben zu nehmen. Bäh!
    Den Unterschied kannst Du nämlich schmecken...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Hans,


    imkern ohne Absperrgitter und halbe Zargenhöhe gehören m.E. nicht zwangsläufig zusammen. Es ist nur vorteilhafter, da durch die kleinere Stückelung bei bebrüteten Waben weniger "Honigverlust" (für den Imker) auftritt. Was sind Deine Argumente?
    Die Dickwabe bringt auch nur etwas, wenn im Brutraum genügend Platz ist. Wenn nicht, wird auch eine Dickwabe abgeschrotet und bebrütet.
    Die einen ziehen Halbzargen vor, weil sie leichter sind und auch kleinere Ernten zu schleudern sind. Die anderen (auch ich) nutzen sie auch im Brutraum (das war m.E. die Neuerung durch Farrar und Bretschko), weil damit die Anpassung an die Volksgröße und die Bauerneuerung einfacher wird.
    Hans, wieso kommt die Halbzarge dem natürlichen Verhalten des Biens näher?


    Zitat


    Peter Kleinhans schrieb am 2002-04-29 19:31 :
    Bei den geringen Trachten muß ich die Bienen mit Brutwaben in den Honigraum locken, sonst legen mir die Bienen den Honig im Brutraum ab!
    Ich hänge Brutwaben auch deshalb in den Honigraum um der Könnigin Platz für neue Brut zu schaffen!(Schwarmverhinderung)
    Kann nicht gleich immer mit einen ganzen Raum erweitern!


    Hallo Peter,
    irgendwie beißen sich die beiden Aussagen. In der oberen ist der Brutraum zu groß, in der unteren zu klein.
    Bei hohen Bruträumen mußt Du mit Trennschied arbeiten, bei Flachzargen kannst Du mit ganzen Zargen anpassen.


    Viele Grüße, Thomas

  • Hallo Peter,
    in meinem Verein wird überwiegend mit Hinterbehandlern geimkert, oder wie unser Vorstand immer sagt "Gezeidelt" :smile:
    Ich selber habe keine Erfahrung mit diesen Dingern, aber unser Landes-Wanderobmann(Rheinl.) besitzt mehrere hundert Stück davon und er Wandert mit ihnen auch die verschiedensten Trachten Bundesweit an.
    Er hängt "Grundsätzlich" keine Brutwaben in die Honigräume seiner Beuten. Er gibt auch keine Mittelwände in den Brutraum.
    Der gesamte Wabenbau wird über seine Honigräume erneuert. Das heißt er gibt ausgebaute unbebrütete Waben aus dem Vorjahr im Wechsel mit Mittelwänden und - jetzt halt dich mal fest - zu 40 % nackte ungedrahtete Rähmchen, das blanke Holz - zum Ausbauen in die Honigräume. Nach der Schleuderung kommt ein Teil dieser neu ausgebauten Waben in den Brutraum und die älteren Waben kommen zum Schmelzen. Der jährliche Netto-Wachsertrag wird bei ihm nicht mehr in Kilo sondern in Zentnern gemessen und ist ein wesentliches Standbein seiner Imkerei. Wohlbemerkt, alles in Hinterbehandlungsbeuten.
    Ein Bericht über Ihn war vor kurzem in der ADIZ/db/IF 3/2002, " Wachstag in Leverkusen" Dort kannst Du das auch noch mal nachlesen.


    Ich kenne wirklich nicht einen einzigen Grund - , ganz gleich in welcher Beute, - um Brutwaben oder bebrütete Waben in die Honigräume zu hängen. Ich halte das für sehr Eklig, ich esse meine Suppe ja auch nicht aus der Kloschüssel, sondern von einem sauberen Teller. Wer´s nicht glaubt, der möge mal eine leere Brutwabe in Wasser einweichen und von diesem "Wasser" kosten. Dieses "Aroma" kommt bei Benutzung von Brutwaben in Honigräumen mit in den Honig und wird natürlich größtenteils geschmacklich von ihm überdeckt, aber es ist da.
    Wenn Du Bedenken hast, das bei einer Läppertracht dein Brutraum verhonigt, dann enge ihn doch ein. Entnimm ihnen die Pollenbretter und andere noch nicht bebrütete Waben und enge sie mit einem Schied oder mit Matten und Kissen ein. (Ich weiß nicht was man bei Hinterbehandlung dafür verwenden kann)
    Jedenfalls zwingst Du sie so in den Honigraum und kannst auch geringe Trachten abernten. Wenn Du mit der Carnica imkerst mußt Du natürlich ständig wegen der Schwärmerei dieser Biene achtgeben, das sie Dir nicht durchgehen.
    Versuche es einfach mal mit ein oder zwei Völkern und schau ob es funktioniert.
    "Versuch macht Klug" - volle Honigtöpfe --- Harry ---


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Harry am 2002-04-30 15:38 ]</font>