Kletterpflanze für Südseite?

  • Hallo liebe Imkerschaft,


    wir sind auf der Suche nach einer Kletterpflanze, die schön rankt, im Topf stehen kann und gut winterhart ist. Sie soll die „nackte“ Gartenhäuschenwand verschönern.


    Clematis wäre optisch ein Traum, allerdings wüsste ich nicht, dass sie für Bienen/Hummeln interessant wären.


    Efeu fällt raus- finden wir einfach nicht hübsch und haben wir zu Genüge.

    Geißblatt ist angeblich nichts für die Sonnenseite. Wilder Wein ist in Ordnung, nur würden wir blühende Pflanzen vorziehen. Nun brauch ich eure Ideen :)

  • Die Selbstkletternde Jungfernrebe (Parthenocissus quinquefolia) kann ich empfehlen. Bei mir wachsen vier Pflanzen seit 10 Jahren in Pflanzengefäße auf dem Dach (Berlin). Eine ist dieses Jahr anscheinend leider eingegangen, aber sonst keine Probleme.


    Die bieten schöne dunkle Beeren für die Vögel, Herbstfarbe für das Auge und kleine, unscheinbar Blüten, die - ja - von den Bienen gerne angeflogen werden.


    Es gibt auch einen selbsthaftenden Wilden Wein: die Dreispitzige Jungfernrebe (Parthenocissus tricuspidata), aber der fünfblättrige mag ich mehr.


    Schöne Grüße

    Kevin Pfeiffer - Übersetzer, Betreiber der Kleinimkerei zu Gunsten Familie und Freunden

  • Bin gerade ganz begeistert von unserem Schlingknöterich.

    Wächst unseren Schuppen zu.

    Wächst sehr schnell, unkaputtbar, gut zu schneiden und ist ein Insektenmagnet, auch unsere Bienen finden den ganz toll. Noch dazu blüht er sehr lange und jetzt, wo es sonst nicht mehr viel gibt.

    Braucht halt etwas Kletterhilfen.

  • Ja, Zuwachsen ist das erste Wort, das mir einfällt. Und wildwüchsig. Aber wenn es schnell gehen soll, hat man den richtigen gefunden.

    Kevin Pfeiffer - Übersetzer, Betreiber der Kleinimkerei zu Gunsten Familie und Freunden

  • Das "Durchfrieren ist nicht das größte Problem - wenn es dabei bleibt. Topf an der Südseite friert über Nacht ein, taut an sonnigen Tagen auf und trocknet dabei häufig aus - wer denkt schon im Winter ans Giessen? Also möglichst großen Pott (mindestens 60 l), möglichst kompakt (also eher quadratisch als lang und schmal) und gut isolieren, helle Außenfarbe. Im Winter giessen nicht vergessen, dann geht das schon.


    Gruß

    Marion

    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Im Topf stehen und gut winterhart, das paßt irgendwie nicht zusammen.

    Es sei denn man kann sicher stellen das der Topf im Winter nicht "durchfriert".

    Beste Grüße Hartmut


    Die Töpfe packe ich für den Winter generell ein. Aber Frost ist nicht ganz zu vermeiden, daher winterhart. Den Schlingknöterich trau ich mir nicht zu - der wächst doch so flott, dass man kaum mit dem Schneiden hinterherkommt, oder? :P

    Brombeere ist eine gute Idee, nur rankt sie wahrscheinlich nicht die komplette Wand zu ;) Ich vermute, es wird tats. auf die Wein- oder Jungfernrebe (danke KMP ) hinauslaufen.

  • Ich habe eine recht große Dachterrasse mit 120 Kübeln drauf. Under anderem ein Feigenbaum, Pfirsichbaum, Weide, Geißblatt, Clematis, Kletterrosen, Heidelbeeren, vielen Kräutern und Stauden. Wie Marion schon sagte - wenn der Kübel groß genug ist und man ab und zu gießt hat man eigentlich keine großen Probleme im Winter. Den empfindlicheren Pflanzen wie Feige, Rosmarin usw. gebe ich schon ein bisschen Winterschutz mit einem Winterschutzvlis, aber der Rest muss so durch kommen.


    Das Geißblatt steht bei mir übrigens südseitig in der vollen Sonne. Ich habe dem Topf/Wurzelbereich mit anderen Pflanzen Schatten gemacht - so wächst die problemlos über unsere Pergola. Wenn dein Kübel groß genug ist kannst du ja auch 2 Pflanzen hinein setzen.


    Die Clematis Montana wird bei mir schon von Insekten befolgen, aber es gibt sicher bessere Trachtpflanzen.

  • Ja unter den Ramblerrosen gibt es sehr schöne Sorten in unterschiedlichen Wuchsstärken. Im Beet wachsen die problemlos. Bei Topfpflanzen habe ich leider keine Erfahrung.

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen.

  • Wir haben beides, Rambler und Kletterrose, allerdings ausgepflanzt. Die Kletterrose geht auch bis zur Dachrinne und blüht länger und zweimal, wird aber von Bienen nicht so stark besucht wie die Rambler. Ich schätze den Bedarf an Wurzelraum für beide groß ein, für die Rambler aber noch größer als für die Kletterrose. Ist halt auch sortenabhängig. Wenn Du warten kannst gehe im nächsten Jahr im Juni in eine spezielle Rosengärtnerei und schaue sie Dir an.