Warre Beute/ Neues Volk überwintern auf 1 Zarge?

  • Hallo,

    ich bin neu unter den Imkern, hatte dieses Jahr einen Imkerkurs besucht und mich für die Warrebeute entschieden.

    Von einem Imker vor Ort habe ich zwei Ableger bekommen, welche aber nur mit jeweils einem Rähmchen in die neue Warrebeute eingesetzt wurden.

    Er meinte einen Rahmen DNM schräg in eine leere Zarge würde gut klappen.

    Leider war der Start alles andere als einfach.

    Bei einem Volk hat die Königin nicht mehr gestiftet und wurde dann durch eine neue ausgetauscht. Vermutlich kam die Entscheidung etwas zu spät von mir.

    Bei dem anderen Volk lief alles so einigermaßen weiter.

    Zwischen durch hatte ich Zuckerlösung dazu gefüttert. Die Völker sind jetzt ca. 2 Monate bei mir.

    Das eine Volk hat eine Zarge fast komplett ausgebaut und bei dem zweiten Volk (neune Königin) vielleicht die halbe Zarge.

    Wie kann ich jetzt das Volk noch gut unterstützen, damit es stark genug für den Winter ist?

    Weiter dazu füttern?

    Geht überwintern mit nur einer Zarge? Hatte bis jetzt immer gelesen, dass zwei ideal wären.

    Danke und Gruß

    Thorsten

  • Mal zwischendurch füttern ist da einfach viel zuwenig! Es muss ein beständiger Futterstrom da sein.

    Besser wäre es im Frühjahr mit Kunstschwärmem gegangen, aber nun ist es so wie es ist.

    Setze eine leere Zarge unter und fütter die Völker weiter mit 1:1 Lösung bis sie dir irgendwann nichts mehr abnehmen. Wenn Futter dann auch Brut und es wird auch gebaut.

    Selbst wenn die untere Zarge nicht mehr komplett ausgebaut wird macht das nichts.

    Eine Zarge ist bisschen wenig zum überwintern, kann aber problemlos funktionieren.

    Ich hab im Juni Warre Beuten mit Kunstschwärmem besiedelt und die bauen innerhalb von nicht mal 2 Wochen eine Zarge komplett aus. Musst halt nur beständig dünn füttern.

  • Hallo,


    Es wurde schon erläutert: Warre startet man am besten mit einem Kunstschwarm und zum Ausbau und Wachsen immer mit Futter, das ist einfach so.


    Und eine halbe Zarge Warrè - das ist kein Volk, das ist eine Bienengruppe


    Vereinigen würde ich die: das kleine unter das größere und immer weiter füttern. Das mit zwei Königinnen drin, musst Du dann riskieren, sollte von den Bienen geregelt werden.

    Mit Nr 2 kannst Du so nicht in den Winter und Rähmchenweise zuhängen ist ja nun mal leider nicht.


    Vielleicht führt Dir das nun vor Augen, dass man als Anfänger allein mit Warré ein bisschen unklug gestartet ist.


    Bevor mir das wieder einmal als "Fertigmachen" eines Anfängers ausgelegt wird:

    Ich habe selber mit Warré angefangen und ich würde es nie wieder so machen aus heutigem Blick. Sehr bitteres Lehrgeld.


    Gruß


    MArion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Marion,

    ich habe die Warre für die Kinder nebenher laufen. Mit den Guckzargen ist schon toll.

    Vom Prinzip her ist Warre doch sehr viel einfacher wie andere Bertriebsweisen.

    Man muss halt mit den Schwärmen leben können. Wenn das System läuft hat man nicht mehr all zuviel zu tun. Einzig die Varroa lässt sich schlecht bekämpfen und ich muss die Warre besonders behandeln.

  • hallo Jungimker,

    seit 2015 habe ich Warre-Beuten, und nahezu nur diese. Das geht alles, bis auf den Start! Der geht mit Naturschwärmen s.g. Sicher auch mit Kunstschwärmen und auch mit Ablegern. Aber kaum: Eine Wabe - ein Volk. Füttern hilft hier sicher. Und stell dir nicht vor, dass der Ableger / das Volk in der Warre-Beute so aussieht wie in einer größeren Magazinbeute.

    In diesem Jahr habe ich mich dzu hinreißen lassen, Ableger mit zwei Warre- Brutwaben und einer Futterwabe zu bilden. Sie sitzen noch immer auf einer Zarge. Trotz Futter 1:1. Eine zweite Zarge wurde bisher von den Bienen "nicht bemerkt".

    Ich bin mal gespannt wie das weitergehen wird.

    Ich wünsche dir viel Erfolg.

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Vereinigen würde ich die: das kleine unter das größere und immer weiter füttern.

    ...

    Ich habe selber mit Warré angefangen und ich würde es nie wieder so machen aus heutigem Blick. Sehr bitteres Lehrgeld.

    Diese Aussagen möchte ich unterstreichen: letztjährigen für einen Jungimker 2 Kunstschwärme Anfang August auf Warre Beute gesetzt (sollte unbedingt Ware sein). Sie bauten ca. 5 Waben aus, wurden vereinigt und der klägliche Rest schaffte es immerhin bis zum März, weiter nicht. Varroa kann ich ausschließen, da beide KS vor Transfer in die neue Warre Beute mit OXS behandelt wurden und kaum Milbenfall hatten.


    Vereinigen ist sicher die beste Option.


    Viel Erfolg


    Rainer

  • Hallo,

    im Moment ist der Stand so, dass das eine Volk 1 3/4 ausgebaut hat und jetzt gerade bei den 2 letzten anfängt. Bei dem anderen ist jetzt ca. 1 1/4 ausgebaut. Natürlich ist jetzt hauptsächlich Honig in den Waben durch das zu füttern.

    Sollte man noch eine Honigwabe rausnehmen um Platz für Brut zu machen?

    Wieviele Waben sollten mit Brut sein?


    Heute war vor dem kleineren Volk ein große Ansammlung von Bienen am Fliegen. Geschätzt mehrere hundert. Sie flogen immer rein und raus und es sah so aus als ob der Eingang nicht mehr bewacht wurde. Habe dann den Eingang sehr klein gemacht und es hat sich wieder beuhigt. Gefühlt sind die Waben nicht leerer. Wurde das Bienenvolk ausgeraubt und ich habs nur rechtzeitig gesehen? Passiert nochmehr außer das Honig weg genommen wird? Hätte ich noch was anders machen müssen?

    Gruß

    Thorsten