Was hilft, Völker in ihrer Überlebenskraft zu unterstützen?

  • Hurra, eine weitere Zeitschleife!


    War eigentlich keiner bei dem Vortrag vom Jungels, oder ist das irrelevant für hier? Kommt ja so garnix, außer alte Kamellen und der polnische Schwarm. Das ist wirklich nicht meine Baustelle, aber etwas mehr Sportsgeist wäre schön. Also wenn man sich da engagieren möchte. Es klang jedenfalls deutlich substanzieller als das hier übliche Hokuspokus. Aber auch nach viel Arbeit und Teamgeist. Respekt!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Bond-Projekt“ Gotland zur Varroatose-Toleranz („Leben und Sterben lassen“) Dr. Ingemar Fries (Uppsala), Dr. Henrik Hansen (Roskilde), Anton Imdorf (Liebefeld), Åke Lyberg (Gotland), Dr. Peter Rosenkranz

    In diesem von der Gesellschaft der Freunde der Landesanstalt unterstützten Kooperationsprojekt wurden 1999 150 Bienenvölker unterschiedlicher Herkunft auf einem isolierten Teil der Insel aufgestellt und bis zum Frühjahr 2003 ohne Varroa-Bekämpfung geführt. Leider setzte sich der im Jahr 2002 beobachtete Trend zu hohen Varroa-bedingten Verlusten fort. Von den in 2002 eingewinterten 27 Völkern gab es im April 2003 nur noch 7 mit mehr als 1.500 Bienen. Zwei dieser Völker waren sehr stark und zeigten keinerlei Varroa-Schäden.



    Danke , ich lese solche solche Geschichten auch gerne mit regem Interesse .

    Dieser April 2003 ist doch schon eine Weile her und seither hat man darüber nichts mehr gelesen ?

    " Gehört " habe ich , dass in Liebefeld nach wie vor Bienenvölker stehen die nicht behandelt werden müssen jedoch keinen Honigertrag liefern .


    Gruss Markus

    " Wohlstand ist die Summe aller Sünden ." (mw)

  • Hurra, eine weitere Zeitschleife!


    War eigentlich keiner bei dem Vortrag vom Jungels, oder ist das irrelevant für hier? Kommt ja so garnix, außer alte Kamellen und der polnische Schwarm. Das ist wirklich nicht meine Baustelle, aber etwas mehr Sportsgeist wäre schön. Also wenn man sich da engagieren möchte. Es klang jedenfalls deutlich substanzieller als das hier übliche Hokuspokus. Aber auch nach viel Arbeit und Teamgeist. Respekt!

    Der Kölner Dom brauchte auch Jahrhunderte...!

    Ich weiß dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • der Jungels anscheinend nicht, da gibt's 'plötzlich' 'ne Belegstelle mit funktionierendem Material. AUS DEM NICHTS! 😂

    Nö, das war über 20 Jahre harte Arbeit einiger weniger "Gallier" ;-) die sich nicht beirren ließen - auch ist das ARISTA Projekt seit ein paar Jahren hilfreich diese Bemühungen systematisch zu erforschen und die Einzelkämpfer zu unterstützen... ;-) - zu erwähnen sind auch noch die Projekte der USDA zur Erforschung der Varroaresistenz und zur Verbreitung des entsprechenden Genmaterials, die seit über 20 Jahren laufen...

    Was mich freut ist das es in den letzten 3/4 Jahren auch in Deutschland auf breiterer Basis Bemühungen gibt diesen Weg genetisch zu bestreiten, so das die Einzelkämpfer stark an Zahl gewachsen sind - ja ich würde mich verleiten lassen zu sagen das es in der Zwischenzeit eine Gruppe geworden ist... :-)

    (Auch gibt es weltweit noch mindestens 3-6 andere Länder die hier seit langem an einer genetischen Lösung arbeiten - erfolgreich...)

  • 'ist nicht meine Baustelle' bedeutet nicht kein Interesse, lieber Werner. Gegen den Vortrag und die Arbeit vom Jungels fällt das Niveau hier doch ziemlich ab, darauf wollte ich kurz hinweisen. Vielleicht kann man ja so an den Sportsgeist bei unseren Foristen appellieren? Man könnte sich auch inhaltlich über den Vortrag austauschen, anstatt blah blubb müßte, könnte, hätte, polnischer Schwarm, alle doof außer Mutti, wir schaffen das. Aber dazu reicht's ja nicht. Paar Klotzbeuten in den Wald tackern wird's jedenfalls nicht richten.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Lieber Ralf,

    wenn du interessiert bist, dann hör zu. Oder im Fall des Forums: lies mit. Stell Fragen zum Verständnis, bring konstruktive Beiträge. Es gibt inzwischen glaub ich tatsächlich einige Leute die Erfahrungen gemacht haben, die sich nicht mit deiner decken und es ist nicht die schlechteste Tugend, andere Erfahrungen als die eigenen einfach mal stehen zu lassen.

    Aber ich lass dir deine Bühne. Ich habe nicht den Nerv mich mit dir anzulegen.

    Tschüss

    Werner

  • Ich finde ja, dass die Natur, auch in der Hinsicht, völlig übermässig romantisiert wird!

    Es ist schwierig dazu was zu finden, aber ich hatte mal eine Quelle gefunden, welche in Zeiten vor 1900 von einer natürlichen Winterverlustquote von 75% bei wilden Bienenvölker ausgeht. Ich halte die Zahl für realistisch, wenn man von kleineren, schwarmfreudigen Völkern ausgeht. Wer viel Nachkommen hat, stirbt auch viel... Das ist Natur... 3/4 tot. Ist doch wie im Fernsehen... da schaut man ne Doku über Naturvölker und romantisiert sich das so toll zusammen, wie schön das Leben im Einklang der Natur ist... aber keinen Ton über Kindersterblichkeit, Krankheiten oder Lebenserwartung! Romantisierung pur, so wies die Leute halt sehen wollen...

    "Moderne Verlustraten" von 10% und weniger sind das Resultat menschlicher Optimierungen. Auch bei der Cerana sind übrigens um die 12% Verluste normal bei künstlich gehaltenen Bienen.

    Wir bestimmen, was normal (und eben nicht natürlich) sein soll. Und der Mensch wird einen Weg finden, die Dinge dahin zu lenken. Sei das durch Behandlungen, durch harte Zuchtarbeit oder einen Weg dazwischen.

  • Ich brauche keine Bühne, laß bitte so Tiefschläge. Ich kann es nur schlecht mitansehen, wenn die ernsthafte Arbeit von ernstzunehmenden Leuten diskreditiert wird von Spinnern, weil alles in einen Topf geworfen wird und die ernsthaften Leute weder die Zeit noch den Nerv haben, sich von dem ganzen Müll zu distanzieren. Ich bin nämlich auf diese ernsthaften Leute angewiesen, das ist die Zukunft unserer aller Imkerei. Die Traumtänzer stehen dem im Weg. Kreativität und Mut und Verzicht sind natürlich der Schlüssel, aber nicht jeder Spinner ist kreativ im produktiven Sinne.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Die Entwicklung dieses Fadens ist für mich typisch für das IF: Es gibt eine fachlich schlaffe Diskussion, die dann entweder von fragwürdigen Schreibern oder mit fragwürdigen Argumenten geführt wird. Eine leichte Kritik daran wird sofort mit hämischen Kommentaren beantwortet. Wenn dann in der zweiten Runde z.B. rase darauf antwortet, dann wacht plötzlich die Moderation auf und drischt auf ihn ein. Sowas entspricht nicht meiner Idealvorstellung einer moderierten Diskussion. Sowas ist mehr als unnötig!

    Deshalb werde ich hier nichts mehr schreiben.