Was hilft, Völker in ihrer Überlebenskraft zu unterstützen?

  • Hallo!

    Die Saison geht zu Ende, wir haben wieder Zeit zum schreiben....


    Ich meine, das Thema ist ja super zum lästern, aber dabei sollte man nicht vergessen, das es doch grundsätzlich die Frage nach einer "anderen" Imkerei war.


    Wieso müssen alle immer das Rad neu erfinden ?


    Nun ist das vielleicht völlig uncool, aber es gibt Empfehlungen der Institute (Hohenheim, Celle, Hohen Neuendorf etc. ) zur Bienenhaltung. Da haben sich Leute Gedanken gemacht und diese Ideen ausgetestet, die machen das hauptberuflich.

    Sollte man nicht mit und nach diesen Empfehlungen anfangen zu imkern? Wenn das dann klappt, wie bei denen ja auch, und man so 10 Jahre erfolgreich Bienen hat inklusive eigener Nachzucht und Völkervermehrung, dann kann man sich immer noch um Mondphasen oder was auch immer Gedanken machen.


    Das sollten wir auch mal den Anfängern sagen. Erst Pflicht, dann Kür. Was die Bienen besser finden, weiß ich nicht.


    Bis dahin

    Gruß Wiebke

  • Rase, danke.

    In der Art hat sagt doch keiner etwas gegen deine wichtigen jahrelangen Erfahrungen, der Ton macht oft die Musik.


    Ich denke mir, das du die Wichtung nochmal genau herausgestellt hast.

    Darauf verwies ich ja in meinem obigen Beitrag auch.


    Wenn zum Beispiel die wichtigen Punkte 90% über Gedeih und Verderb entscheiden, ist es doch besser erst in die 90% mit einem Aufwand von 20% zu investieren und wenn man dann Lust und Laune hat an den verbleibenden 10% mit einem Aufwand von 80% zu feilen. Die Zahlen sind jetzt rein fiktiv zur Verdeutlichung des Systems und entbehren jeglicher Gewähr.


    Ich möchte jetzt nicht wieder Behandlung vs. Nichbehandeln anführen, jedoch kann ich sagen das der Aufwand des Nichtbehandelns und das Resultat der überlebenden Völker schon auch in obige Aufwandsklassifikation gehört.


    Was ist jedoch der Gradmesser eines gesunden Volkes?

    Honeypotindex? -> Hier tendiere ich zu: Ja und Nein.


    Ja: nur gesunde Volker können Honigüberschüsse erwirtschaften


    Nein: durch Medikation am Leben gehaltene Individuen sind meiner Meinung nach nicht wirklich gesund. Laut Literatur wurden Völker beim Eintreffen der Varroamilbe mit mehreren tausend Varromilben ohne Zusammenbruch fertig, heute ist schon bei wenigen tausend Land unter.

    Ist das eine Folge der fortwährenden Medikation?


    Wie wir alle wissen, ist das Thema Bienengesundheit auch im Zusammenhang mit Varroa kein eindimensionales Thema, und nur durch Drehen an einer/wenigen Stellschrauben zu lösen.

    Dazu kommen übertriebene Auslesen nach Sanftmut bzw. umgesetzte Zuchtziele, Ideologien die dem biologischem Gleichgewicht möglicherweise zu wieder gelaufen sind.


    Wie groß ist nun der weitere Einfluss der Umwelt auf den Bien wirklich?


    Warum ergeben weltweite Forschungen an den Bieneninstituten schon seit Jahrzehnten kein wirklich fassbares Ergebnis? Hier über falsche oder richtige Forschungsziele zu debattieren hat meiner Meinung absolut kein Sinn, da mir persönlich dazu das Hintergrundwissen der einzelnen Studien fehlt, um darüber urteilen zu können.


    Das sich nun Leute aufmachen und "herumexperimentieren" ist doch vollkommen in Ordnung. Wenn sie dabei für sich "Lösungen" finden und diese TEILEN ist das lobenswert.

    Klar verstehe ich die Anspielung auf die Rattenfängermythik und die sich dahinter verbergende Gefahr, die von Rase immer wieder angebracht wird.


    Doch mischen wir hier menschliche Verhaltensmuster mit der eigene beschränken Verständniswelt und entwickeln ein Schubladendenken, da wir im alltäglichen Umgang nicht in der Lage sind / sein wollen , jeden Vorgang, jedes Ansinnen von Grund auf zu begreifen und zu durchdenken.


    Was will ich mit dieser Menge Prosa sagen, oft hilft anpacken und machen mehr als jahrelang von Zweifeln zernagt alles versuchen gegeneinander abzuwägen und nichts zu machen. Die Ohnmacht der Entscheidungslosigkeit beginnt mit der Zunahme an Möglichkeiten oder der Menge an Unbekannten.

    Viele technische und wissenschaftliche Errungenschaften basieren auf Zufällen oder hemdsärmligen Entdeckungen / Untersuchungen.

    Nicht nur positive Erfahrungen bringen Zugewinn, sondern auch negative Ergebnisse bringen in der Entwicklung voran.


    Darum packe ich für mich lieber mal an, nicht weil ich die jahrzehntelangen Erfahrungen ignoriere, sondern weil sich in jahrzehntelangen Erfahrungen "Weisheiten" eingeschlichen haben, die einfach nicht mehr hinterfragt werden oder sich teilweise überlebt haben.

    Und so leben wir in einem Umfeld wo sich jeder seine Weisheiten zurechtlegt und als wahr propagiert. Dabei ist es einfach für den einzelnen oder die Masse nicht mehr nachprüfbar.


    Trotzdem, pack mas an.


    Liebe Grüße Bernd

  • ...Wie wir alle wissen, ist das Thema Bienengesundheit auch im Zusammenhang mit Varroa kein eindimensionales Thema, und nur durch Drehen an einer/wenigen Stellschrauben zu lösen...

    Ist es die Frage, an welchen Stellschrauben zu drehen ist?

    oder

    Ist es die Frage, ob wir alle notwendigen Stellschrauben überhaupt je kennen werden sowie jene sie gewichtenden Umstände?


    Es leben die "kopernikanischen Wenden"!

    Gruß Manne


    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Jaja, Fragen über Fragen. Mir reicht es, wenn der Keller jedes Jahr gut gefüllt ist und meine Frau mich trotzdem lieb hat.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Die freut sich immer wie Bolle, nach der Arbeit noch ein paar Stunden mit mir im Schleuderraum zu stehen!

    und besonders über den Kleb in der gesamten Hütte ^^

    Im Schlafzimmer besteht Bienen/Honigverbot oder?

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Mich würd auch interessieren was die da stehend im Schleuderraum machen<X

    Liebe esoterische Sachbearbeiterin Uschi klär das doch bitte mal mit Deinem Chef und gib uns Bescheid

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...