Was hilft, Völker in ihrer Überlebenskraft zu unterstützen?

  • Was hattest du erwartet? 8)

    Niemand ist vom Lottogewinn ausgeschlossen, dazu muss man aber auch Lotto spielen.

    Ich halte es für mich so:

    Ich kenne mittlerweile einige Lehrmeinungen und Grundsätze und das, was ich selbst beobachte.

    Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, so dass man von allem etwas "mitnehmen" und einbringen sollte.


    Gruß Andreas

  • Jahrelange Erfahrungswerte sind aber nicht erwünscht?


    Reihenaufstellung, Überwinterung auf Sirup, 22mm Holzkisten. Kräftige Varroabehandlung mit AS (Liebig Dispensor/Nassenheimer)/OS(Dampf/Sprühen) oder TBE (mit OS). Selber vermehrt von Reinzucht Carnia oder Bucki oder zugekaufte unbegattete Königinnen.


    Völkervermehrung durch Ableger, KS oder gefangene Schwärme. Die dann aber sofort von angepaßter Landrasse auf Hochleistung umgeweiselt.


    Verluste sind eher selten. Und nu? Hochmut? Keine. Aber ICH glaub, nix von dem was Du anführst ist wichtig. Das ist nur Deko. Projektion. Aber das darf man ja nicht sagen, weil.


    Beste Grüße,

    Ralf


    PS.: Wenn's doch läuft, super. Weitermachen!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von rase ()

  • Gesunde Genetik, mit und nicht gegen den Bien arbeiten, Handwerk. Dann: lange nix.


    Dann: Umwelt. Wo nix wächst, ist nix zu holen. Gift hilft nicht unbedingt (wird aber in seiner Wirkung oft überschätzt).


    Ansonsten? Keine Ahnung. Ich hab keinerlei Geheimrezept. Null.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Was in dieser altbekannten Debatte immer durcheinandergerät ist naturnahe und erfolgreiche Bienenhaltung.

    Den Erfolg messe ich an den Winterverlusten und am Honigertrag.

    Was als naturnah verkauft wird, erhöht keineswegs die Überlebenschancen der Bienen. Die sind nämlich in der Natur (Seeley hat das herausgestellt) sehr viel schlechter als in der Obhut des Imkers und das nicht erst in Zeiten der Varroa.

    Behandlungsfreie Imkerei hin oder her, die Überlebenschancen der Völker erhöht sie nicht (eher im Gegenteil). Das Überwintern auf Honig: Das funktioniert mit geeigneten Honigen sicher, aber nicht besser als auf Zucker.


    Ob es den Bienen mit einer naturnahen Imkerei besser oder schlechter geht, vermag ich nicht zu beurteilen. Es liegt aber in der Natur der Bienen (wie der anderer Lebenwesen) dass sie Überleben wollen.


    Und wie auch immer: Die Bienenhaltung lässt sich nicht Schweine- oder Geflügelmast vergleichen. Aus der fieseste Imker lässt sein Bienen frei fliegen, es gibt keine Qualzucht und die Varroazide bekommen den Bienen besser als das Nichtbehandeln.


    Der schon von Rudolf Steiner beklagte vermeintliche Irrweg der modernen Bienenzucht hat eben nicht in eine Sackgasse geführt. Wir haben vitale und ertragsstarke Bienenrassen, egal ob Carnica oder Buckfast. Auch die modernen Betriebsweisen haben vieles verbessert. Nosema z.B. war einmal der Schrecken aller Imker; heute ist sie kaum noch von Bedeutung.


    Ob wir irgendwann mal varroatoleranten Bienen haben? Das ist zu hoffen. Der Weg dahin ist aber noch weit und jeder ernstzunehmende Züchter, der in diese Richtung arbeitet, wird das bestätigen können.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ist hier schon wieder der Bienenblues ausgebrochen?


    Wo bleibt der Bücherskorpion?

    Oder die Ohrzwicker die herabgefallene Varroen erbeuten?

    Oder Rhabarberblätter/Knoblauchzehen/Walnussblätter?

    Oder Ameisen die in Koexistenz mit den Bienen leben und durch ihre AS die Varroa im Griff halten?


    Am besten geht man dafür auf Facebook zu einem gewissen Norbert D.

    Der imkert seit 2 Jahren und hatte einen Totalausfall wodurch er die Erleuchtung bekam und nun die Behandlungsfreie Imkerei predigt. Gleichzeitig erzählt er dann doch was von Thymol und der Schwefelschnitte.


    Bisher sind mir nur Überlebensvölker bekannt, wenn diese meist aus einem Schwarm aufgebaut wurden, dieser dann wieder schwärmen durfte oder viele Ableger mit verdeckelten Brutwaben gebildet wurden.


    Alles andere ist doch nur Geldmacherei und wie bei den schwerkranken ein Griff nach dem Strohalm der ihnen verspricht was sie hören wollen aber dann leider doch nicht wirkt.

    Helfen tut sowas nur den Brieftaschen der Prediger, die wahren Ideologen die wirklich was gutes vor hatten, die haben es schon erleben und spüren müssen, dass es leider alles nichts bringt.


    Zitat

    Was hilft, Völker in ihrer Überlebenskraft zu unterstützen?

    Seine Völker sauber führen!

    Allein lassen überleben heutzutage die wenigsten.


    So, muss wieder los und meinen Siebenstern ausmessen damit die Energiepyramiden und Erdspieße die volle Kraft entfalten können.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Aber, es muß doch gehen!

    Bekommt man davon Wachs"tums"schmerzen?


    Oh richtig, ich hab das Wachs vergessen... kleine, kleinere und noch kleinere Zellen. So, dass die Bienen ja nur noch Mist bauen und man dann sogar extra auf kleine Zellen selektierte Bienen anbieten kann :P

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Das Überwintern auf Honig: Das funktioniert mit geeigneten Honigen sicher, aber nicht besser als auf Zucker

    Um jetzt mal frei aus einem Video mit Norbert D. zu zitieren:

    Wenn man den Bienen ihren Honig klaut, dann nimmt man ihnen ihre Apotheke und dann können sie sich im Winter nicht selbst gegen Krankheiten behandeln!


    So, muss wieder los und meinen Siebenstern ausmessen damit die Energiepyramiden und Erdspieße die volle Kraft entfalten können.

    Ich habe ja überlegt, mich mit einer homöopathischen Imkerei selbstständig zu machen und aus zerriebenen, auf eine D Potenz verdünnten Varroamilben eine naturgemäße und bienenverträgliche, schonende Bienenmedikation herzustellen, wo ich das 20ml Fläschen für nur 19,90€ verkaufe. Alternativ gibt es Zuckerperlen, 10 Gramm für (Sonderpreis) 29,90€.

    Dazu ein Buch ("Homöopathische Imkerei - Es geht auch ohne die mafiöse Pharmalobby!") und eine eigene Beute ("Die Hahnemann Beute") für nur 499,-€.


    Und wenn der Hype wieder abflaut, gehe ich Geld in meinem Geldspeicher zählen :-)

  • Um jetzt mal frei aus einem Video mit Norbert D. zu zitieren:

    Wenn man den Bienen ihren Honig klaut, dann nimmt man ihnen ihre Apotheke und dann können sie sich im Winter nicht selbst gegen Krankheiten behandeln!

    Welche Krankheiten die Bienen wohl im Winter so haben???

    Sorry, dieser Herr ist durchschaut und einer der größten Blender der in den letzten Jahren in der Imkerei aufgetaucht ist. Ob der eine Königin von einem Drohn unterscheiden bezweifel ich stark.

    Da bringt auch das um sich sammeln von anderen Experten nichts mehr.

    Ich habe ja überlegt, mich mit einer homöopathischen Imkerei selbstständig zu machen und aus zerriebenen, auf eine D Potenz verdünnten Varroamilben eine naturgemäße und bienenverträgliche, schonende Bienenmedikation herzustellen, wo ich das 20ml Fläschen für nur 19,90€ verkaufe. Alternativ gibt es Zuckerperlen, 10 Gramm für (Sonderpreis) 29,90€.

    Ach sorry, das hatte ich noch vergessen... genauso wie die Vera(r)schung von Varroen die man dann in die Beute streuen muss oder so.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Aber, es muß doch gehen!

    Richtig und los; die meisten wissen es, wie es geht und wie es nicht geht!

    "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" (Erich Kästner)

    Und "die dümmsten Bauern..." müssen das doch schon immer gewusst haben.

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)