Was hilft, Völker in ihrer Überlebenskraft zu unterstützen?

  • Unfug

    Nein. Zumindest wenn ich den Aussagen des Heilands der behandlungsfreien Bewegung glauben darf, wird bei einem zu hohen Befall Thymol aufgelegt.



    hörte von einer Imkerei, dort fängt das 26. behandlungsfreie Jahr an

    Es gibt auch Bestände in Frankreich, in Schweden (?), die behandlungsfrei über die Runden kommen.

    Von denen hat man Material in Kirchhain (? - war es dort?) nachgezogen und verglichen. Und siehe da: Dieses Genmaterial, welches in einer bestimmte Umgebung ohne Behandlung mit der Varroa klar kam, ging in unseren Breitengraden dann genauso sang- und klanglos ein.


    Will sagen: Nur weil es irgendwo Einzelstände gibt, die behandlungsfrei überleben, bedeutet das nicht, dass das überall funktioniert, wenn man denn nur den Heilslehren der behandlungsfreien und wesensgemäßen Imkerei folgt.

  • PS: Ich habe nicht mal so ein großes Problem damit, wenn gewissenhafte, erfahrene Imker im Bereich der Behandlungsfreiheit forschen. Diese Imker können aber auch zuverlässig und sicher die Gesundheit/den Zustand eines Volkes beurteilen und ggf. handeln.


    Ich habe ein Problem damit, wenn da plötzlich Leute in den Imkeranfängergruppen bei Facebook auftauchen und den Jungimkern, die nicht selten aus einem gut gemeiten Ökoverständnis heraus dieses Hobby anfangen, erzählen, dass es ganz böse ist, böse Chemie in die Völker zu kippen und die Völker zu vergiften, es aber einen Ausweg gibt: DIe behandlungsfreie Imkerei! Und die kann man in Kursen dann lernen und dann wird alles ganz, ganz toll, und rosarot und so, und man bekommt so eine tiefe innere Bindung zu den Bienen, und sie erzählen dann einem von ihrem Tag und so! (leider keine Satire)


    Der ökobewusste Anfänger nimmt das nur zu gerne an - wäre aber mangels Erfahrung überhaupt nicht in der Lage, so etwas gewissenhaft und richtig durchzuführen.

    Und am Ende verrecken dann Völker, und dann war es aber nicht der Imker sondern der böse Landwirt, der die Bienen "vergiftet!!!11" hat.

  • ...Will sagen: Nur weil es irgendwo Einzelstände gibt, die behandlungsfrei überleben, bedeutet das nicht, dass das überall funktioniert...

    genau
    So, wie sich Weine und Honige durch Sorten-, Jahres- und Lagebesonderheiten auszeichnen, so scheint es auch vergleichbar ähnlich bei der Vt zu sein.

    ...wenn man denn nur den Heilslehren der behandlungsfreien und wesensgemäßen Imkerei folgt.

    Das ist ja der Unterschied zwischen jenen Predigern und "dummen Bauern..."

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Es gibt auch Bestände in Frankreich, in Schweden (?), die behandlungsfrei über die Runden kommen.

    Von denen hat man Material in Kirchhain (? - war es dort?) nachgezogen und verglichen. Und siehe da: Dieses Genmaterial, welches in einer bestimmte Umgebung ohne Behandlung mit der Varroa klar kam, ging in unseren Breitengraden dann genauso sang- und klanglos ein.

    Kirchhain testete vor vielen Jahren auch die Primorskis und verglich deren Ausräumverhalten mit jenem einer eigenen Vergleichsgruppe. Dabei stellte sich heraus, dass die eigene Herkunft deutlich besser ausräumte als die Primorskis. Nach dem unbestechlichen Selektionskriterium Winter lebten von den Testvölkern ausschließlich Primorskis.

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Ich hörten von einer Imkerei, dort fängt das 26. behandlungsfreie Jahr an.

    ich hörte von Leuten, die über Wasser latschten. Mach was draus, die sind mit ihrer Geschichte ein echter Exportschlager geworden. Ob überprüfbar oder nicht spielt da keine Rolle!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Völker, die im Winter 3 Monate brutfrei wären, würden uns auch schon helfen. Aber mit Sicherheit auch die Aussagen dieser Studien verfälschen.


    Gruss

    Ulrich

  • Ulrich, Brutfreiheit allein hilft sicherlich nicht.

    Als Unterstützung ja warum nicht.


    Ich sehe hier schon wieder Grabenkämpfe sich entfalten, die wir in anderen Diskussionen zur behandlungsfreien Imkerei auch schon hatten, wenig zielführend, und hat eigentlich auch nichts mit der Ausgangsfrage zu tun.


    Wenn jemand fragt, was er zur Unterstützung einer gesunden Lebensweise seiner Bienen tun kann, sind viel Äußerungen hier einfach unangepasst.


    Wenn er schreibt, was er alles seiner Meinung getan hat, um so besser, spart man sich Wiederholungen.


    Ihn deshalb zu "zerreißen", zu "teeren" und zu "federn" ist unhöflich.


    Ob jetzt jemand anders mit ganz anderen Arbeitsweisen auch mit Bienen klar kommt und sie augenscheinlich gesund sind, war nicht die Frage.

    Klar hat jeder seine Meinung und kann diese auch äußern, doch manchmal hält man einfach auch mal die SPAM-Finger still und spart sich seine Beiträge.


    Möglicherweise kann jedes seiner Punkte ein Quentchen Bienengesundheit verursachen. Wieviel das in Summe ist, mag ich nicht beurteilen, kann mir jedoch aus den Hintergründen der einzelnen Punkte durchaus einzelne Effekte versprechen.


    Ob der Gesamteffekt ausreicht, diese Aufwände umzusetzten, sollte jeder für sich entscheiden können.

    Wenn man sich mit diesen Maßnahmen auch noch besser fühlt, zitiere ich hier frei einen unseren Kollegen: "Geht es dem Imker gut, geht es dem Bien auch gut."


    Viele unsere Tätigkeiten sind vererbt, angelernt, empirisch ermittelt und können in ihren Resultaten ganz anders an anderen Orten und Personen aussehen. Warum sie dann lächerlich machen ?

    Wer weiß über seine Arbeit und Folgen immer und zu jederzeit, wissenschaftlich nachprüfbar und übertragbar Bescheid ?


    Liebe Grüße Bernd

  • ich hörte von Leuten, die über Wasser latschten. Mach was draus, die sind mit ihrer Geschichte ein echter Exportschlager geworden. Ob überprüfbar oder nicht spielt da keine Rolle!

    Da hast Du Recht, Neid will erarbeitet sein, in jedem Falle. So etwa 60 Mio. Jahre "Lebenserfahrung" der Biens spielen da keine Rolle aber Musterbienen, Musterimker, ...

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Selektion auf Gesundheit aus der Kraft des Biens heraus

    Da wäre es einmal schön, diese Formulierung zu definieren. Weil die ist sowas von schwammig. Was heißt denn das bitte genau? Wie selektiert man denn da und wonach? Kann ich mir überhaupt nicht vorstellen - außer, mal sehen, was im Frühjahr noch übrig ist, ne?


    Und dann stellt der Threadersteller seinen Stand der Dinge dar und vorher:

    In den vergangenen Jahren habt ihr genügend Erfahrungen angehäuft, die einer Bewertung bedürfen und anderen als Anregung dienen könnten.

    Wozu bitte soll das denn führen außer zu Popcorn, Chips, Cola und vielen unterschiedlichen Sichtweisen.


    Da prallen doch nun Welten aufeinander, Lebenseinstellung und Intention zur Bienenhaltung mal ganz vorne weg usw usw

    Vergleiche und Zahlen hat doch niemand.

    Es schwappt jetzt von der Behandlungsfreiheit und naturnahen Haltung über die Zucht und Fütterung in alle anderenBereich hin und her.


    Dass hier jemand geteert und gefedert wurde, konnte ich nicht feststellen. Der Threadverlauf wundert mich jetzt schon kein bisschen, da es sich förmlich um das offene Scheunentor zum Palavern handelt, Meinungen halt.

    Es wird jetzt so a la Stammtisch weitergehen und irgendwann ist zu, Ergebnis: keins


    Gruß


    Marion


    mit Kaffe schwarz wegen den kleinen Tierchen in der Cola, die sind ungesund und Cola ist doch auch von...?

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Da hast Du Recht, Neid will erarbeitet sein, in jedem Falle.

    Zeig halt mal was, worauf man neidisch sein kann. Wenn ich sag, ich kenn wen, der kommt später in den Himmel, bist Du dann neidisch? Ich vermute nicht. Und nur weil ich das 100x behaupte, wirst Du vermutlich nicht überzeugter. Erzählt wird halt viel und auch Papier ist geduldig. Wenn's klappt ist doch super.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Liebe Grüße Bernd

    Was ist eigentlich aus deinen Beobachtungen bzgl varroatoleranter Bienen geworden, wie weit bist du gekommen, gibt es neuere Ergebnisse??


    Ich gehe mal davon aus, dass du vermehrt hast, nach welchen Kriterien bist du vorgegangen, wie stark hast du vermehrt??


    Beste, neugierige Grüße