Melezitosehonig Ausschmelzen

  • Au weia, das Gesicht der Ehefrau ...

    Aber mal eine Gegenfrage: Mit Melezithose kann ich auch dienen, nach 2016 schon wieder um die 300 Kg vorhanden. Täglich mehr werdend.

    Damals habe ich die Waben per Seperator eingeschmolzen, was eine ziemliche Batzerei war, aber es ging. Ein Teil wurde flüssig, der größte Teil hatte selbst nach dem Erhitzen eine Konsistenz wie Kandiszucker. Der hat beim Kauen zwischen den Zähnen gekracht, vom Geschmack her eine Katastrofe.

    Die Charge, die ich verflüssigen konnte, wurde innerhalb weniger Tage wieder betonhart, mit Kristallen, die wie Sand zwischen den Zähnen knirschten.

    Ich hab den im Frühling an die Jungvölker verfüttert, die ihn dankbar genommen haben, allerdings blieb ein nicht unerheblicher Rest von weissen Kristallen im Fütterer, der von den Bienen verschmäht wurde, nicht nur schmeckte wie Sand aus einem Vogelbauer, sondern auch so aussah.

    Hab ich "anderen" Melezithose als ihr? Wenn ich so höre, "feiner Geschmack, Spezialität, Met" usw, dann kann das nur so sein. "Meiner" ist auch nicht dunkel, der ist milchig-weiß und schmeckt nach ----Nix!

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Ich habe auch den Deckelwachsschmelzer/MelezitosehonigwabenSchmelzer von bienen weber genommen.

    Hallo Michoni,


    ist es zufällig der isolierte Deckelwachsschmelzer von Logar?

    Den habe ich nämlich auch seit ca. einer Woche im Einsatz.

    Habe schon die verschiedensten Varianten ausprobiert, die Melezitosewaben auszuschmelzen, mit den Ergebnissen bin ich aber leider noch nicht 100% zufrieden.


    Darf ich fragen, wie du das ganze machst...?

  • Hallo Michoni,


    ist es zufällig der isolierte Deckelwachsschmelzer von Logar?

    ...

    Habe schon die verschiedensten Varianten ausprobiert, die Melezitosewaben auszuschmelzen, mit den Ergebnissen bin ich aber leider noch nicht 100% zufrieden.

    teetrinker23  

    Welche Varianten hast du denn ausprobiet und warum bist du nicht zufrieden bzw. was ist deiner Meinung nach nicht optimal?

    Welche Temperatur hast du eingestellt?


    Hat dein Gerät diese beiden Zustell-Zusatzringe für den Innenraum (ein riesen großer Blechring mit Haltezacken und ein kleiner zackiger Ring für unten)? Das scheint Zubehör zu sein, dass erst in der aktuellen Version des Gerätes mit dabei ist und vorher noch nicht dabei war.


    Ich habe bisher nur normale Honigwaben und natürlich Entdeckelungswachs damit geschmolzen, Melezitose hatte ich noch nicht, seit ich das Gerät habe.


    Gruß

    hornet

  • Hab ich "anderen" Melezithose als ihr? Wenn ich so höre, "feiner Geschmack, Spezialität, Met" usw, dann kann das nur so sein. "Meiner" ist auch nicht dunkel, der ist milchig-weiß und schmeckt nach ----Nix!

    scheint so - bei uns war der Honig am die ersten Woche , teilweise schleuderbar. Ist dann eher etwas dunkler, schmeckt mega, malzig- Ich versuche den jeden Tag den mal mehrmals am Tag mit dem Rapido zu bearbeiten, ob's was wird, keine Ahnung.


    Der andere, unschleuderbare Teil ist dann so wie bei Dir, milchig - weiss, schmeckt nach, hmm, nur süss ... Und das ging bis zum Schluss dann so weiter, alles hart, milchig und unschleuderbar

  • Ich hab den im Frühling an die Jungvölker verfüttert, die ihn dankbar genommen haben, allerdings blieb ein nicht unerheblicher Rest von weissen Kristallen im Fütterer, der von den Bienen verschmäht wurde, nicht nur schmeckte wie Sand aus einem Vogelbauer, sondern auch so aussah.

    Hab ich "anderen" Melezithose als ihr? Wenn ich so höre, "feiner Geschmack, Spezialität, Met" usw, dann kann das nur so sein. "Meiner" ist auch nicht dunkel, der ist milchig-weiß und schmeckt nach ----Nix!

    Es gibt zwei Arten von Melizitose. Eine hell-weiß-milchig und eine dunkle Variante.


    Die weiße Variante ist die schlimmste... den Honig kannst du eigentlich nur wieder einfüttern.


    Der dunkle geht teilweise aus den Waben, wenn man schnell genug schleudert. Der ist hochwertiger und auch im Geschmack besser.

    "Die Zukunft der Honigbiene liegt in den Kreuzungen!" - Bruder Adam

  • Danke Bienenfuchs

    Dann machen meine Beobachtungen also auch Sinn.

    Grüße an alle


    Michael




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    (Mark Twain) Donald Duck

  • teetrinker23


    Welche Varianten hast du denn ausprobiet und warum bist du nicht zufrieden bzw. was ist deiner Meinung nach nicht optimal?

    Welche Temperatur hast du eingestellt?

    Hallo hornet,


    das Problem bei meinen ersten Versuchen war, dass die Melezitosebrocken das Lochblech so dermasen verstopft haben, dass der Honig nicht mehr gescheit ablaufen konnte.

    Das Ganze ergab dann am Schluß eine nicht zufriedenstellende Wachs-Honig-Melezitoseklumpen-Pampe über dem Lochblecheinsatz, und nur sehr wenig "Honig" der unten aus dem Ablaufhahn raus kam.


    Mittlerweile lasse ich den Lochblecheinsatz komplett weg, und fahre damit eigentlich ganz gut.



    Meine aktuelle Vorgehensweise zur Melezitoseernte:


    - Waben relativ tief mit einer Enteckelungsgabel entdeckeln

    - mit einer Stippwalze den Honig lösen

    - die gestippten Waben mit einer hohen Drehzahl schleudern

    --> ca. 1/4 bis max. 1/3 können so ohne Wärmeeinwirkung noch gewonnen werden

    - die geschleuderten Waben auschneiden,

    - max. 35 - 40 ausgeschnittene Waben in den Schmelzer ohne Lochblecheinsatz

    - die aussgeschnittenen Waben bei 90 C° für 2 Std. schmelzen

    - nach 2 Std. Schmelzvorgang die Wachs-Honig-Melezitoseklumpen-Pampe mit einem großen Holzlöffel durchrühren und...

    - nochmal 2 Std. bei 90 C°

    - nach 2 Std. evtl. nochmal durchrühren und noch für eine Stunde bei 90 C° oder...

    - abkühlen lassen
    - nach der Abkühlungsphase "Honig" ablassen und danach das Wachs ernten

  • Ach du grüne Neune

    Was für ein Aufwand, den du da betreibst.

    Da bin ich ja fast froh, daß "meine" Melezithose quasi unschmelzbar ist.

    Ich packe immer so 12, 13 Waben komplett mit den Rähmchen in den Schmelzer. Nach 3-4 Stunden entnehme ich oben die relativ sauberen Rähmchen, die Honigpampe und unten das Wachs. Der Honig ist stellenweise so fest, daß man selbst nach dem Ausschmelzen die Sechseckstruktur der Zellen noch erkennt.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Ich hab jetzt bei einer komplette Zarge die Meli-Masse aus den Rähmchen geschnitten. Anschließend habe ich mit einem Einkocher/Glühweintopf ein paar Liter Wasser auf 60° erhitzt und dann die ganze Meli-Pampe rein. Unter ständigen Rühren hat sich alles innerhalb einer halben Stunde verflüssigt und ich konnte oben das Wachs abschöpfen. Anschließend wurde das Wasser-Honig-Gemisch mit naturtrüben Apfelsaft etwas gestreckt und Portweinhefe samt Nährsalz kam dazu. Jetzt hab ich 30 Liter zukünftigen Met, die im Sekundentakt das CO2 aus dem Gährrörchen jagen.... mal schauen wie weit die Hefe mit dem speziellen Meli-Zucker kommt.