Melezitose - was ist das Beste für die Völker?

  • Hallo,


    so, jetzt hat mich auch erwischt: Melezitose-Honig ohne Ende. In den letzten Tagen massiver Eintrag davon. Stelle mir die Frage, was nun das Beste für die Völker ist? Um den Honig mache ich mir keine Sorgen, werde ich schon irgendwie verwerten. Gibt es auch viele Hinweise hier im Forum. Was ich nicht so gefunden habe ist wie man die Völker "schont", Melezitose-Honig taugt ja nicht zur Überwinterung.


    Die Völker (Zander) haben noch Honigräume drauf. Wie jetzt vorgehen?


    1. Die Honigräume drauf lassen, damit möglichst wenig Melezitose-Honig in den Brutraum kommt.


    oder


    2. Honigräume abnehmen und mit Sirup (Apiinvert) einfüttern, in der Hoffung das der Sirup interessanter ist als die Melezitose.


    oder (nicht ganz ernst gemeint)


    3. Honigräume abnehmen und mit Ameisensäure (Nassenheider pro) gegen Varroa behandeln, weil sie dann "andere Sorgen" haben als Melezitose einzutragen.


    Über Hinweise zur weiteren Vorgehensweise würde ich mich sehr freuen.

    Flanitz

  • Hallo Flanitz!


    So lange die Tracht geht:

    - Honigräume drauf lassen

    - Absperrgitter raus nehmen

    - Zargenweise mit Mittelwänden erweitern
    Mittelwandzarge zwischen Brutraum und Honigraum einschieben


    Wenn du schon behandeln musst, wäre eine totale Brutentnahme

    anzudenken, aber nicht alle Völker werden auf Einwinterungsstärke kommen.


    Schöne Grüße

    Sepp

  • Hallo Flanitz!


    Die Bienen gehen ohne Absperrgitter lieber nach oben.

    Die zwischen Brut- und Honigraum eingeschobenen Mittelwände

    werden befüllt bevor die Königin die Chance hat ein Ei zu legen.



    Das wichtigste ist, dass das Brutnest nicht all zu sehr eingeschränkt wird.


    Schöne Grüße

    Sepp

  • Hallo,


    ...... nach dem eigentlichen Abschleudern eines wunderschönen Tauhonigs ... (geht kommende Woche in die Analyse).


    Honigt es jetzt weiter

    und das was ich schon von 40 ... 50km südlicher gehört habe,

    ist jetzt auch hier so,

    es kommt spät Melizitose,

    werden wohl kommendes WE wieder schleudern


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Servus,

    an meinem Standort im bay. Wald nähe Regen immer noch Zementhonig ohne Ende.

    Flanitz : Ich denke, Du bist recht nah bei mir. Wie schauts bei Dir aus?

    Aktuell habe ich die Honigräume ohne Absperrgitter drauf. Sie werdend innerhalb einer Woche voll und ich habe Angst, dass mir die Zeit zum Einfüttern davon läuft. Da es erst mein 2. Jahr im bay. Wald ist, fehlt mir hier die Erfahrung. Mein Hauptwohnsitz ist München. Derzeit bin ich noch eine Woche im Wald, sonst immer am Wochenende.

    Was habe ich für Möglichkeiten?


    a) Die Völker in München "überfüttern", d.h. mit der Menge für den bay. Wald zusätzlich einfüttern, so dass ich Futterwaben umhängen kann, sobald es keinen Zement mehr gibt?


    b) Die Zementwaben umtragen lassen, schleudern und in Gläser abfüllen? Zeitbedarf? Es sind vier Völker auf Zander Vollzargen.


    c) Die Zementwaben auswaschen. Was ist mit dem Honig/Wasser-Gemisch? Kann ich das einfüttern als Winterfutter? Ich habe hellen Zementhonig.


    d) Aktuell hat der Honig in frischen Waben 17-18% und ließe sich schleudern. Raus damit und in Gläser?


    Schöne Grüße


    Franz

  • d) wäre meine Option, so lange es rausgeht so viel wie möglich raus.



    Habe und hatte auch damit zu tun, 3 mal abgeschleudert. Seit einigen Tagen kommt nichts mehr rein.

    4 Völker sind machbar, bei mir waren es schon 30.


    Gruß Uwe

  • franz_x : Bei mir (Landkreis Regen) tragen sie auch immer noch Melezitose ein. Ich warte bis der Spuk eine Ende hat und lasse die Honigräume solange drauf. Die Melezitose-Waben werde ich im nächsten Jahr für die Ablegerbildung verwenden oder umtragen lassen.


    Flanitz