Wachsmotten &Bacillus thuringiensis

  • Hallo, zusammen!
    Hat jemand Erfahrung mit dem Bakterienpräparat?
    Ich habe, wie an andere Stelle beschrieben, Probleme mit Wachsmotten im Segeberger Boden. Bei http://www.imkerei-technik.de wird ein Bakterienpräparat angeboten, das auf die Waben gesprüht wird und angeblich bis zu 8 Monaten die Entwicklung der Maden verhindert.
    Ich weiß, daß dasselbe Bakterium, dann von Firma Neudorff, im Gartenbau gegen irgendwas benutzt wird, ohne Schäden für andere Tiere, aber ich möchte gern wissen, ob von Euch schon jemand damit gearbeitet hat.
    Vielen Dank im voraus!

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,


    du warst ja heute schon (Sa)bienenfleissig im Forum unterwegs :smile:)


    Also das B401 funktioniert wirtklich so wie beschrieben, allerdings nur gegen die GROSSE Wachsmotte. Die kleine wird dadurch nicht ganz vertilgt. Ich habs schon bei meinem ganzen Honigraumwaben versucht und es ist überzeugend. Du brauchst halt eine ordentlich funktionierrende Sprühapparatur, sonst wirst du verrückt. Es ist ohnehin relativ aufwendig. Ich hatte die besten Erfahrungen mit einem Pumpsprüher. Die kleinen Dinger die man für die Pflanzen zu Hause verwendet sind meistens nicht zu gebrauchen und geben nach dreißig Waben den Geist auf.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Reiner ich denke du hälst brutwaben und honigwaben getrennt. Du hast doch kunststoffwaben in den honigräumen. Aso Jungfernwaben und Kunststoffwaben braucht man nicht vor wchsmotten schützen sagt das forum.

  • Hallo du Anonymous,


    leider ist auch meine Imkerei nicht so einförmig wie ich mir es wünschte. Ich hatte durchaus noch Altbestände, mit denen ich das ausprobiert habe. Das hätte ich auch deutlicher formulieren können, hätte aber an der Aussage an sich nix geändert. Apropos, die Plastikwaben fliegen heuer nach der Ernte ganz 'raus. Kannst du sie brauchen? 10 Stück für 5 EURO? Sorry übrigens für die späte Antwort, habs ganz übersehen.

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo,


    Habe ein Problem mit den Wachsmotten die zerfressen meine ganzen waben ich habe auch schon geschwäfelt aber das hilft auch nicht viel in parr Tagen gings wieder los. Was kann mann dagegen machen außer Schwefeln ?


    Gruß Bienenfreund

  • Du kannst die Ursachen beseitigen, dann ist das Schwefeln eine sinvolle Ergänzung!

  • Du bist aber ein Schlaumeier!
    Weil er die ursachen kennt, hat er ja auch gefragt!?!
    Entweder gibst du hier vernünftige Antworten oder du hältst die Klappe, wir sind hier nicht im Kindergarten!

  • Tips zur WACHSMOTTENBEKAEMPFUNG:
     

    • Paradichlorbenzol (Mottenkugel, Anti-teigne, Imker-Globol, Waxviva, Antimotta, Styg, etc.)
      Wird ohne Zulassung verkauft. Rückstände in den Bienenprodukten gelten als unerwünschte Fremdstoffe.
      Die Tabletten oder Körner werden im Wabenschrank aufgelegt, wo sie sich verflüchtigen. Der Nachteil dieser Kugel ist das sie hoch fettlöslich sind. Der Wachs saugt Chlorbenzol wie ein Schwamm auf.
      Beim Einschmelzen von Wachs bleiben diese Rückstände darin erhalten.
      Bei guter Lüftung verdunstet wieder etwa 90% aus dem Wachs der Mittelwände, aber nur 30% aus dem Honig. Unerwünschte Rückstände bleiben in den Bienenprodukte zurück. Durch mehrere unbelüftete Waben können schwere Schäden im Bienenvolk entstehen.
      Es gibt nur einen vernünftigen Ratschlag:
      Mottenkugel nicht mehr zu verwenden und Restbestände zu vernichten.


    • Technisch:
      1. Waben sortieren
      2. alte Waben sehr schnell einschmelzen
      3. Rest kühl, hell, belüftet und mit genügend Abstand von Wabe zur Wabe lagern.
      Am besten ist es sicher, die alten Waben so bald wie möglich einzuschmelzen. Kein Wachs herumliegen lassen. Dunkle Waben haben Proteine welche die Wachsmotten für die Entwicklung brauchen. Auf hellen Waben gehen die Motten ein, deshalb werden diese von ihr weitgehend verschont. Den Wabenschrank kann man mottendicht mit einer Trennwand unterteilen. So wird womöglich nur eine Hälfte befallen.
      WICHTIG: Mit weissen Unterlagen auf von Zeit zu Zeit auf Wachsmotten-Gemüll kontrollieren.


    • Physikalisch:
      Nicht wärmer als + 12°C lagern


      Waermebehandlung
      Mit einem Waerme-Gerät im Umluftverfahren mindestens 3 Stunden bei 45°- 48°C erwärmen. Tötet alle Stadien der Wachsmotte ab. Da der Schmelzpunkt vom Wachs (62°C) in der Nähe liegt, eignet sich dieses Verfahren für schwere Vorratswaben nicht.
      Kaeltebehandlung
      Waben für 3 Stunden bei Minus 16°C in einer Tiefkühltruhe kühlen. tötet alle Stadien der Wachsmotten ab. Alle 3 Monate die Behandlung wiederholen. Bei einer Kühlung über den Zeitraum von 24 Stunden werden auch die Nosemasporen abgetötet.
       

    • chemisch:
      Schwefel
      Essigsäure und Ameisensäure
      200ml Essigsäure 60 - 80%/ 100 l Raum
      AS 80% 80 ml / 100 l Raum
      1 Liter = 1 dm3 (1dm x 1 dm x 1 dm)
      100 ml = 1dl
      Mehreren Viskose-Schwammtücher tränkt man mit Säure und verteilt diese Tücher auf Aluminium- oder Kunststoff-Gitter und schiebt diese zwischen die Waben. 2 x im Abstand von 7 Tagen behandeln. Die Behandlung muss alle 2-3 Monate je nach Dichtheit der Schränke wiederholt werden.
      Nachteil: Metall und Holz werden angegriffen, wenn die Essigsäure verschüttet wird. Waben gut lüften.
      Schwefel:
      Schwefelkerzen oder Schwefelschnitten werden in einem dicht schließenden Wabenschrank abgebrannt. Auf dem Markt gibt es auch einen Schwefelspray (flüssiger Schwefel).
      Schwefel tötet nur die Motten, nicht aber deren Eier. Deshalb sollte die Behandlung alle 3 Wochen wiederholt werden. Bei Raum in der Grösse eines Kastens (einer Zarge) muss jeweils einen halbe oder höchstens eine ganze Schwefelschnitte abgeglimmt oder eine Sekunde lang begast werden.
      Nur trockene Waben abschwefeln, sonst entstehen Rückstände von Schwefelsäure, welche nicht verdampfen.
    • biologisch:
      Früher mit B 401, Neu mit Mellonex
      Mellonex muss nicht mehr im Kühlschrank aufbewahrt werden.
      Dabei handelt es sich um ein Sporenpräparat des Bacillus Thuringiensis , das mit Wasser verdünnt auf die Waben gespritzt wird. Die ganze Wabe bis zur hintersten Ecke muss damit eingesprayt werden. Die angerühte Spritzbrühe ist restlos aufzubrauchen. Die Waben vor dem Hineinhängen in den Wabenschrank antrocknen lassen, sonst kann sich Grünspan bilden. Nach Angaben des Herstellers soll es hundertprozentig abbaubar sein. Es soll für die Tiere und für den Menschen unschädlich sein.
      Mellonex wird in inaktiven Kristallen angeboten. Die Wachsmotten-Larve nimmt diese mit dem Wachs auf und hört auf zu fressen. Das Bakterium bildet Sporen das Toxin enthaltet und die Darmwand zerstört.
      ACHTUNG:
      Unter keinen Umständen darf man Mittel zur Wachsmottenbekämpfung verwenden, die als Schwel- und Räuchermittel gegen Fliegen oder sonstigen Insekten empfohlen werden. Diese Mittel erhalten Kontaktgifte, die fest an dem Wachs haften bleiben und noch nach vielen Monate schwerste Vergiftungen bei den Bienen hervorrufen.


    www.biene-fridolin.ch




    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Hanspeter Itschner am 2002-05-25 23:27 ]</font>

  • Hallo zusammen,
    das Problem mit den Wachsmotten ist doch ein ganz anderes.
    Wann treten sie auf, und in welche Waben gehen sie ?
    Genau !
    Wenn ich als 2.Kreisvorsitzender zu Besichtigungen von Bienenständen eingeladen werde, zeigt mir der –meist ältere- Kollege voller Stolz seinen oft handwerklich hochwertig hergestellten Wabenschrank, in dem dann so um 200 Waben hängen, aussehend wie Schuhsohle und von gleicher Konsistenz. Wie gesagt, der „Stolz“ der ganzen Imkerei.
    Was man bei durchschnittlich 6 Standvölkern mit diesen Dingern macht, ist mir schleierhaft.
    Bei meiner Imkerei-und nur davon rede ich- gibt es 2 Sorten von Waben:
    1.die in den Völkern befindlichen
    2.die auszuschmelzenden
    Was ein Volk an Waben braucht, stellt es bei mir selbst her; was ich für Ableger usw. benötige, kommt aus den Honigräumen der Wirtschaftsvölker und ist unbebrütet.
    Ich habe letzten Winter insgesamt 40 Waben im Schrank gehabt, das ist 1,5Wabe pro Standvolk, und diese sind Ende April komplett eingeschmolzen worden.
    Vielleicht sollte man seine Betriebsweise mal genau überdenken, bevor man wieder mit Chemie gegen die Wachsmotten vorgeht.


    Grüsse


    Michael

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo zusammen. Bei der ganzen Diskussion über die Wachsmotten sollten wir die eigentliche biologische Aufgabe von ihr nicht vergessen: Verlassene Bruthöhlen der Bienen leerfressen. Schafft neuen Raum für einen anderen Schwarm und vernichtet mögliche Krankheiten im alten Wabenbau. Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Michael,
    Du hast im Brut- und Honigraum das gleiche Wabenmaß (DNM). Da ist es einfach, nur bebrütete Waben auszusondern. Wie sollen das aber die Imker handhaben, die in Brut- und Honigraum verschiedene Rähmchen haben? Da ist es ziemlich sinnlos, die Honigwaben einzuschmelzen.
    Wie man sie sauber über Winter lagert, würde ich gerne wissen - die Honigreste führen stets zu Schimmel etc.
    Grüße, Thomas

  • Tag, Thomas,


    du triffst den Nagel auf den Kopf. Deshalb kann ich ja nur von meiner Imkerei reden und werde mich hüten, allgemeingültige Aussagen zu treffen.
    Für mich war es auf jeden Fall vor einigen Jahren Grund genug, mein System so umzustellen, dass ich nur noch ein einziges Wabenmaß habe.


    Grüsse


    Michael

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • So genau ist das oft nicht zu sehen, ob jemand von seiner Imkerei oder allgemeiner spricht. Aber gehen wir davon aus, daß meist von der eigenen gesprochen wird. Dazu eine Anregung:
    Könnte der Webmaster nicht im Profil noch ein paar Rubriken unterbringen, die ein "Imkerprofil" beinhalten? Z.B. Biene, Beute, Trachten. Es wäre dann leichter, sich ein Bild zu machen, worüber geredet wird.
    Grüße, Thomas