Plastikrähmchen

  • Hallo Imkerkollegen,


    habe die Plastikwaben einmal getestet. Bin aber nicht überzeugt davon. Die Waben wurden zwar gut von den Bienen angenommen, es ist aber meines Erachtens sehr aufwendig, die Waben zu bewachsen. Die Rückgewinnung von Wachs erfordert einen Hochduckreiniger um die Wabenzellen von der Platte zu entfernen. Gibt eine ziemliche "Sauerei".

    Mit freundlichem Imkergruss
    Dieter Luft

  • Hallo,
    verwendet man sie im Brutraum, verziehen sie sich und das Imkern wird für Bienen und Imker zur Qual. Als Honigraumrähmchen sind sie dagegen recht gut zu gebrauchen. Da sie so Jahrelang benutzt werden können ist das bewachsen auch nur einmal erforderlich. Die einfachste Methode die Rahmen zu bewachsen ist, eine Mittelwand zu einer Rolle drehen und wie mit einem Radiergummi über die Wabenstruktur reiben. Etwas Wachs bleibt dadurch hängen und das hat bei mir für einen zügigen Ausbau genügt. Gute Tracht vorausgesetzt. Der große Nachteil ist die hohe Empfindlichkeit für Wärme jeder Art. Wenn sie jemals sterilisiert werden müssen, kenne ich keine Möglichkeit dies zu tun. Das Resultat wäre ein großer Haufen Sondermüll. Ich Imkere schon seit langem nicht mehr mit diesen Dingern. Als Vorteil wäre zu sagen, das Wabenbruch beim Schleudern zu 100% ausgeschlossen ist, das war´s dann aber auch schon :smile:


    --- Harry ---

  • Das mit dem Sterilisieren dürfte eigentlich doch sehr gut mit Ätznatron gehen oder?
    Was die Empfindlichkeit bei wärme angeht,
    wo ist genau das Problem dehnen sie sich zu stark aus??? und wenn warum sägt man das nicht etwas von den Rähmchen der Länge nach ab!?

  • Hallo Wendt
    Ätznatron funktioniert nicht in kalter Lösung. Leider!!!


    Die Rähmchen verziehen sich in der Diagonalen, sie verdrehen sich praktisch in sich selber. Der Oberträger sieht dann so aus "(" und der Unterträger so ")". Daraus ergibt sich zum einen eine Verkürzung und die Rähmchen können von der Auflage fallen, das ist mir schon passiert und zum anderen wird der "Bee-space" ringsum nicht mehr eingehalten und die Bienen beginnen mit Wildbau zwischen den Rahmen. Eine Nachschau in solchen Bruträhmchen ist tödlich für die Brut, sehr gefährlich für die Königin und die Bienen wetzen ihren Stachel, egal wie friedlich sie sonst sind.
    Meine Erfahrungen beziehen sich auf die Stehr-Waben in weisser Ausführung. Die sind schon etwas älter und es kann sein, das das Problem mit den neueren Gold-Gelben Waben gelöst wurde, das weiß ich aber nicht.
    --- Harry ---

  • Hallo,


    Ich verwende seit 5 Jahren die Zander-Nordwabe . Allerdings verwende ich sie nur im Honigraum. Das entfernen vom bebrüteten Wabenbau ist echt ein Problem, wenn man keinen Hochdruckreiniger hat der heißes Wasser verträgt (bis 80 Grad kann man die Wabe baden). Im Honigraum ist sie aber echt super. Verwinden oder ähnliches habe ich nicht festgestellt. Verbiegen tut sich das Ding nur beim in der Hand halten und wenn es voll mit Brut/Honig ist, aber nicht im Kasten.


    Wegen Umstellung auf Bio-Imkerei gebe ich den unbebrüteten Teile nach der Saison ab. Kann sie jemand brauchen??

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Wendt,


    lass die Finger von den Plastikrähmchen, ich habe als Anfänger Bienen und Beuten mit diesen Rähmchen gekauft, der einzige Vorteil, du kannst deine Honigschleuder volle Pulle laufen lassen, aber ansonsten Nachteile noch und noch!

  • Hallo Franz



    Ich hätte mal eine Frage an dich du sagst das die Rähmchen so mies sind und das du nur als anfänger damit rumgewurschtelt hat!
    wieso hält dann dein sohn auf dem Photo auf deiner Homepage ein Plastikrähmchen???
    Nur ne Frage!

  • Hallo Wendt,


    das Foto ist schon ein Jahr alt, ich bin noch am Umstellen, heuer hoffe ich die letzten Plastikrähmchen entsorgen zu können. Ich kann dir nur soviel sagen, dass alleine schon der Aufwand ein bebrütetes Rähmchen wieder sauber zu kriegen, dich an den Rand des Wahnsinns bringt, da vergeht dir das Imkern, ausserdem ist meiner Ansicht nach das Überwintern auch auf diesen Waben problematisch, da sich die Bienen nicht wie bei Holzrähmchen Wege in durch die Wabe machen könnnen, sondern immer aussen rum müssen, wenn der Winter sehr streng ist, kann dieser oftmalige "Umweg" bei der Winterzehrung den Tod der Bienen bedeuten.
    Alles klar Wendt?




    _________________
    MfG
    Mayerhofer Franz Xaver
    www.honigmayerhofer.de


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: honigmayerhofer am 2002-04-19 07:32 ]</font>

  • Hallo Wendt,
    freue mich über dein Feedback, ich glaube für 10 Rähmchen habe ich einen halben Tag gebraucht und da waren sie nicht sauber, ich muss aber auch sagen, am schlimmsten sind die Pollen und die Brutwaben. Honigraumwaben waren mit dem Hochdruckreiniger einigermaßen zu bearbeiten, aber kein Vergleich zu Holzrähmchen, auch schon aus ökologischer Sicht. Als ich voriges Jahr gleichzeitig Plastik - und Holzrähmchen den Bienen zu Ausbauen anbot, ließen die Bienen die Plastikrähmchen trotz frischer Bewachsung links liegen und bauten mir die Holzrähmchen zuerst und noch dazu sehr schön aus, wenn sie keine Auswahl haben, bauen sie schon die Plastikwaben aus, aber oft unvollständig. Wenn du dich nicht unglücklich machen willst, greife lieber zu Holz. Bei einer Umstellung auf Bio oder Öko kannst du die Plastkrähmchen auch mehr gebrauchen.
    Auch beim Sonnenwachsschmelzer hast du mit den Plastikdingern Probleme, die du bei Holz nicht hast.
    Grüsse aus dem tiefsten Niederbayern


    Franz Xaver