Brutraum von Ablegern / Jungvölkern verhonigt

  • Moin,

    ich habe zwei Anfang Mai zwei Ableger gebildet, welche Anfang Juli ziemlich stark dastanden.

    Diese besetzten 7 Wabengassen.

    Auf 4 der 6 Dadant Bruträhmchen befand sich Brut (+ Futterkranz), auf den anderen beiden Rähmchen war zu ca 3/4 Futter.

    Ich habe dann in ca 2 Wochen kleinen Mengen verteilt ca 2,5 kg Zucker gefüttert (1:1) und auf 7 Rähmchen erweitert.

    Dann habe ich vor 16 Tagen mit dem füttern aufgehört um für 14 Tage die erste Varroa-Ameisenbehandlung zu machen.

    In diesen 14 Tagen sind die Damen echt fleißig geflogen, was mich ein wenig gewundert hat.


    Als ich die Beuten heute geöffnet habe, traf mich fast der Schlag.


    Das Brutnest war mit frischem Nektar oder Tau verhonigt.

    Sämtliche 7 Rähmchen waren fast voll mit Futter/Honig.


    Habt ihr das im Moment auch (insbesondere die Imker ausm Norden)?

    Welche Tracht könnte das sein? Ich kann mir nur Tau von den vereinzelten Tannen aus den Gärten der Umgebung vorstellen. Ansonsten ist mir nur läppertracht in den einzelnen Gärten bekannt. Eine Läppertracht dürfte doch nicht für einen derart hohen Eintrag verantwortlich sein oder?


    Was mache ich jetzt mit meinen Ablegern / Jungvölkern?

    Eigentlich wollte ich nach der Ameisensäurebehandlung weiter behutsam etwas auffüttern.

    Das habe ich heute gelassen. Die Königin hat ja jetzt schon kaum Platz zum stiften. Habe jetzt vielleicht zusammengenommen nur noch eine Wabe mit Brut.

    Soll ich erweitern? Oder wie soll ich mich verhalten? Ich möchte ja, dass für eine erfolgreiche Überwinterung genügend Winterbienen vorhanden sind.


    Ich habe mir jetzt gedacht, dass ich die Völker den Eintrag jetzt erstmal verbrauchen lasse (und den Plan einer frühzeitigen Einfütterung dieses Jahr über den Haufen werfe) da ich gehört habe, dass man die Völker am besten nicht auf Honigtau überwintern lassen soll (wegen "Melli-Gehalt"), richtig?


    Über Beiträge würde ich mich freuen.

  • Ja auch hier ist Honigtau Eintrag ohne Ende. Habe vor zwei Tagen in die Völker geschaut und bin fast vom Glauben abgefallen. Einige Völker sind massiv verhonigt. Werde z. T voll verhonigte Brutraumwaben gegen Mittelwände und Leerwaben tauschen müssen. (Dadant) Ein bisschen Honigtau in den Völkern schadet nicht, sie werden noch einiges davon bis zum Herbst verbrauchen. Ich hoffe nur, das jetzt durch die letzten zwei Gewitter, nun Schluss mit Blatteintrag ist. Sonst komme ich aus dem Waben tauschen nicht mehr raus. Kann die HW leider auch lpnicht zum Verzehr verwenden, da ich schon eine Runde AS hinter mir habe. Hätte man das vorher gewusst, wären die Honigraume bei einigen Kandidaten drauf geblieben. Aber wichtig ist jetzt, daß die Königinnen Platz zum stiften bekommen.

    Erweitern würde ich deswegen an deiner Stelle, worauf warten,die Bienen brauchen Platz. Konnigin muss stiften, Nektar ist reichlich vorhanden, dann bauen sedie Mittelwände noch ordentlich aus.

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  • Moin,


    ich füttere meine Völker seit dem Abschleudern und Behandeln mit 1:1 auf. Heute bin ich etwas erschrocken, da die Wirtschaftsvölker die letzte Futtergabe noch nicht ganz abgenommen haben. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich den Altvölkern jeweils insgesamt 8 Kg Zucker in Wasser gelöst, verteilt auf vier Gaben, gegeben.


    Die alte Kofferwaage ergab dann ein rechnerisches Futtergewicht von 12-14Kg in allen Altvölkern! Der Eintrag ist offenbar Honigtau von den Linden, wobei ich nun auch davon ausgehe, dass nach dem letzten Gewitterguss da Schluß ist.


    Somit beende ich das Einfüttern vorzeitig, und ziehe das Auflegen von Thymovar eine Woche vor. Anfang/Mitte September wird nochmal gewogen und ggf. der Rest Futter gegeben. Demnächst schaue ich in die Völker, vermute aber, dass das Brutnest weiteren Eintrag zunächst verhindert bzw. stark verlangsamt hat. Die Völker haben zwar das Einwinterungsgewicht erreicht, das wird sich aber voraussichtlich noch verändern. Auch hier: Komisches Jahr!


    Beste Grüße


    Peter

  • Vielen Dank für die Rückmeldungen.


    Scheinbar gab es in und um Hamburg, sowie in Brandenburg ordentlich Honigtau.

    Ich werde jetzt wohl ein wenig warten, dass sie diesen eingetragenen erstmal etwas verbrauchen, bevor ich weiter auffüttere. Außerdem werden sie wohl eine Mittelwand erhalten, damit die Königin wieder Platz zum stiften hat.


    Wie sieht es bei den anderen Forumsmitgliedern aus? Auch solche Erfahrungen gemacht zur Zeit? Eure Maßnahmen?

  • Hallo!

    Bei mir 15 km bis zur Ostsee im Landschaftschutzgebiet reichlich Honigtau auch in den Ablegern, aber sehr unterschiedlich. Ein Volk voll, ein Volk mit Futterbedarf usw. am gleichen Standort bei insgesamt 20 Völkern. Ich habe Waben umgehängt an die Bedürftigen....Nun war Gewitter und es sollte Schluß sein. Die Schleuder war schließlich schon im Keller.

    Die Wirtschaftvölker hatte ich TUB geteilt, da werden ich vor dem Behandeln des Brutlings noch Honig schleudern können.

    Grüsse

    Wiebke

  • Versucht konkret herauszufinden, woher der Eintrag kommt. Wenn der Wald/Blatthonig als letztes vom Winterfutter eingetragen wird, (somit im Winter zuerst verbraucht) ist das durchaus ein Problem für den Winter.

    Für die erste Beschreibung nähme ich zwei volle Futterwaben aus dem Volk und hing zwei Mittelwände an das Brutnest. Die Futterwaben kannst Du sicher im nächsten Jahr gut gebrauchen. Dann beobachten was passiert. Mit Waldhonig bauen sie eigentlich die Mittelwände gut aus und verbrauchen dafür den Honig; auch jetzt noch. Entweder den bereits eingetragenen oder eventuell sogar den noch weiter eingetragenen. Nach einer (guten) Woche noch mal nachsehen, ob sich das Futter/Brutverhältnis normalisiert hat.


    Und wenn Ihr die Quelle des Eintrags gefunden habt, könnt ihr ja auch mal ein paar Bilder von den jeweiligen Läusen machen und einstellen. Wenn es denn Tauhonig ist. Ich hatte mal einen späten Spitzeneintrag, weil beim Nachbarimker ein Beutenbock zusammengebrochen ist.:rolleyes:

  • Momentan wird dunkelbrauner Nektar z. B. bei 2 meiner Ableger vom Juni, die eine Flachzarge als HR aufsitzen haben, angesammelt. Ich vermute Blatthonig von Linde und Eiche.


    Melizitosehonig ist es definitiv nicht; denn flüssig und klar und Zellböden im sonnigen Gegenlicht gut zu erkennen. Ich werde Mitte August abschleudern, um die Varroen zu reduzieren.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Hier sieht es genauso aus.

    Ich habe im Rahmen der TBE die vollen Waben ausgeschleudert.

    Unter den Linden ist der Gehweg wie mit Zucker überzogen.

    Gewitter oder Regen nicht in Sicht.

    Im Moment bin ich auch ratlos, zum Ausbauen füttere ich 1: 1, das wird auch sehr gut abgenommen. Hoffe danach ist der Spuk vorbei.

    Insgesamt habe ich von 4 Völkern aus dem 1,5er BR 2,5 Eimer von dem dunkelbraunen fast schwarzen Blatthonig geschleudert.

    Platz zum Legen war fast keiner mehr.

    Hier hat es das letzte mal vor 7 Wochen geregnet.

    Kann man einem TBE Volk nach Ausbau der MW noch einen 1/2 HR aufsetzen ?

  • Platz zum Legen war fast keiner mehr.

    Hier hat es das letzte mal vor 7 Wochen geregnet.

    Das wurde schon mal als mögl. Varroabehandlung diskutiert - füttern bis zum Legestau (kommt ja dem Käfigen sehr nahe). Immerhin kann die Situation die Milbenlast reduzieren...


    Regen ? - Seit Ende April hier gerade dreimal :cry: