Honigraumfreigabe

  • Hallo Drohne,
    das ist natürlich wieder eine Frage, wo sich die Spezialisten streiten. Der Honigraum gehört freigegeben, wenn die Brutraumzarge gut besetzt ist. Du kannst die Honigzarge, wenn die Tracht gut ist, mit lauter Mittelwänden aufsetzen, dann hast du schon mal keine Rüchstandsbelastungen von Altwachs im Honig. Auch kannst du jeweils eine ausgebaute Wabe zwischen jede Mittelwabe setzen. Die Zarge setzt du über den Brutraum, dann können die Bienen selbst entscheiden, wie weit sie anfangen diesen zu besetzen, ein Zwischensetzen zwischen den Brutzargen ist als etwas risikoreich anzusehen. Ein Absperrgitter würde ich auf alle Fälle empfehlen, damit du keine Brut in den Honigwaben hast.
    Bei uns in Niederbayern ist die Vegetation noch soweit zurück, dass an ein Aufsetzen noch nicht in Frage kommt.




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    MfG
    Mayerhofer Franz Xaver
    www.honigmayerhofer.de


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: honigmayerhofer am 2002-04-12 18:40 ]</font>


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: honigmayerhofer am 2002-04-12 18:42 ]</font>

  • Hier bei uns in NRW habe ich bei meinen schon Aufgesetzt,
    aber worauf es ankommt ist erstens das Volk muss gesund und stark sein
    und vor allem warte bis es wieder warm wird
    und setzt sie dann erst auf sonst gehen sie womöglich teilweise aus der Brut

  • Hallo Wendt von Gemmingen !


    Deine Meinung über das aufsetzen kann ich nicht ganz teilen. Auch ich sehe es als richtig an nur gesunden (kranke würde ich am Stand gar nicht dulden) und starken Völkern, die beide Bruträume voll besetzen, den Honigraum aufzusetzen. Ist dieser Zustand aber ersteinmal erreicht, kann ich auf die Witterung keine Rücksicht mehr nehmen, dann muß meines erachtens der Honigraum drauf ! Die Kurve der Völker kennt zu dieser Jahreszeit nur eine Richtung, und die zeigt nach oben ! Starke Völker gehen dann bei Honigraumfreigabe nicht aus der Brut, geraten aber auch nicht schon vorzeitig in Schwarmstimmung (was meines erachtens die viel größere Gefahr darstellt. Ein gutes Barometer für aufsatzreife Völker sind die ausgebaute Baurahmen im zweiten Brutraum.


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Frank Osterloh am 2002-04-16 09:45 ]</font>

  • Was die Sache mit den kranken Völkern angeht habt ihr recht, das ist killefitt was ich da geschrieben habe aber was das aus der Brut gehen angeht nicht:Wenn ein Ableger aus dem letzten Jahr oder auch ein schwaches Volk bei zu niedriegen Temperaturen einen Honigraum aufgesetzt bekommt,sinkt dadurch die Temperatur des Brutnestes was dazu führen kann das sie aus der Brut gehen b.z.w. ihr Brutnest verkleinern!

  • Zum Thema Honigraumfreigabe:Oft wird empfohlen,Mittelwände und ausgebaute Waben abwechselnd einzuhängen.Bei stark eintretener Tracht(wünschenswert)werden manchmal die ausgebauten Waben zu Dickwaben ausgebaut.Honigraum nur bei gut entwickelten Völkern! 8.

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Der Honigraum ist fällig, wenn das Volk stark genug ist. Das Wetter, ob es honigt oder ob gebaut wird, spielt dann keine Rolle mehr. Die Erfahrung, wann es so weit ist, macht jeder selber.
    Seit ich nicht mehr mit der Carnica imkere, ist der Zeitdruck nicht mehr so groß. Wartete ich früher einige Tage zu lange, waren schon die Weiselnäpfchen da und nicht selten bestiftet.


    Übrigens, das was Lothar über die "dann" entstehenden Dickwaben sagt, kann ich voll betätigen. Je stärker die Völker, je besser die Tracht, desto dicker die Altwaben.


    Gruß


    Baudach