Missglückter Einweiselungsversuch...

  • Guten Abend!

    Dieses Jahr habe ich beim meinen Ablegern mit eigener Nachzucht einige Tage nach Beginn der Eilage mit Nagellack und Plättchen gezeichnet, dann ist wenigstens noch Farbe drauf, sollte das Plättchen abfallen. Hat ausnahmslos geklappt. Königin clippen, Zeichenrohr, kurz antrocknen, mit Rauchstoß wieder ins Volk. Nachschau nach 14 Tagen ohne Ausfälle.

    :*Wiebke

  • Warum störst Du die Bienen noch mit Rauch? Einfach in die Wabengasse laufen lassen, und alles ist gut.


    Gruss

    Ulrich

  • Man kann auch frisch geschlüpfte Königinnen zeichnen, gibt keine Probleme. Sie lassen sich danach ganz normal in Kleinkunstschwärme einweiseln.

    Gruß Ralph

  • Mache ich durchaus auch sofort ohne Verlust

    zB bin ich nicht bereit, eine ungetrübte Prinzessin in einer riesen Brutscheune zu lassen.

    Ich hab jetzt noch zwei davon zackig bei Anblick sofort gezeichnet.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Guten Morgen zusammen!


    Ich zeichne seit Jahren mit Opalithplättchen und Schellack (?!) - dem Zeuch halt, was den Plättchen beiliegt.

    Begatteten Königinnen allerdings nur, da unbegattete bei den Leuchtplättchen dann doch vielleicht etwas zu leicht zu Vogelfutter werden könnten.

    Und auch bei frisch legenden Jungköniginnen gehe ich vor wie immer und nun folgt, ganz ohne Schnulli und Schnörkel:

    - Königin möglichst ohne jeden Einsatz von Rauch suchen und: finden (idealerweise, ansonsten entfallen die folgenden Schritte :wink:)!

    - Königin mit Ruhe abfangen, in die Zeichenröhe packen, Kleber und Plättchen drauf

    - 2-4 Minuten warten, sich in Geduld üben, in-mich-Gehen

    - Königin mittels Zeichenröhre wieder auf den OT der zuletzt von ihr belaufenen Wabe setzen

    - Königin beim allermeist sehr (!) gemächlichen Einlaufen in die Wabengasse beobachten

    - freuen

    - Beute schließen

    - Farbe & Nummer notieren


    Ich bin mit diesem Procederè sehr zufrieden und habe seitdem quasi keine Verluste mehr beim Zeichnen und Wieder-Zusetzen. *toi, toi, toi*


    In dem Zusammenhang habe ich den Satz von vermutlich Bruder Adam im Hinterkopf, dass der Zusetzerfolg (egal ob frisch gezeichnet oder nicht?!) bei Königinnen weniger bis gar nicht von Duft oder sonstigem Pheromon-Gedöns abhängt, sondern in erster Linie von ihrem Verhalten in diesem sensiblen Moment. Sprich ruhige, "komisch" duftende und verzierte :wink: Königinnen werden gleich wieder entspannt und freundlich aufgenommen, panisch umherlaufende und hibbelige tendenziell eher weniger. Klingt logisch find` ich.


    Schöne Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Ich mach das auch so, dass ich zeichne und die Königin 1..2 min danach gleich wieder auf den Oberträger setze.

    Schön zu beobachten wie Bienen kommen, die Königin begrüßen und versuchen das Blättchen vom Rücken zu bekommen. Das hab ich schon öfter beobachtet.

    Je ruhiger die Königin, um so problemloser die Rückkehr. Unbegattete sind oft sehr hippelig.

  • Unbegattete sind weniger hippelig, wenn man sie vorher in Honigwasser taucht. Aber auch dann werden sie nur in Kleinkunstschwärme (EWK, MWK) zugesetzt.

    Gruß Ralph

  • So.. hab den Ableger durchgesehen. Mutti stiftet fleißig. Hat alles gut geklappt. Wer weiß, warum dem Volk die erste Königin nicht genehm war...

    "Die Zukunft der Honigbiene liegt in den Kreuzungen!" - Bruder Adam

  • Guten Morgen zusammen!


    Ich holte letzten Montag 5 standbegattete Königinnen vom Züchter ab um einen Teil meiner Ableger / Altvölker umzuweiseln. Das geschah mittels: Alte Königin raus, neue im Zusetzkäfig unter Futterteigverschluß an gleicher Stelle rein, Deckel zu. Gestern habe ich auf Annahme kontrolliert: Alle 5 da, in 2 Fällen scheinen die Bienen noch nicht überzeugt (gewesen *toi, toi, toi*) zu sein und hatten Umweiselungszellen aus den letzten offenen Zellen der alten Mutti angesetzt, in einem Fall schien / scheint die neue zu warten bis fast alle "alte" Brut ausgelaufen ist. Stiftet, wenn auch zaghaft, trotzdem schon.

    In einer Woche wird dann "final" kontrolliert ob`s auch tatsächlich Arbeiterinnenbrut ist, ob in den genannten beiden Fällen weiterhin Missmut herrscht und dann sollte *toi, toi, toi* gut sein und die neuen Regentinnen sich ordentlich starke Völker bis Ende September / Anfang Oktober zusammenlegen.


    Es herrschte übrigens in keinem der Völker irgendeine Unruhe, spürbare Abneigung noch waren Verletzungen an den Jungköniginnen zu erkennen - TROTZ (oder gerade wegen?) der genannten Zusetzmethode.


    Sonnige Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • hallo,


    ich bin zwar noch keine Jahrzehnte dabei und mir fehlt die Langzeitbeobachtung, aber in diesem Jahr habe ich bis jetzt allgemein eine schlechtere Königinnen-Annahme beobachtet. Speziell bei den Kunstschwärmen aus dem Honigraum, wo sonst nicht viel schiefgehen kann. Die letzten Jahre mal hin und wieder eine Königin nicht angenommen. Dieses Jahr von 10 Völker zwei die nicht angenommen wurden. Kenne ich so bislang noch nicht. Bei der Begattung wiederum hatte ich dieses Jahr keinerlei Probleme, alle sind zurückgekommen und bilden in der Regel schöne Brutnester.



    gr. Stefan

  • Hallo,

    ich habe am 2.8. einen neuen Einweiselungsversuch gewagt.

    Bei der gestrigen Kontrolle könnte ich Stifte und die Königin entdecken.

    Gruß Andreas

    Jungimker

    Zander und Zadant, Einräumig

    Rheinland-Pfalz

    Donnersbergkreis