Nicot Zuchtsystem

  • Hallo :smile:


    An dieser Stelle möchte ich gerne Erfahrungen mit anderen Imkern austauschen die das Nicot Zuchtsystem benutzen. Habe es letztes Jahr zum erstenmal angewandt und es hat doch ziemlich gut geklappt!


    Es ist auch möglich in die Kunststoffnäpfe mit dem Löffel umzularven. man braucht nicht unbedingt die relativ teure Zuchtbox zum Absperren der Königin.


    mfG
    Uli

  • Hallo Uli!
    Ich benutze das nicot-system schon seit einigen jahren.
    Die kunststoffnäpfe reinige ich nach dem gebrauch mit heißem wasser und belarve sie danach wieder.Ich bin sehr zufrieden und kann bei der annahme keinen unterschied zu den wachsbechern feststellen.
    Mit imkerlichem gruß
    Andreas

  • Hallo Uli, hallo Andreas,


    auch ich benutze das Nicot-System seit mehreren Jahren und bin sehr zufrieden. Ich larve aber direkt in die Näpfchen um, da ich nichst davon halte, die Königin einzusperren. Eigentlich sollte man passende Larven erkennen, die man zur Zucht braucht. Ein Tipp noch: Auch ich habe die Näpfchen vor dem neuen Gebrauch gereinigt. Heute reinige ich die benutzten Näpfchen grob vor, hänge sie über Nacht in das Pflegevolk und larve am nächsten Tag um. Die Näpfchen sind dann blitzeblank.


    Gruß


    Frank

  • Ich möchte auch mit der Nachzucht von Königinnen beginnen und habe das Königinnenzuchtsystem von Jenter gefunden.
    Da ich Brillenträger mit einer Gleitsichtbrille bin, ist es schwer, umzularven. mit diesem Zuchtsystem soll es gut gehen.
    Hat jemand damit Erfahrung und gibt es vielleicht irgendwo im Internet eine Seite, wo näheres zum System steht und wo es abgebildet ist?
    freundliche Grüsse
    detlef


    P.S. Habe Ostermontag überraschend den ersten Schwarm gehabt und wieder eingefangen.

  • Also ich verwende auch Plastiknäpfchen, bin sehr zufrieden damit und reinige sie "biologisch".
    Das heisst - die kommen nach Gebrauch in eine Blechdose mit Löchern drin wegen der Luftzufuhr. Dann kommen da ein paar alte Wabenreste, möglichst mit Wachsmotten dazu und dann ab in den Heizungskeller wo es warm ist.
    Im nächsten Jahr haben mir die Wachsmotten die Näpfchen gereinigt, sind dann wegen Nahrungsmangel verstorben und ich brauch sie nur mit Pressluft abblasen und sie sind blitzblank.
    Also Wachmotten sind auch nützliche Tierchen!


    mfg.
    happybee

  • Hallo


    Bei der Geschichte mit den Wachsmotten hab ich auch noch eine biologische Methode. Allerdings ist diese zur Bekämpfung der Wachsmotte in Wabenlagern. Ich setzte ein Gelege von Ohrwürmern mit dazu. Diese kleinen Tierchen fressen dann die Wachsmottenraupen und ich hab eine sorge weniger. Probierts doch einfach mal aus.

  • Hallo Imkerfreunde,


    das Nicot-Zuchtsystem wurde entwickelt um bei größeren Zuchtserien die zeitaufwendige Arbeit des Umlarvens zu umgehen. Wenn ich jährlich 5-10 Königinnen züchte kann ich mir natürlich die teure Zuchtbox sparen. Aber bei Zucht in größerem Umfang ist die Zeitersparniß enorm, auch wenn der Züchter die "passenden" Larven kennt! Ausserdem: wenn man die Zuchtbox an der richtigen Stelle im Volk plaziert braucht die Königinn oft gar nicht eingesperrt werden. Die paar Tage Haft in der Zuchtbox schaden aber überhaupt nicht. Bei mir passt das dünne, obere Ende des Nicot-Schlupfkäfiges in die Bohrung im Deckel des EWK`s und während der obligatorischen Kellerhaft läuft die Königinn von selbst ins Kästchen, damit entfällt das Herausfangen aus dem Käfig. Ich bin total begeistert von diesem Zuchtsystem, obwohl ich vorher jahrelang mit dem Umlarvlöffel gearbeitet habe!

  • Hallo Erich,
    nun habe ich mal eine Frage:
    Wo ist bei Dir die richtige Stelle damit die Königin da selber in die Box legt
    ohne diese einsperren zu müssen?
    Direkt ins Brutnest?


    Vielen Dank für Eure interessanten Beiträge!


    Uli

  • Hallo Uli,


    ich setze die Zuchtbox in eine ältere schon dunklere Wabe ein und das Ganze kommt ins Brutnest zwischen offene Brut. Rückseite der Box abgedeckt halten da es sonst Verkittungen oder sogar Verbauungen gibt. Es ist aber sehr unterschiedlich - nicht immer bequemen sich die Hoheiten in die Plastiknäpfe zu stiften. Wenn Du die Box das erste Mal einsetzt, sie also noch fabrikneu ist und nach Kunststoff duftet, sowieso nicht. Vor dem ersten Einsatz sollte man die Box auf jeden Fall ganz dünn mit Wachs einpinseln. Freiwillig geht nur die Weisel eines wirklich vitalen und brutfreudigen Volkes in die künstlichen Zellen. Wenn in dem Rest der Wabe schon ältere Larven sind und in der Box ist noch nichts, dann mußt Du die Königin einsperren.

  • Auch wenn das Thema nicht mehr ganz frisch ist, will ich hier mal weiterschreiben.


    Ich würde gerne wissen, ob Ihr, wenn Ihr verdeckelte Zellen mit dem Schlüpfkäfig verseht, Begleitbienen beipackt oder nicht. Ich habe schon beides gesehen und auch, daß Begleitbienen den Honig oder Zuckerteig herausreichen und dann verhungern und die Königin dann auch hungert. Ich habe auch gesehen, daß Begleitbienen die Königin so lange am Schlüpfen hindern bis diese tot ist. Angeblich soll aber das Fehlen von Begleitbienen auch alles Andere als Gut sein, weil die die Verbindung zum Volk herstellen.


    Meine nächste Frage wäre der Abstand zwischen den Systemsockeln. Wie ist der bei Euch?


    Wenn viele Zellen angepflegt sind und auf die Pflegevölker verteilt werden müssen, steckt Ihr dann um?


    Und wenn die Zellen in den Pflegevölkern verdeckelt sind und zur Endpflege und Schlupf in Brutschrank oder das letzte Pflegevolk kommen, steckt Ihr da wieder um? Oder nehmt Ihr gleich Latten mit weniger Zellen? Oder laßt Ihr im Pflegvolk bis zum Schlupf?


    Wieviel Tage nach Begin der ersten Serie startet Ihr die zweite?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,
    also ich machs so:


    -keine Begleitbienen, weil normalerweise keine Käfige
    -15 Sockel nebeneinander auf eine Zuchtlatte (Zander) dicht an dicht (passt sogar mit Käfigen), 2 Zuchtlatten pro Rahmen, 1 Rahmen pro
    Zuchtvolk und Serie
    -frisch verdeckelte (5. oder 6.Tag nach Umlarven) raus, in Zellenschützern gleich in die Ableger oder MP.
    WENN NOCH GENÜGEND JUNGBIENEN da sind, ausreichend (Pollen-)Vorräte und gut gefüttert wurde, gleich wieder einen Rahmen (nur noch halb voll) rein, oder vorher noch eine Ladung Jungbienen von offener Brut runterkehren(dann geht ein ganzer Rahmen).


    Obs das Optimum ist, weiß ich nicht, denn ich hab' noch nichts anderes ausprobiert....



    Gruß, Erwin


    Gruß, Erwin

  • Moin, Liebe Imker,


    schade, daß so wenige Erfahrungen mit dem Nicot-System haben (oder hier nicht schreiben wollen :cry: )


    Alles was ich bisher mit diesem System erlebt habe war schließlich ausgesprochen professionel, ganz im Gegensatz zu den zerschnittenen Lockenwicklern alla Jenter Original. Leider fehlen aber die praktischen Erfahrungen, weil das System ja bei der geschlüpften Königin aufhört, obwohl es als Zusetzkäfig gebraucht werden kann.


    Hat beispielsweise jemand von Euch mal EWK's oder andere Begattungskästchen mit Nicot-Sockeln bestückt um dort Zellen bis zum Schlupf zuzusetzen?


    Oder hat jemand Öffnungen an den Kästchen verändert, um die Königin umberührt aus dem Schlupfkäfig, sozusagen angedockt, einziehen zu lassen? (Dieses Rausschütteln, wenn die nicht wollen, und das Anspritzen ect. kostet ein Haufen Zeit und belastet die Junfer mechanisch)


    Macht Ihr mit den Begattungskästchen Kellerhaft? Setzt Ihr Königin oder Zelle vorher zu?


    Wann steckt Ihr eigentlich die Weiselnäpfe um? Gleich nach dem Bestiften oder erst später? Und gebt Ihr der Königin Begleitbienen auf die Lochwabe?


    Also Fragen über Fragen. Vielleicht entsteht hier ja doch noch ein Expertensystem. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry!
    Am 11 Tag wird die Weiselzelle in den vorbereiteten Ableger, eine "Mini-PLus" oder ähnlich gegeben.
    Der Ableger, das Volk, etc. ist entsprechend vorzubereiten, damit dieser auch ANNAHMEWILLIG ist (z.B. 2 Tage weisellos).
    Man rückt die Wabengassen (~ Oberträger) soweit auseinander, so dass die Weiselzelle dazwischen paßt. Die "Ohren" vom NICOTSOCKEL liegen am Oberträger auf.
    Fertig.
    Bitte nicht nochmals was neues erfinden.
    Bei der Kontrolle nimmt man den Deckel ab, holt die WZ raus und schiebt die Rähmchen wieder zusammen.
    Fertig.
    Ruhe gönnen.
    Man erkennt bei dieser Schnellkontrolle sofort ob die Königin da ist (Volk ist ruhig) oder nicht geschlupft ist (~ tod war), etc.. Dann hängt man eben aus der nächsten Serie eine WZ zu.
    Gruß
    Klaus Bäuerlein
    Abenberg :D

    Herzliche Grüße aus Abenberg
    von Klaus Bäuerlein

  • Liebe Imker,


    wann steckt Ihr die Näpfe aus dem Cupularve auf die Sockel um?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder