Räuberei bei Flugling

  • Ich bin im ersten Jahr Imkerin und habe, fürchte ich, einen Fehler gemacht, denn ich habe vergangenes Wochenende geschleudert und dan wir ein sehr großes Volk haben, haben wir einen Flugling erstellt, wie in der Vergangenheit bereits schon einmal!

    Er steht 50 m. ca. entfernt vom Muttervolk und heute wurde nun zum zweiten Mal ein Überfall von einem anderen Volk gestartet, obwohl die noch genug Honig haben und wir noch Tracht haben.

    Was sollen wir tun??

    Ich bin echt ratlos, wir haben nun das FLugloch geschlossen, genug Wasser reingesprüht und überlegen sie ganz woanders doch hinzustellen (was möglich ist, aber dann sind sie noch weniger unter Beobachtung).

    Freue mich über Ideen, und wahrscheinlich was es sehr unklug nach der Ernte einen Ableger zu erstellen am gleichen Stand....

  • Hallo

    schreib doch mal bitte was du genau gemacht hast. Ein Flugling steht doch normalerweise am Platz des Altvolkes. der Brutling wird verstellt. Hat der Flugling eine Königin, ist sie begattet?

    Später schreibst du von einem Ableger nach der Ernte, das macht schon einen Unterschied.

    Also bitte genaue Beschreibung deines Vorgehens, dann kann dir auch geholfen werden.

    Gruß David

  • Hallo,


    die Angaben sind konfus, das sehe ich auch so:


    Flugling vor einer Woche, es wurde geschleudert.

    Dann ist die Rede von "noch genug Honig" im Volk, welches räubern soll, und von noch Tracht.

    Sicher ist Tracht immer regional, aber wir haben Ende Juli, es herrscht eine knochentrockene Hitzewelle, wir mir dünkt doch so ziemlich ausnahmslos überall ist nicht mehr viel los.

    Die Frage ist: wird gefüttert und wenn ja, wer und womit? Oder haben die die HR wieder drauf? (Wann behandelt ihr denn so - by the way?)


    50 m vom Muttervolk entfernt steht kein Flugling, darüber stolpert man sofort, stimmt, die wären dann nämlich alle wieder zu Hause und in der Kiste nur noch das Futter 50 m entfernt bzw. das eben nicht mehr lange.


    Wenn Du dich vertan haben solltest und meinst den Brutling: Der Flugling braucht Futter zum ausbau und Brut, sollten die keins bekommen, kann ich sie echt gut verstehen: Da holen, wo was ist und die Abwehr schlecht.


    "Zum zweiten mal ein Überfall von einem anderen Volk" kann kaum möglich sein.

    Wenn einmal Räuberei, dann hört das eigentlich erst wieder auf, wenn nichts mehr drin ist, wenn die alles leergefegt haben. Meist geht das ratzfatz. Ein Volk schafft das bei einer solchen Halbeinheit innerhalb von Stunden, dann ist Sense.


    Auch ich würde auf genauere Angaben warten.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • also, ja sorry, war sehr unklar, muss ich zugeben, war einfach zu müde.

    Also wir haben einen Brutling gemacht, der hat gut gefüllte Honigwaben drinnen hängen; zugefüttert sonst haben wir den noch nicht, wollen wir dies Wochenende mit Futterteig tun (soll besser sein bei drohender Räuberei als Zuckerwasser, sagt unser Imkervater).

    Hier ist ein großes Phacelia Feld um die Ecke, sowie noch viele Sommerblumen, jede Menge Borretsch, Sonnenblumen etc. und alle Völker haben von uns ausgeschleuderten Honigwaben zum auszuschlecken erhalten, diese aber trotz Leerzarge dazwischen sofort wieder mit Honig befüllt und unseren Brutling überfallen. Diesen haben wir heute ganz früh ausgelagert, 10 km entfernt und ich hoffe das reicht.

    AS Behandlung wollen wir nach der großen Hitze starten, hier sind jeden Tag zwischen 32 und 36 Grad, das ist ja zu warm....

  • Habt ihr "Teilen & Behandeln" nach Liebig gemacht ?


    Liebig schreibt selber in seinem Buch:


    "Welche Fehler können beim TuB gemacht werde ?

    ...Der Honigraum darf nicht erst unmittelbar vor der Volksteilung wieder aufgesetzt werden, besonders dann nicht, wenn er geschleuderte Waben enthält. Das löst Räuberei aus und der Flugling beräubert sich selbst. Das Brutvolk verliert mit den Flugbienen die Torwache, deshalb muss sein Flugloch eingeengt werden..."

  • Meine Grüße


    Zitat:

    Hier ist ein großes Phacelia Feld um die Ecke, sowie noch viele Sommerblumen, jede Menge Borretsch, Sonnenblumen etc.


    Da ich so ziemlich aus deiner Nähe komme, bin ich über diesen Satz gestolpert.

    Erwarte da momentan nicht zu viel von diesen Feldern.

    Ich habe auch diverse Blühäcker an diversen Ständen. Aber leider ist es in unserer Gegend viel zu trocken, als das dort nennenswert was rüberkommt.



    Wolkenflug

  • Ich würde umgehend eine begattete Königin besorgen oder rückvereinen.

    Ein Brutling um diese Jahreszeit ist schon sehr gewagt.

    Elk

    Liebig selbst beschreibt ja das TUB Konzept so, dass es, bis Mitte Juli durchgeführt , noch problemlos klappen sollte,beide Volksteile getrennt einzuwintern. Sollte eine Rückvereinigung geplant sein, geht das sicher auch noch etwas später. Ich habe letztes Jahr am 26.7 erst begonnen und konnte getrennt einwintern .

    Beide Volksteile sind stark ausgewintert.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....