Ableger Verstärkung durch honigräume

  • Hallo habe gerade gelesen eine elegante Art Ableger zu verstärken ist honigräume von Wivölkern vor dem schleudern über eine Bienenflucht auf Ableger zustellen. Funktioniert das ?

    Auch

    Ohne Schäden an der Ableger Königin ?

    Schon die sechste Saison mit den niedlichen Damen:love:

  • Hallo,


    die HR kann man über Bienenflucht und auch ohne von einem Volk auf ein anderes tauschen, das wird in der Wanderimkerei und Berufsimkerei regelmäßig so gemacht:

    Es werden HR mit Bienen gestapelt und abtransportiert, über Fluchten oder auch am Ankunftsort ohne Flucht einfach so wegen wiederaufstellen anderen (nicht dem Ursprungsvolk) wieder aufgesetzt. Manchmal will man damit die nächsten Wandervölker stark machen und gleichzeitig die HR vor dem Ernten bienenleer haben usw. Es werden Volksstärken auch somit ausgeglichen durch Tausch unterschiedlich stark besetzter HR.


    Wenn Du unsicher bist, kannst Du die Bienen allerdings auch vor Ort aus den HR in einen Hobbock abfegen wie zur KS-Bildung. Wer Flugmannschaft ist, fliegt halt ab und Heim.

    Der Rest kommt mit Einlaufhilfe vor das Flugloch des Empfängers und wandert dort ein.

    Alternativ kannst Du die HR einen Moment beiseite stellen abgedeckt. Dann den Deckel nochmal abnehmen und kurz abfliegen lassen. Verbliebene dann wie geplant aufsetzen.

    Vorher Rauch sorgt für gute Befüllung der Neuzugänge.


    Die Bienenfluchten sorgen gerade für eine Separierung der Honigraum-Jungbienen, eine Art Weisellosigkeit oder Weiselferne, die haben deshalb das Bestreben, den HR zu verlassen und nach unten zum weiselrichtigen Volk zu ziehen. Die sind alle jung, die haben Futter dabei und sie haben niemanden sonst als die da unten. Angriffslust gegenüber der Königin liegt ihnen eher fern.


    Was anderes ist ein Vertauschen/ Verstellen von Völkern gerade bei ungleicher Stärke.

    Flugbienen sind eventuell garstig-grantige Viecher, die eine hingestellte kleine Einheit mit unbekannter Königin gefährden können, denen es an Verteidigungsstärke einer Fluglingübermacht fehlt.


    Letztlich ist eine Einheit aber erst wieder hergestellt, wenn die durch die Verstärkung entstandene nächste Brutgeneration geschlüpft und die zugegebenen Bienen weggestorben sind.

    Das sollte man immer im Hinterkopf haben.

    Je älter die zugegebenen Bienen und je größer die Menge, desto eher muss auf Umweiselungszellen geachtet werden bis zu diesem Zeitpunkt.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Das kannn böse schiefgehen, wenn der Ableger die Honigraumbienen nicht annimmt.

    hast Du das gelesen, oder selber erlebt? Ich mach das nämlich seit 15 Jahren so und hatte das noch nie. Oder halt immer Glück :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Mache ich schon länger so und selbst unbegattete Kö's im Ausfresskäfig werden gerne aufgenommen.


    Im Übrigen werden die Ablegerbienen als wachsende Einheit schon dafür sorgen, dass deren junge Kö' geschützt wird.


    Viel Erfolg.


    Rainer

  • Das kannn böse schiefgehen, wenn der Ableger die Honigraumbienen nicht annimmt.

    hast Du das gelesen, oder selber erlebt? Ich mach das nämlich seit 15 Jahren so und hatte das noch nie. Oder halt immer Glück :)

    Ich hatte es in 2017 erlebt, ein Massaker ohnegleichen.

    Nun, dann hatte ich wohl einfach Pech.

  • Dann waren die krank. Die wären eh gestorben. Die wären auch gestorben, wenn die vorne durch die Tür gelaufen wären. Hatte ich auch schon. Alle rein, am nächsten Tag lagen sie davor. Ganzer Berg. Ätzend. Aber wir wissen halt nicht, was die Bienen wissen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

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  • Ich hatte ein Volk, was nicht in die Gänge kam. Wollte ich umweiseln. War mir dann zu doof, also Königin abgedrückt, halbe Stunde gewartet, viel Rauch, alle vor einen Ableger gefegt (Brut eingeschmolzen). Alle gut rein, keinerlei Klopperei, sehr friedlich. Am Morgen lagen sie pfundweise vor der Tür. Und? Was sagt mir das? Über HR verstärken hatte ich das noch nie. Man steckt halt nicht drin, eigentlich ist beides ziemlich sicher. 100%ig halt...nicht. :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Genau so hatte ich es von vorgestern auf gestern auch. Alle friedlich rein, und gestern ein Haufen tote Bienen vor der Beute. Bei 4 danebenstehenden hat es geklappt. Mit HR auch noch nie ein Problem gehabt. Die kommen pappensatt unten im Brutraum an.


    Gruss

    Ulrich

  • Nun bin ich ja eine, die mit einigen Völkern und vielen anderen Freizeitbeschäftigungen nebst Family und Job das Ganze nicht zum Broterwerb betreibt, sondern immer drauf guckt, dass es nicht in zu viel und in Stress ausartet...

    Mit der Zeit macht man halt so locker flockig dies und das, Bienen machen das mit und können das. Und oft hilft es nun mal durchaus der ein oder anderen Einheit, die sonst keine bleiben könnte bzw nicht zu einer erwachsen würde usw.

    So ganz mir nichts Dir nichts ist das alles nicht. Der so oft gewähle Begriff "Bienenfleisch" ist mir ganz persönlich sprachlich einfach schon zuwider. Aber er führt es einem gelegentlich gut vor Augen.

    So eine kleine Transfusion zur Verstärkung wohlüberlegt. Hm, und dann geht`s weiter:

    Kunstschwarm, Teilen und Behandeln, TBE etc, etc.


    Wie gesagt, es hat alles seine Berechtigung.

    Aber es kann mal unverhofft anders laufen, imhintergrund was gegen die Imkeridee arbeiten.


    Bei all dem manchmal wilden Bienen-Lego ist es also nicht verkehrt, auch mal die Finger still und eine Einheit eine bleiben zu lassen.

    Manchmal

    Wenn man sich das leisten und es abwägen kann.


    Im Notfall folgt wieder Transplantation, Transfusion oder Lego


    Schön ist, dass eben nach Einwachsen, Verheilen, Verarbeitung und Gesamtwachstum mit Nachwachsen durchaus wieder eine gesunde Einheit gegeben ist!


    Die Plastizität der Biens ist überhaupt einer der faszinierendsten Faktoren im Umgang mit ihnen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper