Bienen in voller Sonne

  • Angesichts drohender Temperaturen von 35° über mindestens 1 Woche mache ich mir etwas Sorgen um meine ab Mittag vollbesonnten Völker.

    So lange war es hier noch nie so warm, seit ich Bienen habe.

    Bernhard Heuvel hatte ja mal seine Idee vorgestellt , zwischen InnenDeckel und Zargenoberkante ein Hölzchen zu legen, damit die Ventilation besser ist. Damit hätte ich aber Angst vor Räuberei.

    Was macht ihr bei der Hitze?

    Oder bin ich zu besorgt?

    Damals im Kurs hatte Pia Aumeier ja gesagt ( und das betet sie auch jetzt noch jeden Kurs herunter) dass der Aufstellplatz immer besser in der Sonne sei, es aber generell keine Rolle spiele, wo die Beute aufgestellt wird.

    Bis jetzt sind hier keine Bienenbärte sichtbar, aber die Hitze geht auch erst morgen los.

    Danke für Erfahrungsberichte.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • In meiner Gegend ( Südwestdeutsche Tropenimkerei ) könnte das schon eher mal ein Problem werden. Aus meinem Verein sind mir allerdings keine dramatischen Ereignisse bekannt.

    Wegen einer laufenden AS Behandlung, die morgen zu Ende ist, habe ich mir auf dem kommunalen

    Kompostplatz große , ausladende Äste besorgt von : Zedern, Weiden, Bambus. Diese habe ich wie Tipi Zeltstangen um meine zwei Dadant Beuten gestellt, Fluglochseite natürlich ausgenommen ( die zeigt nach Norden ). So waren die Beuten zu keiner Zeit der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt.

    Von der AS Behandlung ausgehend würde ich sagen, die Bienen haben den Streß ( AS + Wärme )

    gut gemeistert. Bienenbärte bei Wärme /Hitze dürften ja an sich nicht das Problem sein. So regulieren die Bienen eben das Stockklima.

    Bei den Wetterberichten schaue ich, was in meiner Region am Besten passt. Ich habe den Eindruck , dass seit den großen Schadensereignissen ( ´Lothar ` etc . ) der amtliche Deutsche Wetterdienst gerne mal "nach oben ausschlägt ", während sich kachelmannwetter als bei mir ziemlich präzise herausgestellt hat.

    An der Beuten Konstruktion würde ich jetzt kurzfristig nichts mehr ändern. Bin allerdings selbst froh,

    dass ich hinter lüftete Blechdeckel nutze. Diese sind mit dünnen Siebdruckplatten ( Verschnittholz )

    abgedeckt, denn Blech an sich erhitzt sich natürlich bei direkter Sonneneinstrahlung.

  • Hallo Honigbanane,

    mir kommt das Wetter jetzt gerade recht. Nach erfolgter Varroabehandlung will ich jetzt kontinuierlich

    dünn 0,7 / 0,8 : 1 weiter füttern. Der Nektar ähnliche , relativ hohe Wassergehalt hilft sicher beim Klimatisieren. Die Königin wird zum zum Stiften angeregt und die Arbeitsbienen müssen viel arbeiten. Die dünne Lösung beansprucht viel Fläche, also wird erstmal viel Wabenfläche benötigt zum Lagern, so dass das Brutnest schön groß bleibt. Ergo müssten in Folge viele gesunde Winterbienen entstehen,

    zumindest wenn die Varroa Behandlung effektiv war. Wenn ich es richtig verstanden habe ... als greenhorn bee.

    Ich weiss nicht wie Du das im Zander System handhabst, aber wäre möglicherweise auch eine Lösung ?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von 08022019 ()

  • Hallo,


    es ist schon ein paar Jahre her, da waren wir im Sommerurlaub unter anderem in der Poebene. In der Nähe von Brescella, da wo die Filme mit Don Camillo und Peppone gedreht wurden, fand ich auch ein paar Bienenstöcke. Volle Mittagssonne, weit über 30° C im Schatten. Schatten hatten die Bienen allerdings nicht. Die Deckel waren wie oben beschrieben so aufgelegt, dass ein Spalt entstand war. Trotzdem lief das Wachs aus den Stöcken aber die Bienen flogen ganz ruhig, alles normal.

    Irgendwo habe ich auch noch Bilder davon. Muss ich mal suchen.


    Gruß

    Werner

  • Ja,

    Man muss den Bienen nun nicht alles zumuten, was sie aushalten.


    Vielleicht ist die Hitze sogar gut gegen Milben. Meine stehen trotzdem im Schatten. Da sollte man schon dran denken, wenn es noch nicht so warm ist.


    Mir tun auch immer die in Sonne, Wind und Wetter ausgesetzten Wanderbienen am Rapsfeld leid. Aber es muss ja gehen, sonst könnte man das nicht immer wieder beobachten.


    Grüße Ralf

  • Die dünne Lösung beansprucht viel Fläche, also wird erstmal viel Wabenfläche benötigt zum Lagern, so dass das Brutnest schön groß bleibt

    Das Brutnest bleibt groß, weil viel Wabenfläche für die Futterlösung gebraucht wird?

    Wo soll denn die Königin legen, wenn alle Fläche zum Einlagern gebraucht wird?

    Zur Info: Die 1:1 Futterlösung regt den Bautrieb an, so dass Brutnest und Futtereinlagerung Platz haben

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...